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Diversität und Vielfalt in der Jugendarbeit

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In einer modernen Gesellschaft leben bedeutet, dass man auf viele verschiedene, ganz unterschiedliche Menschen trifft. Dabei gibt es einige Aspekte zu beachten, denn auch wenn viele Personen einen Teil der Gesellschaft bilden, ist dennoch jede*r eine Persönlichkeit für sich. Das gilt auch in der Jugendarbeit und ganz besonders da, denn diese jungen Menschen befinden sich an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie es mit am schwersten haben: der Identitätsfindung.

Wer sich in dieser Phase des Lebens befindet, benötigt umso mehr Unterstützung, Halt und Verständnis und da kommt ihr als Jugendleiter*innen ins Spiel. Denn der pädagogische Auftrag lautet für erwachsene Menschen, die mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten, sie so zu akzeptieren, wie sie sind und in ihrer Persönlichkeit zu beflügeln.

Dimensionen der Vielfalt

Um zu verstehen, was es heißt, Diversitäts-freundlich zu arbeiten, ist es sehr hilfreich, sich zunächst mit den verschiedenen Dimensionen der Vielfalt zu beschäftigen. Hier bekommt ihr ein klares Bild, womit ihr es zu tun habt, wenn euch das Thema in der Jugendarbeit am Herzen liegt.

Der zentrale Mittelpunkt in dieser Dimension ist die Persönlichkeit des jungen Heranwachsenden. Von dieser gehen dann die sogenannten Kerndimensionen aus, welche am meisten Einfluss auf das Individuum nehmen.

Zunächst ist da das Alter. Denn ob jemand 8, 14 oder 16 Jahre alt ist, ist entscheidend für seine Lebenswelt, seine Kompetenzen und Erfahrungen. So gehen die Interessen beispielsweise mit 14 Jahren erst in Richtung Hobby, Schulnoten und Freundeskreis und mit 16 steht dann der*die erste*r Freund*in sowie meist erste sexuelle Erfahrungen an. Werdet euch also darüber bewusst, was bei den Teilnehmer*innen eurer Gruppe im Leben vor sich geht.

Es folgt die ethische Herkunft, die Nationalität, die Religion und Weltanschauung, welche im Leben wichtige Rollen einnehmen. Denn je nach Zugehörigkeit richtet sich das Leben der Jugendlichen an diese Gegebenheiten mehr oder weniger aus. Dazu gehören beispielsweise Besuche in Gotteshäuser oder spezielle Rituale, die ab einem bestimmten Alter als selbstverständlich gehalten werden oder seit Kindheitstagen an in Familien gelebt wurden. Im Jugendalter findet damit auch eine stärkere Auseinandersetzung mit dem Glauben ein und die eigene Sicht auf die Dinge des Alltags verfestigt sich.

Die soziale Zugehörigkeit ist ebenfalls ein wichtiger Faktor in der Diversität. Wo gehöre ich dazu? Welchen Gruppen möchte ich mich anschließen und wie bin ich aufgewachsen? Es spielt neben dem Freundeskreis auch eine wichtige Rolle, in welchen Verhältnissen man aufgewachsen ist. Vermeidet dabei aber unbedingt die Stigmatisierung, denn nur weil jemand mit wenig Geld aufgewachsen ist, heißt das noch lange nicht, dass er oder sie das Abitur nicht schaffen kann. Im Gegenteil, so etwas kann nämlich auch als Ansporn dienen. Die soziale Herkunft kann aber Einfluss darauf haben, ob eure Angebote genutzt werden können. So können zu hohe Mitgliedsbeiträge dafür sorgen, dass Kindern und Jugendlichen aus sozial-schwachen Familien sich diese nicht leisten können.

Ein weiterer Punkt sind die geistigen und körperlichen Fähigkeiten. Manchen Menschen sind bestimmte Dinge in die Wiege gelegt worden und manchen eben nicht. In der Medizin wird deshalb der IQ gemessen, jede*r muss also unterschiedliche Anforderungen mit unterschiedlichen Ressourcen bewältigen. Das beste Beispiel dafür ist die Schule. So gibt es Schüler*innen, die gut auswendig lernen können und welche, die sich hiermit sehr schwertun und mehr in Sachen logischem Denken vorankommen.

Der mit wichtigste Punkt bei den Jugendlichen ist die sexuelle Orientierung sowie das Geschlecht und die Geschlechtsidentität. Erstes beschreibt die Neigung zu anderen Menschen, also beispielsweise ob jemand hetero-, homo-, bi- oder pansexuell ist. Dies manifestiert sich meistens im Jugendalter. Das biologische Geschlecht ist das, womit der*die Jugendliche geboren wurde, und die Geschlechtsidentität (auch soziales Geschlecht) beschreibt die Identifikation eines Geschlechts, also ob man sich als Junge oder Mädchen fühlt oder sich keiner klassischen Geschlechterrolle zugehörig fühlt.

Es folgt dann die äußere Ebene, die zwar keinen massiven, aber immer noch einprägenden Einfluss auf die Jugendlichen hat. Dazu zählt beispielsweise die geografische Lage. Jugendliche in Berlin verhalten sich vermutlich anders als Jugendliche aus Bayern, die in einem kleinen Dorf aufgewachsen sind, wo jede*r jede*n kennt. Die Lebensumstände gehören ebenfalls dazu.

Wie schon angedeutet ist auch der finanzielle Aspekt ein wichtiger Punkt, also das Einkommen. Bei Jugendlichen ist das eher weniger vorhanden, allerdings kann das Aufbessern des Taschengelds durch kleine Arbeiten eine Wirkung auf die Identität des Jugendlichen haben und hierbei unterscheidet man auch über kleine Jobs mit Verantwortung wie Babysitting oder Berufe, die körperliche Anstrengungen verursachen, wie beispielsweise das Tragen der Einkäufe für Hilfsbedürftige.

Gewohnheiten und Freizeit werden sowohl durch einen solchen Job, aber auch durch Hobbys geprägt. So kann eine Persönlichkeit sich durch viel Zeit am PC als auch beim Sport stark lenken lassen. Und bei beidem gilt sowohl positiv als auch negativ. Nur weil ein*e Jugendliche*r gerne Zeit im Haus verbringt, muss das nicht heißen, dass das was Schlechtes ist. Genau so kann Sport zu viel werden, aber auch als positive Eigenschaften gelten. Wichtig ist, sich das Gesamtbild anzuschauen und den jungen Menschen nicht für das, was er mag, zu verurteilen.

Die Eltern und das familiäre Umfeld sind natürlich auch sehr wichtig im Leben eines jungen Menschen. Langsam kapselt sich dieser nämlich von den Eltern ab und übernimmt nach und nach immer mehr Verantwortung für sich selbst und andere. Doch nicht jede*r Jugendliche kommt aus einem guten Elternhaus und auch das sollet ihr berücksichtigen.

Vielfalt in der Gesellschaft

Nicht immer kommt eine vielfältige Gesellschaft mit unterschiedlichen Personen und vor allem vielfältigen Personengruppen in der Gesellschaft gut an. Entspricht man nicht den Normen und funktioniert man nicht so, wie man aus Sicht der Gesellschaft sollte, wird man schief angeschaut. Dabei ist gerade die Vielfalt in der gesamten Gesellschaft deutlich erkennbar und ist eine Stärke, denn so kann jede*r die Sicht auf ein Problem einbringen und zur Lösung beitragen.

Jugendlichen müssen lernen, mit diesem Denken der Menschen zurechtzukommen und sich trotzdem selbst treu zu bleiben und da spielt dann die richtige Umgangsweise in der Jugendarbeit mit diesem Thema eine wichtige Rolle. 

Diversität und Vielfalt in der Jugendarbeit und ihre Handlungsfelder

Das größte Handlungsfeld in der Jugendarbeit zu diesem Thema ist wohl Ausgrenzung und Mobbing. “Menschen, die sich nicht wie ich verhalten, sind komisch.” So ist eine Denkweise von Jugendlichen, was natürlich so nicht stimmt, aber leider von Erwachsenen oft auch vorgelebt wird. Menschen unterscheiden sich und sind in ihrem Verhalten total unterschiedlich und das ist auch gut so und eben diese Ansätze sollten in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vertieft und mitgeteilt werden.

Vorbeugende Maßnahmen wie Aufklärungsgespräche, Diskussionsrunden und teamfördernde Spiele können helfen, dieses Einstellungen zu diskutieren und in eine offene, progressive Weise zu verändern.

