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Bude bauen im Wald

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Eigentlich sollte es nur eine Zweieinhalb-Stunden-Aktion werden: Im Rahmen unserer unregelmäßig angebotenen AG´s hatte ich einen Buden-Bau-AG geplant. Naja, was will man schon erwarten in so kurzer Zeit? Ich hatte mit einer Art Tipi gerechnet. Aber was sich dann ergeben hat, hat echt alle überrascht: Wo anfangs nur ca. acht Kinder am Nachmittag dran werkelten, entstand nachher eine Vollzeit-Beschäftigung für 25 Kinder – nach jeder Malzeit und in jeder freien Stunde. Das Ergebnis: Ein Zwei-Zimmer-Appartment mit Balkon, Mini-Bar, Sitzbank, Kronleuchter und Fenster-Vorbau! Die Wände bestanden aus geflochtenem und verwobenem Packsband und vom Förster freigegebenen Zweigen.

Die Bude wurde nachher zum Dreh- und Angelpunkt im Lager: Die abendlichen Gruselgeschichten wurden ausschließlich in „Mamma Lala“ (westfälisch frei: „Mach mal Musik“) abgehalten und auch der noch so gemütliche Aufenthaltsraum verlor nach und nach an Bedeutung. Am besten war jedoch, dass selbst die Außenseiter ganz selbstverständlich mit von der Partie waren, eigentlich Dauer-Kranke (Bauchschmerzen, Kopfschmerzen etc.) plötzlich gesund waren und selbst die „Mit-Hammer-auf-Daumen-Hauer“ lediglich nach zehnminütiger Kühlung verlangten und danach sofort weiterhämmerten. Die Idee mit dem Kronleuchter (ein Teelicht auf einem an vier Fäden hängenden Holzbrett) fand ich erst nicht so dolle,

Wetten dass?

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Feder in der Luft haltenIn der letzten Gruppenstunde gab es mal wieder einen Wetten Dass Abend. Eigentlich ist ein Wetten Dass Abend ja nix anderes, wie sich irgendwelche Aufgaben zu überlegen, die dann jemand oder ein Team lösen muss. Im Prinzip ein bunter Spieleabend mit einer anderen Verpackung. Da gibt es die vielfältigsten Spielmöglichkeiten.

  • Jeder Teilnehmer überlegt sich eine durchführbare Wette.
  • Jeder Gruppenleiter überlegt sich geeignete Wetten.
  • Alle Teilnehmer überlegen sich eine/mehrere  „Saalwetten“, die dann die Gruppenleiter auswählen dürfen und zu erfüllen haben.
  • Es werden Wetten aus einer vorhandenen Liste ausgewählt und Kandidaten gesucht, die die Wette meinen zu schaffen.
  • Es treten jeweils Freiwillige einer Mannschaft gegen die gegnerische Mannschaft an. Dabei werden jeweils Wetteinsätze in Form von Gummibärchen auf den eigenen Kandidaten gespielt. Ist die Mannschaft der Meinung, dass ihr Kandidat gewinnt, dann wird hoch gewettet, ansonsten wird eher vorsichtig der Wetteinsatz platziert.
  • Als Wetteinsatz müssen nicht nur Gummibärchen herhalten, sondern es können auch Aufgaben eingesetzt werden (Küchendienst, Gruppenraum putzen etc.).

Hast Du schon mal daran gedacht?

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Über das schwierige und komplizierte Thema „Selbstmord“ wird in einer Gruppe kaum gesprochen. Das kann daran liegen, dass der Umgang mit so einem Thema viele überfordert. Zum anderen liegt es auch daran, dass viele so ein Thema verdrängen, obwohl sicherlich einige Gruppenmitglieder schon einmal selbst Selbstmordgedanken hatten, oder mit dem Thema aus ihrer näheren sozialen Umgebung konkret konfrontiert worden sind.

Suizidgedanken

Wie kann so ein Thema angegangen werden? Ich habe ehrlich gesagt nichts gefunden um das Thema nicht nur auf „Vortragsbasis“ und als „Diskussionsthema“ darzustellen.