Gleichzeitig gilt es aber auch, die eigenen Angebote, die Kommunikation und die Zusammensetzung des Teams zu hinterfragen und zu schauen, ob die Strukturen und Angebote offen für alle sind, ob hier diskriminierende oder einschränkende Faktoren vorherrschen und ob und wie diese verändert werden können. Ein Beispiel sind die schon oben erwähnten finanziellen Aspekte, die die Angebote für sozial-schwache Familien nicht zugänglich machen. 

Auch sollte betrachtet werden, ob klassische Geschlechterrollen in den eigenen Angeboten manifestiert werden oder ob es möglich ist, auch Personen, die nicht klassischen Geschlechterrollen entsprechen, oder die nicht heterosexuell sind, in die Arbeit gleichberechtigt einzubeziehen.

Das gilt es bei diversitäts-sensible Jugendarbeit zu beachten

Wenn es euch wichtig ist, die Arbeit mit Ansätzen von Vielfalt und Diversität durchzuführen, ist vor allem eins wichtig: Verständnis! Jede*r ist anders und jede*r bringt andere Voraussetzungen mit sich. Dabei gleicht sich niemand in eurer Gruppe und deswegen muss ein gewisses Verständnis eurerseits vorliegen, damit ihr dieses auch an die Jugendlichen weitergeben könnt.

Hört den Jugendlichen zu und bietet ihnen ein offenes Ohr an. Zeigt kein negatives Verhalten auf diese Aspekte und bestärkt sie in ihrem Sein, um so die wertvollen Werte der Vielfalt weiterzuvermitteln. Ihr lebt das Beispiel vor und das prägt sich bei den jungen Teilnehmer*innen eurer Gruppe ein.

Entsprechende Angebote, die diese Thematik unterstützen, sind ebenfalls wichtig. Teamspiele, Vertrauenstests, gemeinsame Lösungsansätze bei Problemen mit Kompromissen und Diskussionsrunden zu beliebten Themen sind ebenfalls Möglichkeiten, um ins Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen zu kommen und um ihnen zu zeigen, dass euch eine offene und liberale Gesellschaft wichtig ist und niemand in dieser diskriminiert werden sollte. Bezieht die Meinungen der jungen Menschen mit in euer Programm ein und bietet Raum für Fragen und Antworten, um so eine pädagogisch wertvolle Arbeit zu gewährleisten.

Dieser Artikel ist ein erster Versuch, die Themen Diversität, Gleichberechtigung und Toleranz aufzubereiten. Mehr Inhalte dazu findet ihr bereits jetzt im Blog oder kommen in den nächsten Wochen und Monaten.

ein Didgeridoo zum Musizieren bauen

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Ihr wollt heute gemeinsam ein einfaches Musikinstrument herstellen, welches zu fast jedem Lied gespielt werden kann: das Didgeridoo. Dieses Instrument stammt von den Ureinwohnern Australiens und untermalt die dort traditionellen Gesänge und Tänze. Mit nur wenigen Utensilien lässt sich dieses traditionelle Instrument aus dem Land der Koalas und Kängurus selbst basteln. Hier erfahrt ihr wie.

Setzt euch gemeinsam an einen großen Tisch, an dem jede*r von euch ausreichend Platz hat. Dann legt ihr die Küchen- bzw. Klopapierrollen zusammen, sodass ihr mindestens 70 cm pro Didgeridoo erhaltet. Um die Rollen dann zu verbinden, nehmt ihr euch mehrere kleine Stücke Backpapier, bestreicht es von einer Seite mit ausreichend Kleber und verbindet so die einzelnen Rollen miteinander, indem ihr also die Backpapierstücke über die Lücken klebt. Dadurch werden die Rollen festgehalten.

Lasst den Kleber für ein paar Minuten gut trocknen. Dann kann es auch schon an das Gestalten eures Instrumentes gehen. Dazu könnt ihr Wasserfarben, Acrylfarben, Wachsmalstifte oder auch Filzstifte verwenden. Hauptsache, euch gefällt euer Instrument im Anschluss. Gerne könnt ihr es auch mit einem Muster versehen oder mit schicken Accessoires wie Federn oder Perlen bestücken, je nachdem, was euch zur Verfügung steht.

Nehmt euch nun den Luftballon vor und schneidet den Hals ab. Stülpt dieses nun über das eine Ende des Didgeridoos. Dies soll später zum Mundstück werden, wenn ihr anfangt, mit euren Unikaten zu musizieren.

Probiert es schon mal aus, pustet in die Öffnung hinein und lauscht dem Geräusch, welches dadurch entsteht. Habt ihr dieses, oder vielleicht ein ähnliches Geräusch, schonmal gehört?

Nun könnt ihr euch zusammen Lieder aussuchen, zu dessen Tönen ihr versucht zu spielen. Ihr könnt die Gruppe auch in zwei aufteilen, sodass erst die eine Gruppe singen muss, während die andere musiziert und dann andersherum.

Materialien pro Didgeridoo

  • mehrere Klopapier- bzw. Küchenpapierrollen (insgesamt eine Länge von mindestens 70 cm)
  • braunes Backpapier
  • ein Luftballon
  • Stifte oder Wasserfarben
  • Schere
  • Kleber

Gruselgeschichte: Um Mitternacht

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Es schlug 0 Uhr. Es war Mitternacht. Merkwürdige Geräusche waren zu hören. Es knackte. Der Wind heulte. Lisa und Jan lagen in ihren Betten und versteckten sich unter ihren Decken. Sie zitterten vor Angst. “Jan, kannst du schnell das Licht anschalten?”, fragte Lisa ihren jüngeren Bruder. Lisa war 12 Jahre alt. Ihr Bruder Jan war 7. “Das Licht funktioniert nicht mehr. Alles ist ausgeschalten.”, antwortete Jan seiner Schwester. Beiden war die Angst und Hilflosigkeit mitten ins Gesicht geschrieben. Lisa traute sich nicht aus der Bettdecke hervorzukriechen. “Es ist gruselig, Jan. Ich habe Angst.”, sagte sie. Die Geräusche wurden immer intensiver. Auf einmal klopfte es gegen das Fenster. Es hörte sich an wie Peitschenschläge. Zisch. Peng. Zisch und Peng. Es hörte nicht auf. Lisa und Jan waren in ihrem Kinderzimmer. ” Was können wir nur tun?”, fragte Lisa. “Ich habe eine Idee.”, antwortete Jan. Obwohl Jan ganze 5 Jahre jünger war, als Lisa, nahm er all seinen Mut zusammen und sprang aus seinem Bett. “Ich hole die Taschenlampe aus dem Keller.”, entschied Jan. “Lass mich nicht allein Jan.” Jan überlegte kurz und antwortete: ” Gut. Dann komm mit Lisa. Wir gehen zusammen in den Keller, um die Taschenlampe zu holen.” 
“Sei vorsichtig, Jan. Was ist, wenn etwas passiert. Vielleicht ist es ein Dieb oder ein Gespenst.” “Quatsch. Gespenster gibt es nicht. Und ein Dieb macht andere Geräusche.”, antwortete Jan und versuchte seiner Schwester Mut zu machen, obwohl er selbst sehr unsicher war und sich mulmig fühlte. Jan und Lisa hielten sich fest und gingen gemeinsam die Kellertreppe hinunter. Auch dort im Keller funktionierte das Licht nicht. Beide bekamen nur noch mehr Angst. Die Treppenstufen knarrten fürchterlich. Lisa fand die Taschenlampe. Sie lag direkt neben der Kellertreppe, unten im Regal. “Ich habe die Taschenlampe gefunden, Jan.”, freute sich Lisa. “Schnell, knipse sie an.”, bat Jan. ” Ich schaffe es nicht Jan. Meine Hände zittern vor Angst.”
Jan nahm die Taschenlampe aus Lisa`s zittrigen Händen und schaltete sie an. ” Super. Sie funktioniert noch.”
Hand in Hand gingen beide, so schnell sie nur konnten, wieder zurück nach oben, in ihr Zimmer. Sie krochen gemeinsam unter Jan`s Bettdecke. ” Was machen wir jetzt?”, fragte Jan. ” Wir müssen herausfinden, woher die Geräusche kommen.”, antwortete Lisa. ” Traust du dich, das Fenster zu öffnen und hinaus zu sehen ?”, fragte Lisa. Doch beide wollten nicht noch einmal aus ihrem sicheren Bett hervor kommen. ” Können wir nicht gemeinsam das Fenster öffnen? Dann sind wir nicht allein.”, erwiderte Jan. ” Ja. So machen wir das. Du öffnest das Fenster Jan und ich leuchte hinaus.”
“Abgemacht.” Jan stieg aus dem Bett. Lisa auch. Dann öffnete Jan schaudernd das Fenster. “Jetzt Lisa. Schnell, leuchte dorthin.”
Lisa hielt die Taschenlampe in der Hand und leuchtete erst nach links und dann nach rechts.
“Jan. Ich erkenne es. Die Geräusche kommen von den Ästen dort, an den Fichtenbäumen. Siehst du die Äste, die aufeinander schlagen?”, stotterte Lisa erleichtert. ” Ja. Ich sehe es jetzt auch. Es sind nur die Äste, die solche gruseligen Geräusche machen.”, erwiderte Jan.
Als beide sicher waren, dass es nur der Wind war, der die Baumäste zusammenschlagen ließ und diese furchterregenden Geräusche verursachte, waren sie sehr froh und erleichtert. 
“Siehst du Jan. Ich wusste von Anfang an, dass es nur der Wind war und kein Dieb, oder Gespenst.”
” Doch Lisa. Du hattest genauso viel Angst, wie ich. Gib es zu.”
“Das stimmt, Jan. Ich hatte auch furchtbare Angst. Aber wir haben zusammen gehalten und festgestellt, dass es keinen Grund gibt, sich zu fürchten.”

Video: eine Magic-Box basteln

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Das wird eine große Überraschung, denn niemand kann ahnen, was aus dieser Magic-Box herausspringen wird. Viel Freude und Kreativität beim Nachbasteln!

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Projekt: Mini-Beamer herstellen

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Mit dieser Projekt-Idee bekommt ihr vermutlich jede*n Teilnehmer*in begeistert. Denn heute wollt ihr einen eigenen Beamer bauen, der sogar durch seine Handlichkeit für unterwegs geeignet ist. Das Coole an diesem Produkt ist auch noch, dass es sich um ein Upcycling-Produkt handelt und ihr sogar noch etwas Gutes für die Umwelt tut. Also dann mal los.

Als Erstes nehmt ihr euch den Schuhkarton vor. Stellt ihn auf die kurze, seitliche Fläche, sodass er euch mit der anderen kleinen Fläche der Seite entgegen ragt. Legt die Lupe so gut es geht in die Mitte und malt mit einem Bleistift um die Linse der Lupe herum. Nun schneidet ihr den Kreis mithilfe des Cutter- oder Teppichmessers aus. Bemalt den Karton von innen nun vollständig schwarz und lasst ihn in der Sonne trocknen.

Mit dem Klebeband wird nun die Lupe sorgfältig von innen in den Karton geklebt. Verarbeitet die Lupe besonders sorgfältig, sodass kein Licht in den Schuhkarton fallen kann, die Linse lasst ihr beim Bekleben aber natürlich aus. Gegenüber der Linse schneidet ihr nun noch ein minimales Loch in den Karton, durch das ihr das Ladekabel des Smartphones ggf. stecken könnt. 

Mit einer Zange wird nun die Büroklammer so umgeformt, dass ihr eine Halterung für euer Handy erhaltet. Achtet also z.B. auf zwei stabile Standbeine.

Die Linse wird das Bild des Smartphones verkehrt herum wiedergeben, daher benötigt ihr eine App, welche das vorab tut, sodass das Bild direkt richtig angezeigt wird. Screen Rotation Control oder Ultimate Rotation Control eignen sich hierfür beispielsweise gut und am Iphone könnt ihr dies über Einstellungen -> Allgemein -> Bedienungshilfen -> AssistiveTouch einrichten.

Richtet das Smartphone nun in dem Beamer richtig aus und sorgt durch vor- bzw. zurückschieben der Gerätschaft für den passenden Fokus an der Wand, an welcher ihr den Beamer austesten wollt. Gerne könnt ihr dazu auch schon das Licht ausmachen. Schließt nun den Karton so “lichtdicht” es geht ab und lasst ein Video oder einen Film eurer Wahl abspielen.

Und fertig ist euer eigens gebauter Beamer.

Materialien

  • ein Schuhkarton
  • eine kleine Lupe
  • eine Büroklammer
  • ein Smartphone
  • ein Cutter-/Teppichmesser
  • schwarzes Klebeband
  • Bleistift
  • schwarze Farbe, Pinsel
  • Zange

Abenteuer-Spiel: “… allein zu Haus”

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Ausgelegt ist dieses Spiel für mindestens 45 Minuten (je nach eurer Auslegung) und eignet sich für die Zielgruppe von Kindern zwischen 8 und 14 Jahren. Anwenden könnt ihr dieses beispielsweise in einer Gruppenstunde oder dem Ferienlager, aber auch für Kindergeburtstage ist die Aktivität hervorragend geeignet.

Die Teilnehmer*innen sollen hier, ähnlich wie bei “Kevin allein zu Haus”, einen Einbruch verhindern, in dem verschiedene Spiele gespielt und Aktivitäten durchgeführt werden. Vergleichbar ist das Programm mit einem Spaß-Abenteuer und verfolgt eine kleine Geschichte, auf die ihr die Kinder immer wieder hinweist.

Hinweise zur Vorbereitung

Bereitet die einzelnen Spiele und Aktivitäten soweit es geht vor, sodass ihr möglichst direkt die Spiele der Reihe nach durchführen könnt. Das beginnt mit einer kleinen Aufwärmrunde, in der ihr erst friedlich miteinander ein Kettenreaktionsspiel spielt. Dann bemerkt ihr, dass sich jemand Unbefugtes in euren vier Wänden befindet und ihr euch zusammenfinden müsst. Leider werden aber manche Kinder von euch gefangen und müssen wieder befreit werden, bevor es dann an das Einfangen des Einbrechers geht. Dieses stellt ihr auch mit einem lustigen Spiel nach.

Ganz am Ende gibt es dann noch eine Belohnung von der Polizei für das Fangen des Einbrechers und an der Stelle könnt ihr dann auch eine kleine Reflexionsrunde mit einbeziehen.

Materialien
– Musik
– Zettel mit verschiedenen Nachnamen, alle aber zwei bis viermal vorkommend
– Decke
– Puppe (als Einbrecher verkleidet)
– Belohnung der Polizei (Süßigkeiten, Danksagung als Brief)

Aufwärmrunde – der fallende Kreis

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Ihr wollt zusammen einen ruhigen und wunderbaren Nachmittag miteinander verbringen und deswegen beginnt ihr das Programm mit einem lustigen Aufwärmspiel, dass an ein Kettenreaktionsspiel erinnert.
Dazu stellt ihr euch zunächst in einem Kreis auf, Schulter an Schulter und schaut dabei in die Mitte des Kreises. Die Köpfe sind nach unten geneigt und auf ein Kommando, dass von euch kommt, sucht sich jede*r unabhängig voneinander ein Kind aus, dass er*sie anschaut. Schauen sich dabei zwei gleiche Kinder an, kippen sie nach hinten und scheiden für den Rest der Runde aus. Nun geht das Spiel von vorne los und der Kreis rückt immer wieder näher zusammen, bis nur noch maximal zwei Kinder im Kreis stehen. Diese gewinnen dann die Runde.
Wiederholt das Spiel nach Belieben.

Hier Meyer! – findet euch zusammen

Doch was ist das! Von wegen, ein ruhiger und wunderbarer Nachmittag, es hat sich jemand in euer Haus geschlichen, der hier definitiv nicht hingehört: ein Einbrecher! Dem wollt ihr nun auf die Spur kommen, aber dazu müsst ihr euch erst einmal versammeln.
Es folgt nun das Spiel “Hier Meyer!” und dazu verteilt ihr die vorbereiteten Zettel, auf denen jeweils ein Nachname vorkommt, der sich auf “Meyer” reimt, also z.B.: Gaier, Schleier, Leier, Reier, Maier …
Jeder Name sollte zwei bis viermal vorkommen, denn es sollen sich gleich Gruppen bilden. Doch zunächst bewegen sich alle frei durch den Raum, sobald sie einen Zettel mit ihrem vorübergehenden neuen Nachnamen erhalten haben, den sie aber auch niemanden zeigen dürfen. Im Hintergrund spielt ruhige Musik und sobald ihr “Hier Meyer” ruft, müssen sich alle Nachnamensgruppen nur durchzurufen und absprechen zusammenfinden.
Gerne könnt ihr im Anschluss die Zettel neu verteilen und eine weitere Runde spielen. Vielleicht spielt ihr ja auch so lange, bis ihr eine Bestzeit erreicht habt.