Einen Entwurf mit ein paar Spielszenen und Gedanken zu so einem Abend habe ich auf Praxis-Jugendarbeit eingestellt, wohl bewusst dass so ein Entwurf nur Stückwerk sein kann und nur mögliche Anregungen liefern wird.

Suhlende Sauen und röhrende Hirsche

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Auch dieses Jahr haben wir mit unserer Jungschargruppe (Jungen von 8 bis 13) wieder einen Ausflug in den Wildwald mit Übernachtung in der Judokus-Hütte in der Nähe unternommen.

Der Wildwald (www.wildwald.de) ist ein 200 ha großer Wald, in dem heimische Wildtiere leben und in freier Wildbahn, ohne Zäune, beobachtet werden können. Besonders interessant ist zu dieser Jahrezeit die Hirschbrunft. Die Platzhirsche verteidigen ihr Rudel gegen angreifende Rivalen und es kommt zu beeindruckenden Kämpfen, das Röhren der Hirsche ist noch kilometerweit zu hören. Ebenso kann es passieren, das ein Wildschwein plötzlich nur wenige Meter entfernt den Weg kreuzt… Beliebt ist auch der Abenteuerspielplatz des Wildwaldes mit Floßteich.

Übernachtet haben wir in der Judokus-Hütte, die vom Wildwald aus vermietet wird. Auch das ist schon ein Erlebnis für die Kinder, denn Wasserhähne und Lichtschalter sucht man hier vergebens, dafür gibt es einen Bach ganz in der Nähe, ein Lagerfeuer, Kerzen und ein Plumpsklo.

Wie immer war auch dieses Jahr der Ausflug wieder ein Erlebnis (Bericht und Fotos auf unserer Homepage). Nachahmung empfohlen!

Mein Lieblingswort: Kinder-Testkäufer

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Startup Stock Photos

Letzte Woche traute ich meinen Ohren gar nicht. WDR 2 wusste es in den Nachrichten, als ich noch zu den Ahnungslosen zählte: Die Jugendministerin hatte sich einen guten Plan überlegt. „Kinder-Testkäufer“ solle es in Zukunft geben können. Denn nur so könne man überprüfen, ob das Jugendschutzgesetz auch von allen Kneipen, Kiosken und Supermärkten eingehalten würde.

Ein paar Mitarbeiter aus der Jugendarbeit habe ich dabei schon merkwürdig die Stirne runzeln gesehen. „War das nicht bisher schon erlaubt? Sowas haben wir doch schon einmal gemacht. Als Jugendschutzprojekt in unserer Ferienfreizeit, unserer Jugendfreizeiteinrichtung, in einer Schule…“ Nein, es war nicht erlaubt. Und nach den Informationen vom Wochenende hat auch Frau von der Leyen ihren Entwurf zurückgezogen. Und was gilt daher unverändert weiter?

Was trägt?

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GespraecheIn der letzten Gruppenstunde haben wir uns überlegt, was im Leben tragend ist, was einem Halt gibt. Was passiert wenn wir keinen Halt finden und der Boden unter den Füßen weg bricht? Zunächst gab es ein paar Spiele, die dann im Anschluss sehr gute Beispiele waren um über den einen oder anderen Punkt zu sprechen.

Den kompletten Entwurf zu diesem Abend habe ich auf die Homepage von Praxis-Jugendarbeit gestellt. Im Spielteil gab es solche Spiele wie:

  • einer trägt den anderen
  • eine Person wird von anderen über Hindernisse transportiert
  • ein Kartenhaus bauen und 1-2 Karten im Anschluss rausziehen
  • fallen lassen und aufgefangen werden

Die Siedler

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Mittlerweile ist es in unseren Jungschar-Sommerfreizeiten Tradition mindestens ein Mal „Siedler“ zu spielen. Da ich schon öfter im Forum und per Mail nach dem Spiel gefragt worden bin, will ich es auch hier kurz vorstellen.