Quatschfangen – aus den Klauen des Einbrechers befreien

Ihr habt euch zwar zusammengefunden, aber einige Kinder wurden gefangen, die nun aus den Klauen des Einbrechers wieder befreit werden müssen. Das Ganze spielt sich in einem Fangspiel ab.
Zwei Fänger*innen sind die Einbrecher und fangen so viele Kinder wie möglich. Wer gefangen wird, nimmt eine lustige Pose ein und kann nur befreit werden, wenn ein frei laufendes Kind dieselbe Pose direkt vor ihm*ihr einnimmt. Rotiert die Fänger*innen gerne durch, sodass mehrere Kinder die Möglichkeit bekommen, die anderen zu fangen.

Das Fangnetz – wir fangen den Einbrecher

Endlich sind alle Kinder wieder befreit, jetzt wollt ihr euch den Einbrecher vorknöpfen, indem ihr diesen einfangt und mit einem Netz fangt.
Dazu liegt, sitzt oder steht in einer Ecke des Raumes eine Puppe oder ein Plüschtier als Einbrecher gekleidet. Ihr stellt euch nun auf eine Decke (das Fangnetz) und müsst diese umdrehen, ohne den Boden zu berühren. Dazu müssen die Kinder kreativ werden und sobald sie es geschafft haben, dürfen sie von der Decke runter und alle gemeinsam auf den Verbrecher werfen.
Dieser ist nun gefangen und wird später von der Polizei eingesammelt und hinter Gitter gebracht.

Belohnung von der Polizei

Puh, war das vielleicht aufregend und spannend, schließlich fängt man einen Einbrecher ja auch nicht jeden Tag ein. Deswegen hat die Polizei einen kleinen Brief hinterlassen und Belohnungen für die tapferen Verbrechensbekämpfer*innen.
Die Belohnungen könnten Bücher, Süßigkeiten, kleine Spielzeuge oder andere beliebte Dinge der Kinder sein. Wichtig ist, dass diese gleichgerecht aufgeteilt werden. Wenn es etwas zum Essen als Belohnung gibt, könnt ihr beim gemeinsamen Essen dieser Belohnung auch eine Reflexionsrunde einbauen und die Kinder fragen, wie sie die Aktivität wahrgenommen haben, wie sie sich gerade fühlen und ob sie so etwas in Zukunft gerne öfter spielen würden.

Eine Idee für die Danksagung von der Polizei an die Kinder:

“Liebe Verbrechensbekämpfer und Verbrechensbekämpferinnen,
die Polizei möchte sich ganz herzlich für euren Mut und euren Tatendrang bedanken. Ohne euch hätten wir den Einbrecher niemals schnappen können. Als kleines Dankeschön haben wir euch eine Belohnung hinterlassen, die euch hoffentlich eine Menge Freude bereiten wird.
Bleibt freundlich, nett und gut!

Eure Polizei”

Schleckmuscheln selbst herstellen

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Ihr als Jugendleiter*innen kennt sie vermutlich noch besonders gut aus euren Kindertagen: die Schleckmuscheln. Hierbei handelt es sich bei den gekauften Stücken um Plastikmuscheln, welche mit einer klebrigen Zucker-Substanz gefüllt sind, die sich aus der Muschel herausschlecken lässt. Der Geschmack ähnelt dem eines Lollis.

Heute wollt ihr diese Leckerei zusammen mit eurer Meute herstellen. Dazu braucht ihr auch nur drei Zutaten.

Für die Muscheln versammelt ihr euch am besten in einer Küche, in welcher es genügend Platz, einen Backofen und ein großes Spülbecken gibt. Auch ein Herd sollte vorhanden sein.

Nehmt euch nun jeder die Muschel-Hälften vor und bürstet sie so gut aus, dass sie sauber sind. Anschließend gebt ihr sie für 5 Minuten zum Auskochen in heißes Wasser. Sie müssen hinterher ganz sauber und rein sein. Nun nehmt ihr die Muscheln, legt sie auf ein Backblech und legt die Fruchtbonbons in die Muscheln. Diese werden nun bei 200 Grad für 10-15 Minuten gut im Ofen beobachtet, bis die Bonbons vollständig geschmolzen sind.

Solltet ihr die Bonbonmasse selbst herstellen wollen, müsst ihr in einem Topf den Zucker zusammen mit dem Sirup unter ständigem Umrühren zum Kochen bringen. Das dauert ca. 5-10 Minuten. Anschließend kann die klebrige Masse in die Muscheln gefüllt werden.

In beiden Fällen gilt anschließend: Abkühlen und Aushärten lassen, bevor ihr die fruchtig süße Klebrigkeit genießt. Natürlich dürft ihr die Muscheln dann auch direkt probieren und hübsch im Papier eingepackt, könnt ihr sie sogar verschenken oder für kleine Spenden verkaufen.

Haben euch die Schleckmuscheln geschmeckt? Viel Spaß und lasst es euch schmecken.

Materialien

  • Jakobsmuscheln
  • 100 g Zucker
  • 6 EL Sirup mit Geschmack eurer Wahl oder ungefüllte Fruchtbonbons
  • Esslöffel
  • Bürste (zum Schrubben der Muscheln)
  • Backblech
  • Kochtopf
  • Wasser

Bastelbogen: Ein Oktopus aus Papier

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Ein Tier unter Wasser, das viele Arme hat? Klingt gruselig und beängstigend? Keine Angst, wenn es sich um meinen neuen Oktopus aus Papier handelt, den ihr hier nachbasteln könnt. Für ältere Kinder ist der Bastelbogen in ca. 30min bastelbar.

Der Bogen ist super für Gruppenstunden, Kindergärten und Familien. Also, ausdrucken, ausschneiden, kleben und loslegen.

Für alle Steady-Mitglieder gibt es den Bastelbogen als Download kostenlos am Ende des Artikels. Wer noch kein Mitglied ist, den möchte ich herzlich einladen, mich auf Steady mit einem kleinem finanziellen Beitrag monatlich zu unterstützen. Nur durch diese Mitgliedschaften ist es mir möglich, so viele kreative Inhalte, Tipps und Ideen für Jugendleiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit anzubieten. Ich hoffe, ich kann dich dafür gewinnen, auch eine Mitgliedschaft abzuschließen, und mich in meinen Vorhaben, wöchentlich neues Material für Jugendleiter*innen anzubieten, zu unterstützen. Wenn du dazu Fragen hast, schau dir meine Steady-Seite an oder schick mir eine E-Mail.

Download des Bastelbogens “Oktopus”

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Nutze den Bastelbogen, lade ihn herunter und berichte unbedingt in den Kommentaren zu diesem Artikel, wie das Basteln gelungen ist. Gerne kannst du Bilder des Oktopus auch auf Instagram posten, vergiss dann aber nicht, meinen Account dort zu taggen (@jugendleiter), damit ich das Ergebnis auch sehen kann. Ich bin gespannt auf dein Feedback. Weitere Bastelbögen sind in der Vorbereitung und werden in den kommenden Wochen hier im Blog veröffentlicht oder sind bereits oben verlinkt.

Viel Spaß beim Basteln und Kleben!

Du hast Ideen für weitere Bastelbögen oder DIY-Ideen? Auch dann schick mir eine Nachricht oder kommentiere diesen Artikel. Ich bin auf deine Ideen gespannt.

Viele weitere Bögen zum Ausschneiden und Zusammenkleben findest du bereits hier im Blog.

Trend-Kolumne 5/2022: Was bewegt Jugendliche?

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Die junge Generation ist wohl zukunftsorientierter als je zuvor. Dass ihre Welt zurzeit von Krieg und einer Pandemie bestimmt wird, tut dem keinen Abbruch: Nach wie vor wollen die Jugendlichen reisen, leben und sich eine Zukunft aufbauen. Leicht fällt ihnen das allerdings nicht.

Der Ukraine-Konflikt bleibt das größte Thema

Seit dem Jahr 2020 wird in halbjährlichen Abständen die Trendstudie “Jugend in Deutschland” durchgeführt. In ihrer aktuellen Ausgabe zeigt sie vor allem, dass die Angst vor dem Ukraine-Krieg nach wie vor das wichtigste Thema ist. Rund ein Viertel der Jugendlichen sorgt sich darum, einen Krieg im eigenen Land zu erleben oder gar zum Militär eingezogen zu werden. Trotzdem vertreten die meisten Jugendlichen pazifistische Ansichten. Aufrüstungen oder Waffenlieferungen finden hier keinen Anklang. 

Jugendliche fühlen sich gestresst

Doch auch abseits des Krieges werden die Jugendlichen von negativen Gefühlen geplagt. In der Trendstudie gab fast die Hälfte aller Befragten an, sich gestresst zu fühlen. Auch antriebslose, depressive Zustände nehmen zu. Bei vielen Jugendlichen ist das auf die Schule oder die Ausbildung zurückzuführen. Aber auch soziale Medien und die eigenen Ansprüche setzen die Teenager unter Druck: Viele von ihnen haben Angst, nicht den richtigen Beruf zu wählen, später vielleicht nicht glücklich zu sein oder jemanden zu enttäuschen.

Geldsorgen werden ein immer größeres Problem

Die Angst vor der Zukunft begründet sich auch immer mehr durch Geldsorgen, wie die “MetallRente Studie” der IG Metall zeigt. Zwar halten viele Jugendliche Reichtum nicht mehr für erstrebenswert, ein gutes Leben wollen sie sich aber dennoch leisten können – und schon daran könnte es scheitern.

78 Prozent der Befragten im Alter von 17 bis 27 Jahren gaben an, sich vor Altersarmut zu fürchten. Auch sind sich rund ein Viertel der Jugendlichen nicht sicher, ob sie überhaupt genug Geld haben werden, um eine Familie zu gründen. Wohl deshalb hat sich der Anteil der jungen Erwachsenen, die ihr Geld in Aktien und Fonds anlegen, seit 2016 mehr als verdreifacht. Das funktioniert jedoch nicht für alle: Laut der Studie spart einer von sieben Jugendlichen überhaupt nicht, weil das komplette Geld zum Leben benötigt wird.

Politiker*innen treffen die falschen Entscheidungen

Eines ist fast allen Trendstudien gemein: Jugendliche glauben nicht an die wirtschaftliche und politische Entwicklung ihres Landes. Laut der Trendstudie “Jugend in Deutschland” nimmt der Großteil der 14- bis 29-Jährigen an, dass es in Zukunft eher bergab als bergauf gehen wird. 

Dabei haben sie vor allem Angst, überhört zu werden. Möglicherweise wissen die Politiker*innen nicht, was junge Menschen wollen und brauchen oder interessieren sich nicht dafür. Mehrheitlich fordern die Jugendlichen vom Staat mehr Verantwortung. Nicht nur die Klimapolitik solle sich bessern, sondern auch das Bildungs- und Rentensystem. Und natürlich: Die Diskriminierung von Frauen und Queers muss endlich aufhören.

Reisen sind wieder interessant für Teenager

Die gute Nachricht: Die Jugend reist wieder. Das zeigt eine von den Trendforscher*innen bei nextpractice und dem Center for Innovation & Sustainability in Tourism e.V. durchgeführte Studie. Hier gaben zahlreiche Jugendliche an, sowohl an Inlands- als auch an Auslandsreisen sehr interessiert zu sein. Anklang findet vor allem der Gedanke an Zugfahrten, Camping und Fahrradtouren. Besonders wichtig: Im Mittelpunkt stehen für die Jugendlichen das Erleben eigener Freiheit und das Verreisen mit Freund*innen. Das perfekte Reiseziel darf deshalb ruhig in den Hintergrund treten.

Video: ein Flugzeug basteln

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Jetzt könnt ihr abheben: Bastelt diese Flugzeuge aus Papier und einen leeren Klopapierrolle und schon könnt ihr abheben. Geklebt an einen Stiel könnt ihr dann alle gemeinsam eine Runde durch das Kinderzimmer oder den Gruppenraum fliegen.

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Foodwaste: Restekochen – Gemeinsam leckere Gerichte kochen

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Das Thema “verschwendete Lebensmittel” kommt immer wieder auf, egal ob im Zusammenhang mit Einkaufsmärkten, die zu viele abgelaufene Lebensmittel vernichten müssen oder in privaten Haushalten, in denen einfach zu viel gekauft wird oder nicht genügend Reste verwertet werden. Sensibilisiert eure Meute zu diesem Thema, um diesem Problem entgegenzuwirken.

Was ist Foodwaste?

Unter Foodwaste versteht man so viel wie das Wegwerfen von Lebensmitteln, die aber eigentlich noch zum Verzehr geeignet sind. Neben den verschwendeten und weggeworfenen Lebensmitteln werden hierbei auch Ressourcen wie Energie, Wasser und Wärme verschwendet.

Was können wir gegen Foodwaste tun?

Hier ist eine kleine Liste, wie Foodwaste verhindert werden kann. Diese kann gerne auch von den Kindern und Jugendlichen an die Familie und Freunde weitergegeben werden:

  • geplant und mit Köpfchen Einkaufen
  • bevorzugt Produkte aus der Region kaufen
  • einen Tag in der Woche mit Resten kochen und diese verwerten
  • kleinere Mengen kochen
  • Reste in Suppen und Salaten verarbeiten

Wir veranstalten ein Restekochen

Hierbei bringt jede*r etwas von zu Hause mit, was beispielsweise in naher Zeit abläuft bzw. nicht mehr genießbar ist. Gerne dürfen das auch mehrere Zutaten sein. Hier sind für euch zwei typische Foodwaste-Rezepte.

Pasta-Gemüse-Auflauf für 4 Personen

  • 300 g Pasta
  • 1 Brokkoli
  • 2 Karotten
  • 2 Scheiben Käse
  • 20 ml Milch
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer und Bouillon

Die Karotten und der Brokkoli werden klein geschnitten und in einer Pfanne mit etwas Bouillon angedünstet. Die Pasta wird gekocht und in eine Auflaufform gegeben.

Die Milch und das Ei werden mit etwas Salz und Pfeffer verquirlt. Nun wird das Gemüse vom Herd genommen und abgegossen. Gebt das Gemüse dann zusammen mit der verquirlten Flüssigkeit ebenfalls in die Auflaufform. Vermischt alles miteinander und legt bzw. streut nun noch den Käse oben drauf. Nun muss der Auflauf nur noch bei 220 °C gebacken werden, bis der Käse goldbraun ist.

Der Brotauflauf

  • 250g hartes Brot
  • 1 Zwiebel
  • 5 Tomaten
  • 2 Becher Creme Fraiche
  • 3 EL Milch
  • 3 Eier
  • 80g Mozzarella, gerieben
  • etwas Basilikum
  • Salz und Pfeffer

Das Brot, die Tomaten und die Zwiebeln werden in kleine Stücke geschnitten und anschließend in die Auflaufform gegeben. Die Milch wird mit den Eiern und der Creme Fraiche gut vermischt. Anschließend kommen noch die Gewürze und das Basilikum hinzu. Verteilt den Käse über den Auflauf und lasst das Ganze bei 180 °C für ungefähr 30 bis 40 Minuten garen.

Es gibt übrigens eine Internetseite, die genau auf dieses Thema ausgelegt ist. Ihr gebt einfach die Zutaten, die euch zur Verfügung stehen, ein und schon zeigt euch die Seite, welche Rezepte euch zur Verfügung stehen. Hier findet ihr den Link der Seite:

https://restegourmet.de/

Materialien

  • Reste von zu hause
  • Kochutensilien

Lagerfeuer-Geschichte: Die Legende vom Stockbrot

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Stockbrot wird seit mehreren Jahrhunderten über dem Lagerfeuer gebacken. Die Legende besagt, dass das Stockbrot zum ersten Mal von einem Bewohner des Dorfes Villa Frumentum zubereitet wurde. Sein Name war Ignis Custos. 

Der Name Ignis Custos bedeutet Wächter des Feuers. Ignis war, wie der Name sagt, dafür zuständig, dass alle Dorfbewohner Feuer haben. Er musste also brennbares Material wie Baumstämme, Äste, Zweige oder Laub besorgen. 
Dazwischen hatte Ignis viel Zeit. 

Da es schon eine Weile lang für die Dorfbewohner nur Maisbrei gegeben hatte, freute Ignis sich sehr, als verkündet wurde, dass die Jäger seines Dorfes einen Schwarzbären erlegt hatten. 