Das Spiel ist angelehnt an das gleichnamige und ziemlich bekannte Brettspiel, funktioniert aber etwas anders. Das Ziel aber ist gleich: Es geht darum als Siedler-Gruppe möglichst viele Siedlungen zu bauen bzw. diese zu Städten auszubauen und mit Infrastruktur (Schule, Markt, Kirche, …) zu versehen. Die dazu erforderlichen Rohstoffe bekommt man einerseits durch Würfeln, zum größten Teil aber (und das macht das Spiel interessant) durch Tauschen mit anderen Gruppen oder (z. B. dubiosen) Händlern.

Das Spiel erfordert ca. 10 Betreuer: Für jede der vier Gruppe einen, dann noch einen Lehm-, Holz- und Schwarzhändler sowie einen „Schwarzen Ritter“ und den König. Deshalb können wir es auch nicht in unseren Gruppenstunden spielen, so dass das Spiel noch mal etwas Besonderes für unsere Kids ist.

Das Material haben wir auch auf unserer Homepage zum Download. Da gibt es die Spielerklärung als Word-Datei (also editierbar), die zumindest alle Gruppen-Betreuer und der König haben sollte. Ebenso Vorlagen für Rohstoff- und Gebäudekarten im Excel-Format. Davon sollte man genügend kopieren, ansonsten müssen die Händler Karten, z. B. vom König zurück zu den Gruppenleitern, transportieren. Sinnvoll ist es, die Karten einzulaminieren, dann kann man sie immer wieder transportieren und hat fast keine Vorbereitung mehr!

Wenn das die Polizei erlaubt…

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„Krass, Du fährst noch als Ehrenamtlicher auf ne Freizeit? Da muss man doch jetzt immer so ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Find ich total ätzend.“ So oder so ähnliches bin ich vor kurzem angesprochen worden. Und tatsächlich geistert das Gerücht schon ein paar Monate durchs Land. Was aber ist da wirklich dran?

Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. Durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK) wurde bereits 2005 auch der § 72a KJHG eingeführt. Dieser sieht vor, dass Träger der öffentlichen Jugendhilfe sicherstellen sollen, dass sie keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig wegen einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung oder wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen verurteilt sind. So soll bei Einstellungen und danach in regelmäßigen Abständen ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden.

Diese Vorschrift hat in den letzten 1,5 Jahren für viel Verwirrung und bei manchen Trägern für Übereifer gesorgt.

Nach den Ferien ist vor YouTube?

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Die neuen Medien machen natürlich keinen Halt vor Kinder- und Jugendreisen oder Internationalen Begegnungen. Und so verwundert es nicht, dass bereits hunderte von Filmen zu den Schlagworten „Ferienlager“, „Zeltlager“ oder „Ferienfreizeit“ bei youtube.com eingestellt sind. Manche Veranstaltungen scheinen hier geradezu flächendeckend abgebildet zu sein. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass natürlich auch für Videoaufnahmen das „Recht am eigenen Bild“ gilt. Danach darf grundsätzlich niemand Bilder oder Videos einer Privatperson gegen deren Willen veröffentlichen. Nicht einmal, wenn diese bei öffentlichen (Massen-)Veranstaltungen wie einem Zeltlager oder einem Straßenfest aufgenommen wurden. Im eigenen Fall darf man verlangen, dass die Bilder oder Videos wieder entfernt werden. Um hier möglichen Abmahnungen, einstweiligen Verfügungen und Klageverfahren zu entgehen ist Veranstaltern dringend zu empfehlen bei geplanten Veröffentlichungen (auch auf eigenen Internetseiten) die vorherige Zustimmung der Abgebildeten einzuholen. Dies kann auch bereits bei der Anmeldung zur Reise geschehen. Versteckte Klauseln in Allgemeinen Reisebedingungen werden allerdings regelmäßig überraschend und daher unwirksam sein.

Ob das aber alle User beachtet haben?