Die Frauen hatten das Fleisch bereits für einige Tage in Essig eingelegt und Ignis überlegte, was sie zu dem Schwarzbärenfleisch essen könnten. 

Er organisierte sich eine kleine Menge von dem Maismehl aus dem Vorratszelt. Die Frauen aus seinem Dorf zerrieben regelmäßig getrocknete Maiskörner, um daraus Maisbrei zuzubereiten. Er schüttete das Maismehl in einen Topf und schüttete ein bisschen Wasser dazu. Ignis wollte ein Maisbrot machen. 

Als er den dicken Teigklumpen vor sich hatte, wurde es Zeit, neues Brennholz zu besorgen. Daher ging er in den Wald, um neue Äste, Zweige und Baumstämme zu organisieren. 

Als Ignis zurückkam, hatten die Frauen bereits einen Kessel mit dem Fleisch über das Feuer gestellt.
“Ignis, was ist das?”, fragte Archimagirus, die Chefin der Küche. 

“Ich habe einen Teig gemacht, den wir über dem Feuer garen”, erwiderte Ignis.
“Das geht nicht, da steht doch schon der Kessel mit dem Schwarzbärfleisch.”, sagte Archimagirus.

Ignis dachte kurz nach, wie er den Teig backen konnte, obwohl der Kessel sich über der Flamme befand. Er musste eine Möglichkeit finden, den Teig so unter dem Kessel zu garen, dass der Teig gebacken wurde und der Kessel trotzdem genug Feuer bekam.

So nahm Ignis den Mais-Teig und wickelte ihn um einen Ast, den er gerade Aus dem Wald mitgebracht hatte. Diesen hielt er zwischen Feuer und Kessel und drehte ihn, damit der Teig nicht verbrannte.
“Das funktioniert niemals.”, sagte Archimagirus.
Ignis drehte weiter den Stock mit dem Brot, bis es eine braune Kruste bekam. Er nahm es mit der bloßen Hand vom Stock und legte es auf einen Teller.
Die Dofbewohner aßen das Scharzwildfleisch mit dem neuen Brot. Sie freuten sich, dass sie eine Methode gefunden hatten, gleichzeitig Brot zu backen und eine Mahlzeit zuzubereiten. Sie nannten das Stockbrot Inhaero Panis.

Projekt: CO2 sparen

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In der heutigen Gruppenstunde soll es für euch und eure Meute mal etwas theoretischer einhergehen. Denn heute wollt ihr euch mit dem Thema CO2-Ausstoß beschäftigen und einen Blick darauf werfen, wie dieses eingespart werden kann und vor allem auch, warum es so wichtig ist, dass dieses eingespart wird.

Hier erhaltet ihr einen Überblick, wie ihr dazu eine interessante Stunde gestalten könnt.

Setzt euch zunächst in einer munteren Diskussionsrunde zusammen und geht auf das Thema “Umweltschutz” ein. Sprecht dann im Anschluss das Thema “CO2” an, worum es sich hierbei handelt und warum es so wichtig ist, dass die CO2-Erzeugnisse gesenkt werden. Der wichtigste Grund ist wohl, dass die Konzentration der Treibhausgase zu sehr zunimmt und entsprechend viel Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird. Das sorgt dann wiederum für die zu starke Erwärmung der Erde und das bringt unser Ökosystem stark ins Wanken. Die Gletscher der Erde schmelzen und der Meeresspiegel steigt weiter an. Weitere Informationen dazu findet ihr aber auch im Internet.

Breitet nun in der Mitte eures Sitz- bzw. Stuhlkreises ein großes Plakat aus und legt Stifte dazu. Geschmückt wird das Stück Papier mit der Überschrift “Wie können wir CO2 einsparen?”

Sammelt Ideen und schreibt diese auf. Danach geht ihr für einige Minuten nach draußen und wandert durch eure Straßen. Fallen euch noch andere Dinge auf und ein, wie die Menschen ganz allgemein CO2 sparen könnten? Schaut euch genau um und vielleicht entdeckt ihr ja noch einige Dinge, welche ihr dann ergänzen könnt.

Hier sind einige Beispiele, wie CO2 eingespart werden kann:

  • Statt dem Auto sollten Erwachsene öfter das Rad, öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften nutzen.
  • Reisen mit dem Flugzeug sollten nur selten bis gar nicht erfolgen, lieber mit der Bahn zum Strand oder in die Berge fahren und den eigenen Tourismus im Land fördern.
  • Die Heizung nur wenn nötig aufdrehen. Schon 1 °C kann einen Unterschied machen.
  • Bioprodukte aus der Region schonen die Umwelt durch weniger Transportwege und unterstützen gleich noch die Bauern und Erzeuger der eigenen Region.
  • Weniger Fleisch essen, denn Tiere erzeugen durch Pupsen (ganz besonders übrigens Rinder) viel CO2.

Geht also wieder rein und lasst die Kinder ihre Ideen wieder nieder schreiben. Anschließend könnt ihr das Plakat abfotografieren und auf Social Media veröffentlichen oder gerne auch an Freunde und Verwandte weiterschicken.

Materialien

  • Plakate
  • Stifte

Projekt: Zu sich finden und Gebete gemeinsam schreiben

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In einer schnelllebigen Zeit wie heute ist es wichtig, immer mal wieder zu sich selbst zu finden. Auch das Beten und den eigenen Glaubenssätzen folgen ist nicht immer einfach und bleibt oft auf der Strecke. Deswegen wollt ihr euch heute in einer gemütlichen und atmosphärischen Runde zusammensetzen und gemeinsam Gebete schreiben.

Warum sollten wir öfter beten?

Wer sich mit einer Religion oder auch einfach (nur) einem Glauben identifiziert, kann aus einem Gebet unbeschreiblich viel an Energie und Kraft entnehmen. Man setzt sich mit den eigenen Sorgen, Nöten, Problemen, Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen auseinander, was man sonst eventuell nicht so oft im Alltag tut, weil dazu einfach selten Raum und Zeit gegeben ist.

Ein Gebet kann uns außerdem Hoffnung schenken. Hoffnung spielt in den meisten Glaubensrichtungen eine wesentliche, oft sogar die wichtigste Rolle. In einem Gebet können viele Menschen diese Hoffnung spüren und für sich immer wieder aufs neue entdecken. Besonders in schweren Zeiten ist dies für viele ein wichtiger Halt.

Worauf kommt es beim Gebete schreiben an und wofür möchte ich beten?

Im Prinzip gibt es keine Regeln. Denn beim Schreiben des Gebetes darf alles angesprochen werden, wofür man eben beten möchte. Man kann beispielsweise darum bitten, dass die Klausur gut ausfällt, dass der Hund nach einer Krankheit wieder gesund wird oder der Schulweg sicher sein soll. Auch Danksagungen können mit einbezogen werden, indem man beispielsweise für das tägliche Mahl und dem Dach über dem Kopf dankt.

Es geht also nicht unbedingt darum, was in dem Gebet steht, sondern welche Bedeutung dies für den Verfasser des Gebetes hat. 

Wir schreiben unsere Gebete

Setzt euch nun in einer Runde mit gemütlicher Atmosphäre zusammen. Nehmt euch Zettel und Stift und notiert euch erst einmal ein paar Stichpunkte, nachdem ihr die bereits oben genannten Themen mit eurer Meute angesprochen und diesbezüglich aufkommende Fragen geklärt habt.

Sind die Notizen dann gesammelt, besprecht ihr euch, wer schreibt über was ein Gebet? Durch den Austausch kommen den Kindern und Jugendlichen vielleicht noch andere Ideen und sie erfahren, wie andere zu dem Thema stehen und damit umgehen.

Nun geht es ans Schreiben, nehmt euch dazu ein neues Blatt Papier und schreibt darauf eure Gebete nieder. Lest nun natürlich auf freiwilliger Basis die Gebete vor. Am Ende sprecht ihr dann noch eins, indem ihr dafür betet, dass die Gebete der Kinder und eurer Meute erhört werden.

Hier findet ihr vielleicht noch hilfreiche Tipps zum Gebete schreiben.