Glauben wir mal an das Gute im User, dann stellt sich immer noch die Frage, ob so manches Detail auch wirklich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muss. Da wäre zum Beispiel die Verletzung der Verkehrssicherungspflicht durch die Betreuer im Film „Saschas Gruppe rutscht alles weg“:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ze-m8aNYk6g[/youtube]

Teamwork

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Wir haben in unserer letzten Gruppenstunde den Kindern folgende Aufgabe gestellt:
Baut (im Wald, an einem Platz eurer Wahl) eine Wasserleitung von ca. 10 Metern Länge, als Hilfsmittel bekommt ihr etwas Alu-Folie (aber nicht genug, um 10 Meter auszulegen) und dürft ansonsten all das benutzten, was man auch sonst so im Wald findet (also Steine, Rinde, …, aber keine weggeworfenen Plastiktüten etc.).

Ostsee – Freizeit und Urlaub

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Ostsee

Seit 2001 fahre ich mit einer kleinen Gruppe an die Ostsee. Bei dieser Freizeit steht die Erholung klar  im Mittelpunkt. Es gibt auch kein festes Tagesprogramm. Natürlich überlege ich  im Vorfeld mir einige Spiele (Strandolympiade z.B.), einige Themen für Gespräche (1. Korinther 13 kommt immer gut an), nehme ein spannendes Buch zum Vorlesen mit (zum Beispiel „Flieh Kleiner flieh“ von Nicky Cruz) und auch ein paar Gesellschaftsspiele dürfen nicht fehlen.

Wir zelten ein paar Tage direkt am Strand, da wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen. Null Komfort,

Wangerooge-Freizeit

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Mit 30 Kindern, 3 Leitern, 7 jugendlichen Helfer und einer Mutter eines Diabetes-Kindes starteten in der vorletzten Sommerferienwoche für eine Woche auf unsere diesjährige Jungscharfreizeit nach Wangerooge, wo wir ein Vollverpflegungshaus (erstmals, sonst immer Selbstverpflegung, ist aber wesentlich stressfreier) im Westen der Insel bezogen.

Schon die Anreise mit der Bahn und die Fahrt nach Wangerooge mit dem Schiff war ein Erlebnis. Leider erkrankte eine Helferin auf der Hinreise schwer, was den Start der Freizeit vor allem für die Leiter natürlich belastete.

Auf Wangerooge erwartete die Kinder ein abwechslungsreiches Programm. Dazu gehörte natürlich das Baden in der Nordsee und Spielen und Relaxen am Strand, lag das Freizeitheim doch direkt hinter den Dünen nur wenige Meter vom Meer entfernt.Daneben gab’s ein hoffentlich abwechslungsreiches Programm mit abenteuerlichen und lustigen Spielen (teils sogar nachts!), Unternehmungen auf der Insel und Schwimmen im Meerwasserhallenbad etc. Auch die traditionelle Abschlussdisko am letzten Abend durfte nicht fehlen.

Dazu gab es spannende Geschichten von Petrus, die die Kinder durch Spiele und Aktionen aktiv nacherleben konnten und an denen ihnen deutlich wurde, dass bei Gott alle zählen und niemand ein Versager ist. Auch der Abschlussgottesdienst am letzten Tag gehörte wie jedes Jahr fest dazu.

Jeder Tag schloss mit einer Abendrunde auf den Zimmern und der Gute-Nacht-Geschichte ab, bei der den meisten Kindern schon die Augen zufielen.

Freuen konnten wir uns über meist trockenes und sonniges Wetter, wobei jedoch der Wind dafür sorgte, dass keinem zu heiß wurde. Einmal konnten wir sogar einen richtigen Nordsee-Sturm erleben. Auch das war ein Highlight der Freizeit.

Jetzt klebt GUT DRAUF drauf… (Gütesiegel und Label, Teil 1)

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Die Werbung macht auch vor Kinder- und Jugendreisen nicht halt. Während bei Toastern, Staubsaugern und PC’s oft ein TÜV-Siegel, bei Spielwaren ein GS-Zeichen und bei anderen Produkten schon wieder andere Zeichen kleben (Wer erinnert sich eigentlich an den blauen Engel?) gibt es nun seit einigen Jahren auch spezielle Gütesiegel, Standards und Label für Angebote rund um Kinder- und Jugendfreizeiten.

Da wäre zum Beispiel der GUT DRAUF-Standard. Ist leicht zu bekommen, weil bei Deiner Ferienfreizeit alle immer gut drauf sind? Denkste! GUT DRAUF ist ein Programm, das von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) entwickelt und von ihr maßgeblich vorangetrieben wird. Koordiniert werden die Informationen, Fortbildungen und natürlich auch die Zertifizierung von Jugendreisen (aber auch von Unterkünften, Schulen und Freizeiteinrichtungen) durch das Kölner Büro von transfer e.V. Im Mittelpunkt von GUT DRAUF stehen die drei Elemente Ernährung, Bewegung und Entspannung.

Ist eine Jugendreise als GUT DRAUF anerkannt, dann stehen hinter diesen drei Schlagworten echte Versprechen (Muss-Kriterien) und möglicherweise auch darüber hinausgehende Angebote (Kann-Kriterien).

Langsam krabbelt die Kopflaus…

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… über Matthias Kopf. Und schon nimmt der Abend im Ferienlager einen ganz anderen Verlauf. Die Betreuer werden nervös, die Teilnehmerinnen kreischen, die anderen Jungs finden es irgendwie cool. Und Matthias weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Denn auf einmal soll er zum Arzt, zur Apotheke, Haare waschen, Kleidungsstücke waschen, die Liste scheint gar kein Ende mehr zu nehmen. Und als auch irgendwann die Betreuer die Übersicht verlieren, rufen sie bei der juleiqua-Ferienfreizeit-Hotline an.

So ging es auch schon anderen Freizeiten in den letzten Jahren, sodass die Hotlinerinnen und Hotliner mittlerweile Kopfläuse als „Standardanruf“ behandeln können. Das fünfköpfige Team kann erst einmal beruhigen, dass Kopfläuse kein Zeichen für mangelnde Hygiene sind. Kopfläuse kommen und gehen. Aber eben nicht nur dorthin wo sich Teilnehmer weniger waschen, sondern auch auf blitzsaubere Köpfe. Meistens sind es einzelne Teilnehmer, die die Kopfläuse schon von zu Hause mitbringen und dann ist es für diese ganz leicht, beim allgemeinen Toben, Spielen oder beim Zusammenrücken am Lagerfeuer von einem zum anderen überzuwechseln.

Mafia!!

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Während der Sommerferien heißt es bei der Jungen Gemeinde (JG) Glienicke: Ferientreff. Da viele von uns die freien Woche nutzen, um ein weiteres Stückchen Welt kennenzulernen heißt es während dieser Zeit „Ferientreff“ ohne feste Programmpunkte. Deshalb also ein Beitrag aus der Konserve…

Bei allen Gruppenstunden und Reisen die ich, egal ob als Teilnehmer oder als Leiter bzw. Teamer, miterlebt habe, war das gemeinsame Spielen meistens besonders wichtig. Der Erfolg von vielen Spielen hängt in meinen Augen stark von der Personenkonstellation ab. Nur wenige Spiele haben das Prädikat „einfach für alle und für jeden geeignet“ verdient. Eins davon ist Mafia: Unter den optimal zehn bis 20 mitspielenden Mitgliedern einer Dorfgemeinschaft gibt es einige Mörder, die in der Nacht still und heimlich andere Personen umbringen. Tagsüber wird gerätselt, wer echter Dorfbewohner ist und wer seine Identität nur vorgibt, wer anderen ein Alibi verschaffen will und wer vielleicht unter einer Decke stecken könnte. Aber neben normalen Dorfbewohnern und Mördern gibt es eben auch noch den Detektiv, die Hexe, Amor und die Verliebten, den Bürgermeister, den Jäger oder den Stoiber.