Materialien

  • Zettel
  • Stifte

Einen Buchclub für Kinder & Jugendliche gründen

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Immer mehr geraten Bücher in den Hintergrund, weil sie von Filmen, Serien, Videos und andere Medien abgelöst werden. Man könnte sagen, dass die Menschen immer weniger Lust und Motivation zum Lesen finden und richtig “lesefaul” werden. Wer schon mal ein gutes Buch gelesen und in den Händen gehalten hat, weiß, wie schade das eigentlich ist.
Der Vorteil beim Lesen ist nämlich, dass uns die Figuren zwar vorgestellt und beschrieben werden, wir sie jedoch genau wie die Umgebung selbst in unserem Kopf und unserer Fantasie ausmalen und anpassen können. Gleichzeitig erfahren wir mehr über das Innenleben der Figuren und wie sie eine Situation wahrnehmen. Das steigert die kreative Denkweise ungemein und sorgt außerdem dafür, dass wir in Sachen schreiben und lesen fit bleiben.

In diesem Beitrag finden Jugendleiter*innen Ideen, wie sie mit Kindern und Jugendlichen einen Buch- bzw. Leseclub gründen können. Von der Gründung bis zur Umsetzung werden hier einige eurer Fragen gezielt beantwortet.

Was ist ein Buchclub?

Zunächst müssen wir uns mit dem Begriff “Club” auseinandersetzen, um zu verstehen, was ein guter Buchclub ausmacht. Da ist zum einen der Aspekt, dass es sich um einen Verein bzw. eine Organisation von Menschen handelt. Es geht also in erster Linie um das Miteinander und eine gemeinsame Sache. Zum anderen beschäftigt sich ein Club oftmals mit einer bestimmten Thematik, wie wir im folgenden Teil feststellen werden.

Bezogen auf Bücher bedeutet das nämlich, dass die Menschen in einem Buch- oder Leseclub zusammenkommen, um über das Geschehen in einem bestimmten Buch zu sprechen und sich auszutauschen. Es werden Fragen geklärt, die Eigenschaften und Handlungen bestimmter Charaktere hinterfragen und diskutiert und der Horizont wird durch den Input der anderen Leder*innen um ein Vielfaches bereichert.

Ihr lest dazu ein von euch ausgewähltes, bestimmtes Buch bis zu einer Stelle. Dann findet wieder ein Treffen in eurem Buchclub statt und ihr sprecht darüber. Es gibt auch die Möglichkeit, in diesem Club gemeinsam weiterzulesen, indem beispielsweise jeder mal ein paar Zeilen oder Seiten vorliest.

Wie wird ein solcher Verband oder Verein gegründet?

Im Prinzip ist das ganz leicht: Ihr müsst euch vorab Gedanken machen, welche Art von Buchclub ihr sein wollt. Also beispielsweise, ob ihr wissenschaftliche Lektüren lesen wollt, gesellige oder was euch bzw. in erster Linie die Kinder und Jugendlichen sonst so interessiert.

Besprecht das Buch-Genre, welches vorzugsweise von euch gelesen wird. Dabei kommt es natürlich auch auf das Alter der Kinder und Jugendlichen an, die mitmachen wollen. Ein Thriller ist da logischerweise eher weniger geeignet, auch wenn er für euch und die älteren Teilnehmer*innen spannend sein mag. Und da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt: Klärt, wer alles mitmachen möchte und geht dann gemeinsam in die Vorbereitungen und die Organisation über.

Die Vorbereitungen und Organisation

An der Stelle wird es langsam ernst, denn nun beginnen die ersten Vorbereitungen zu eurem ersten Buchclub-Treffen. Sammelt Ideen, wo der Club stattfinden soll, falls er nicht in einem Gruppenraum stattfindet. Dazu eignen sich ruhige Orte wie ein Wohnzimmer, ein eigener Gruppenraum, eine Bücherei oder auch ein virtuelles Gruppengespräch. Falls ihr euch für eine Bücherei entscheidet, ist es ratsam, vorab mit dieser zu besprechen, ob sie euch als Buchclub unterstützen möchten und ihr dort eure Treffen stattfinden lassen könnt.

Tipp: Achtet darauf, dass alle Teilnehmer*innen den ausgewählten Ort gut erreichen können und auch sicher wieder nach Hause kommen.

Habt ihr euch dann für einen Treffpunkt entschieden, besprecht ihr nun noch die Häufigkeit und den Zeitpunkt eurer Treffen und was das genaue Ziel sein soll. Also beispielsweise zwischen den Treffen 35 Seiten lesen oder 2 Kapitel und anschließend in dem Treffen drüber zu reden, zu philosophieren wie es weiter geht, oder gemeinsam weiterzulesen. Es geht in erster Linie darum, dass die Kinder und Jugendlichen des Clubs Gleichgesinnte finden, welche sich ebenso wie sie für die Lektüre begeistern können und darüber sprechen und sich austauschen wollen.

Auch die Verpflegung darf nicht fehlen. Wenn ihr euch über mehr als eine Stunde trefft, sind Snacks eine tolle Möglichkeit, um die Geselligkeit eurer Runde zu steigern. Doch auch Getränke sind sehr wichtig, denn ihr werdet viel sprechen, diskutieren, zuhören und eventuell ja auch vorlesen und da bekommt man schnell einen trocknen Mund.
Sorgt so also für eine angenehme und gut durchdachte Atmosphäre und Umgebung.

Findet man immer ein gemeinsames Oberthema für alle Bücher?

Es ist sehr schwierig, immer allen Wünschen, Bedürfnissen, Ideen und Interessen gerecht zu werden, ganz besonders dann, wenn die Gruppe wächst und eine große Teilnehmeranzahl bietet. Ihr habt aber verschiedene Optionen, wie ihr dem nachkommen könnt.
So könnt ihr beispielsweise mehrere kleine Buchclubs gründen, um so gezielter auf die Buchthemen der Kinder und Jugendlichen einzugehen. Andernfalls ist es auch möglich, bestimmte Buchclubs mit gezielten und von euch bereits ausgewählten Oberthemen anzubieten und hier den Club nach dem “Angebot-und-Nachfrage-Prinzip” zu gestalten.
Am einfachsten ist es jedoch, wenn ihr vorab mit den Teilnehmer*innen besprecht, dass ihr möglichst versucht, auf alle Wunsch-Bücher einzugehen, dies aber auch bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen vereinzelt Bücher lesen, die sie nicht so sehr interessieren, sich das aber immer wieder abwechselt. Macht deutlich, dass sich manche Titel sicherlich auch als lesenswert beweisen werden, auch wenn das Genre nicht unbedingt der “Lieblingsbereich” des Teilnehmenden ist. Wichtig in einem Buchclub ist also, offen für Neues zu sein. Es kann nicht immer alles nach der Nase eines*einer einzelnen laufen.

Diskussionsrunden mit dem richtigen Austausch

Damit auch ein fairer, guter und wertvoller Austausch zwischen den Kindern und Jugendlichen stattfinden kann, ist es wichtig, dass ihr über die Gesprächsregeln sprecht. Am besten macht ihr dazu sogar im Vorfeld gemeinsam ein Plakat, auf dem ihr aufschreibt, was euch beim Reden, zuhören und diskutieren wichtig ist.

Bestimmte Aspekte können dabei wie folgt sein:

  • Wir lassen einander ausreden und fallen uns nicht ins Wort.
  • Wir hören uns gegenseitig zu und versuchen auf den anderen einzugehen.
  • Wenn mich etwas nicht interessiert, halte ich mich zurück und warte auf ein Thema, bei dem ich mich wieder mehr einbringen kann.
  • Ich lasse mich auf Diskussionsansätze ein, darf meinen Standpunkt mitteilen, aber lasse auch andere Meinungen zu.
  • Damit wir alle die gleiche Chance haben, uns mitzuteilen, verhalte ich mich leise und ruhig. (Besonders in einer Bücherei wichtig!)

Ein Buchclub für alle!

In der Jugendarbeit ist es wichtig, allen Teilnehmer*innen die gleichen Chancen und Möglichkeiten zu bieten. Das bedeutet, dass ihr es allen Kindern und Jugendlichen ermöglichen solltet, sich die Bücher ausleihen zu können bzw. kostenlos Exemplare zu beschaffen. Eine Bibliothek sollte dazu bspw. mehrere Ausgaben eines Buches vorrätig und ausleihbar haben.

Übrigens: Ein Buchclub kann auch so ausgelegt werden, dass jede*r ein anderes Buch mitbringt und einzeln vorlest und anschließend drüber sprecht. Auch das Rotieren untereinander ist möglich, während ihr dabei ein Lesetagebuch führt. Dazu braucht ihr ebenfalls nicht zwingend eigene Bücher, sondern könnt in einer Bücherei stöbern und nach dem richtigen Exemplar für den Club suchen.