Die Spielidee wurde inzwischen von einigen findigen Leuten als professionelles Spiel aufgesetzt und findet sich unter dem Namen „die Werwölfe von Düsterwald“ und „Erweiterungsset Neumond“ in den Regalen von Amazon oder des örtlichen Spieleladens und schaffte es sogar auf die Nominierungsliste zum „Spiel des Jahres“. Allerdings kann man sich alle Spielmaterialien auch in kürzester Zeit selbst basteln. Alles was man braucht ist Stift und Papier, die Namen einiger Charaktere und einen Spielleiter, der des Erklärens mächtig ist.

Zeltlager nach Unwetter evakuiert

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Hey, was musste ich da heute in den Nachrichten sehen? Ein krasser Sturm hat die Jugendfeuerwehr in Cuxhaven gezwungen, das Zeltcamp abzubrechen. Nachdem das Hauptzelt mit 15 Leuten nicht mehr festgehalten werden konnte und dabei die ersten kleineren Zelte wegflogen, haben die Leiter blitzschnell richtig entschieden und so Schlimmeres verhindert. Alle Kinder konnten nach Hause gebracht oder in einer Turnhalle untergebracht werden – es gab nur wenig Verletzte. Cool reagiert, würde ich sagen: das war keine Entscheidung, die jede Gruppe genauso getroffen hätte…

Hier ein TV-Beitrag aus den heute-Nachrichten dazu.

Bei Hitze eine Wasserschlacht

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boys having fun in the grass
© photoxpress.com

WasserschlachtAm letzten Freitag vor den Sommerferien stand eine Wasserschlacht auf dem Programm. Normalerweise wäre ja ein Grill- und Salateabend an der Reihe gewesen, aber in diesem Jahr ließen wir den entfallen, stattdessen gab es dafür eine Wasserschlacht.

Auf dem vierteljährlichen Jungscharprogramm stand „Bitte zur Wasserschlacht Ersatzklamotten, ein Handtuch und natürlich eine Wasserpistole mitbringen.“ Die Kids müssen schon etwas vom Wettrüsten mitbekommen haben, denn sie haben mächtige Apparate angeschleppt. Wer da mit seinem kleinen Wasserpistölchen daher kam, der hatte schon verloren.
Mit dem Gartenschlauch wurden zunächst Wasserwannen gefüllt, die zum Auftanken gedacht waren. Gedacht! Manch einer landete dann einfach in der Wanne. Nach keinen 5 Minuten waren alle schon pitschnass.

Auch die Mitarbeiter blieben nicht verschont. Nur mit dem Wasserschlauch und einem harten Wasserstrahl konnten die Kids etwas auf Distanz gehalten werden.

Abenteuertour durch Südnorwegen

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Ich hatte in einem früheren Beitrag ja schon über unsere große Herausforderung Gigatour Norwegen berichtet. Nun ein kleiner Erfahrungsbericht über Routen, Ziele, Gruppendynamik und Erlebnisse einer echt krassen Tour in Kurzform…

Zeitungsartikel Gigatour 2007 NorwegenAusgangslage: 9-tägige Abenteuertour mit 20 Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren plus drei Betreuer (einer davon bin ich). Start Oslo Airport, Ende Bergen Airport. Hauptetappe von Ustaoset bis Voss. Fortbewegung: zu Fuß, mit dem Mountainbike und mit dem Kanu. Zubringer auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Jeden Tag ein neues Ziel, das Gepäck (rund 18-19 kg inkl. Zelt) ist immer mit dabei. Gruppe extrem heterogen, viele neue Gesichter, aber auch viele alte Hasen. Rechts oben dazu per Klick der Zeitungsartikel…

Tourverlauf:

Tag 0: Zelte aufschlagen in Einflugschneise vom Flughafen Oslo, direkt neben dem letzten Parkplatz im Wald. Schöner Platz für die erste Nacht mit eingebautem Wecker durch startende und landende Flugzeuge.

Rucksäcke wiegenTag 1: Per Zug zum Bahnhof Ustaoset, Ankunft Samstag, 16 Uhr. Rucksäcke wiegen, Lebensmitteltüten für die nächsten 3 Tage verteilen. Einzige Zielvorgabe für die Gruppe: bis Dienstag früh / Mittag in Dyranut ankommen – Etappenverteilung frei wählbar. Outdoor-ToiletteAnkunft mitten im Niemandsland in der Hardangervidda, ca. 2 km vor einer kleinen Hütte namens Tuva. Wir hatten einen tollen Platz neben einem kleinen Hügel, wobei sich erst später herausstellte, dass wir auch einen eignen Badesee und Material zum Bau einer eigenen Outdoor-Toilette hatten.

Tag 2: Kurzer Zwischenstopp an der Hütte zum Wasser auffüllen. Dann Etappe bis zur Kraekkja-Hütte. Dort Notlager statt campen, da 8 Grad, Regen und Sturm. Hüttenwirt ziemlich unfreundlich – aber wir waren glücklich und wurden langsam wieder warm!

Flüsse und AltschneefelderTag 3: Geplant war die recht schroffe Etappe von der Hütte bis Dyranut. Auf ¾ des Weges haben wir jedoch kurzfristig die unbewirtschaftete Kjeldebu-Hütte als Ziel gewählt – wieder wegen Sauwetters und Erschöpfungszuständen einiger Teilnehmer. Die Strecke ging größtenteils über Altschneefelder, Bäche und durch Flüsse.

MountainbiketourTag 4: Kurzes Rest-Wanderetappe von ca. 3 Stunden bis Dyranut – von dort aus 40 Kilometer lange Downhill-Mountainbiketour bis Eidfjord. Fahrräder wurden uns vom Veranstalter Flatearth gebracht, unser Gepäck direkt mitgenommen.

Der Abschlussabend

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Nun sind also auch in Berlin Sommerferien und bevor die Ferien beginnen, muss schon irgendetwas besonderes auf dem Programm stehen.

Vorausschauend wie wir sind, wussten wir schon drei Wochen vorher, dass es beim letzten Treffen der Jugend Gemeinde (JG) Glienicke regnen wird, weshalb auch nicht die traditionelle Fahrradtour zur nächsten Badestelle auf dem Programm stand, sondern ein „Singabend“…

Auf nach Wangerooge

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Unser diesjähriges Ferienlager wird uns nach Wangerooge führen. Los geht’s Sonntag um 7:14 Uhr mit der Bahn, die ja versprochen hat, am Wochenende nicht zu streiken…

Der Bulli wird schon am Tag zuvor gepackt. Hoffentlich passt das Gepäck von insgesamt 41 Leute da komplett rein…

Wir sind dieses mal mit 30 Kindern, 3 Betreuern, 7 jugendlichen Helfern und einer Mutter eines Diabetes-Kindes unterwegs. Knapper Teilnehmer-Rekord. Dabei sind nicht nur die Teilnehmer unserer Jungscharen, sondern auch „Externe“. Die über den Ferienspaßkalender der Stadt zu uns gefunden haben.

Eine Premiere dieses Jahr: Wir haben ein Vollverpflegungshaus. Etwas teurer, dafür aber hoffentlich stressärmer, als selber kochen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es neben der Leitung der Freizeit wirklich stressig ist, für so viele zu kochen. Etwas anderes ist es höchstens dann, wenn man extra Köche findet, die mitfahren. Aber auch dann kostet der Tisch- und Spüldienst viel Frei-Zeit.

Nach der Freizeit gibt’s hier natürlich einen ausführlichen Bericht und auf unserer HP viele Fotos!

Über Stock und Stein…

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Letzten Freitag war es wieder soweit, denn einmal im Jahr steht auf dem Gruppenprogramm eine Fahrradrallye. Es wird dabei ein Rundkurs über Waldwege ausgesucht. Je nach Teilnehmerzahl lassen wir alle Kids gleichzeitig starten, oder zeitversetzt im Abstand einer halben Minute. Je nach Länge der ausgesuchten Strecke werden einige Runden gefahren.

Im zweiten Teil steht dann Geschicklichkeitsfahren auf dem Programm.

Fahrradrallye

Über mich

Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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