Es kommt also nicht darauf an, dass ihr immer die neuesten Geschichten vor euch habt und diese verschlingt, sondern um den gemeinsamen Austausch, den inspirierenden Diskussionen und das Fördern des Lese- und Schreibverständnisses, gerade bei Kindern und Jugendlichen.

Hilfreiche Tipps für den eigenen Buchclub mit Kindern und Jugendlichen

  1. Seid offen für Buchvorschläge und lasst euch auch auf Bücher ein, die ihr euch alleine vielleicht nicht zugelegt bzw. durchgelesen hättet.
  2. Achtet auf eine ruhige, gemütliche und gesellige Atmosphäre, damit auch schüchterne Kinder und Jugendliche sich trauen, an den Diskussionen teilzunehmen und sich auszutauschen.
  3. Überlegt euch die Finanzierungsmöglichkeiten. Vielleicht findet ihr Sponsoren, die euch Bücher kaufen oder zum Ausleihen zur Verfügung stellen können.
  4. Achtet auf eine angenehme Anzahl an Beteiligten. Zu viele Mitglieder können Unruhe in die Gruppe bringen und da ist es vorteilhaft, sich in mehrere kleinere Gruppen aufzuteilen.
  5. Sprecht darüber, wie viele Seiten ihr bis zum nächsten Treffen lesen könnt, ohne dass ihr in Stress geratet. Der Club soll schließlich Spaß machen und euch nicht unnötige Gefühle des Zwangs aufbürden.
  6. Versucht euch alle aktiv in den Unterhaltungen einzubringen und sprecht ggf. über Unsicherheiten und Möglichkeiten, wie ihr euch wohler fühlen könntet.
  7. Wichtig ist, dass ihr einander und ebenso die Meinung der anderen akzeptiert und dass offen und ehrlich.
  8. Es ist gut, wenn die Leser*innen sich bei und nach dem Lesen Gedanken zu dem Gelesenen machen. So vergessen sie wesentliche Aspekte der Geschichte nicht und können diese später bei euren Treffen besser einbringen.

Tipp: Stiftungen wie die “Stiftung Lesen” fördern die Gründung von Leseclubs und helfen so bei der finanziellen Ausstattung eures neuen Clubs. Damit könnt ihr Material, Bücher und Aufwände durch Fördermittel finanzieren und gerade zum Start so gute Hilfe bekommen. Alternativ könnt ihr auch Spenden sammeln und so Bücher anschaffen.

Ideen, wie ihr euren Buchclub weiter ausbauen könnt

Ihr wisst nun, wie ihr einen Buchclub gründen und erfolgreich führen könnt, sodass sowohl ihr als auch die Kinder und Jugendlichen eurer Gruppe Spaß daran haben. Doch um das Ganze noch zu optimieren, könnt ihr weitere Angebote mit einbeziehen, welche ihr ergänzend zu eurem Buchclub entwickelt.

Bei jüngeren Kindern ist es beispielsweise ratsam, nach jedem Kapitel ein Bild zu dem Geschehenen malen zu lassen und dieses an einer Wand aufzuhängen. So können sich die Kinder beim nächsten Mal ganz leicht daran erinnern, was im letzten Kapitel geschehen ist.

Gerne darf das auch umgesetzt werden, während ihr die Geschichte vorlest.
Bei älteren Kindern empfiehlt sich ein Lesetagebuch. Dieses kann dann entweder aus kleinen Zusammenfassungen der Kapitel bestehen oder aus Antworten zu drei Fragen, die ihr am Ende eines jeden Treffens stellt.

Kerzenwerkstatt

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Kerzen lassen sich natürlich gut gesichert (z.B. mit einem Untersetzer versehen), überall zu dekorieren und anzünden. Auch die Jahreszeit ist hierbei relativ egal, denn abends sehen Kerzen auf dem Balkon oder der Terrasse noch mal schöner aus. Mit ätherischen Ölen versehen bieten sie außerdem ein Geruchserlebnis sondergleichen.

Außerdem lassen sich Kerzen zu jedem Anlass gut verschenken oder zum Verkauf, z.B. für Spenden, anbieten. Hier ist eine Anleitung, wie ihr selbst eine kleine Kerzenwerkstatt aufbauen und umsetzen könnt.

Ihr benötigt zunächst zum Herstellen der Kerzen ein Wasserbad, in dem ihr das Wachs (entweder gekaufte Wachsperlen oder alter Kerzenwachs) schmelzen könnt. Dies könnt ihr am besten in einer Aluschale oder einem alten Gefäß tun. Das Wachs sollte langsam schmelzen, das Wasser darf also nicht kochen, anderenfalls könnte Wasser in das Wachs sprudeln.

Während das Wachs schmilzt, könnt ihr die Gießformen vorbereiten. Die gibt es z.B. im Internet, ihr könnt sie aber auch mit einem Eimer und Sand selbst herstellen oder ihr verwendet alte Gläser. Allerdings lässt sich das Wachs aus den Gläsern später nicht mehr lösen, sodass ihr ein Kerzenglas erhaltet.

Fixiert nun den Docht in der Mitte der Kerze, mittels Holzspießen, sodass die Kerze später gleichmäßig abbrennen kann. Achtet hierbei darauf, dass noch ein Stück des Dochts aus dem Wachs herausschaut, damit dieses später angezündet werden kann. Kippt nun das flüssige Wachs in die Form und lasst das Ganze aushärten. Kontrolliert dabei stets die Position des Dochts, ob dieser auch gerade ausgerichtet ist.

Sobald das Wachs ausgehärtet ist, könnt ihr ihn aus der Form entnehmen. Der Docht kann ggf. gekürzt werden und Unreinheiten lassen sich nun noch entfernen, wenn ihr die Kerze z.B. mittels Sand gegossen habt.

Wenn ihr mögt, könnt ihr in dem geschmolzenen Wachs auch vorab einige Tropfen (5-10 Stück) aromatische Öle hinzugeben, um gut duftenden und lecker riechenden Wachs zu erzeugen.

Ihr könnt außerdem noch die Oberfläche der Kerze bearbeiten, indem ihr sie leicht anschmelzen lasst und noch mal etwas Glitzer drüber streut.

Ihr könnt die Kerzen übrigens auch, bevor sie ausgehärtet und noch im flüssigen Zustand sind, mit Wasserfarben aufpeppen. Dazu gießt ihr Schicht für Schicht das Wachs auf, nehmt aber zwischendrin immer wieder einen Pinsel dazu, welcher mit Wasserfarbe eurer Wahl vollgesogen ist und besprenkelt die Wachsschicht, bis dann wieder die nächste darauf kommt.

Materialien

  • alter Kerzenwachs oder Wachslinsen/Wachsperlen
  • Aluschale
  • Topf mit heißem Wasser
  • Gießformen jeglicher Art
  • Docht
  • Holzspieße
  • ggf. ätherische Öle
  • Glitzer

7 Zwerge, 7 Aufgaben – Schneewittchen-Spiel

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Das Märchen “Schneewittchen und die sieben Zwerge” ist sowohl bei jung als auch alt bekannt. Dabei geht es um ein junges Mädchen, welches durch ungünstige Umstände in den Wald vertrieben wird und dort bei den sieben Zwergen unterkommt, welche sich als sehr hilfsbereit und liebenswert erweisen, jeder auf seine Art und Weise. Doch dann wird Schneewittchen, das Mädchen, von einer bösen Hexe vergiftet und nur der Prinz kann sie durch einen Kuss der Liebe wieder zum Leben erwecken. Eine wirklich tolle und klassische Geschichte und eine ebenso gute Grundlage, um dazu ein lustiges und vor allem abwechslungsreiches Programm für Kinder anzubieten.

Bei diesem Programm nehmt ihr jeden Zwerg einzeln durch und müsst dazu passend jeweils eine Aufgabe erfüllen. Diese sind sehr unterschiedlich ausgewählt, sodass für jede*n etwas dabei ist. Geeignet ist das Programm für Teilnehmer*innen zwischen 8 und 14 Jahren und soll mindestens 45 Minuten ausfüllen.
Geeignet ist dieses abwechslungsreiche Programm sowohl für Gruppenstunden und Ferienlager als auch für Kindergeburtstage, natürlich mit der Voraussetzung, dass die Kinder sich für Märchen und ihre Charaktere, wie Schneewittchen und die sieben Zwerge, interessieren.

Hinweise zur Vorbereitung: Bereitet die Aufgaben mitsamt ihren Materialien und benötigten Bestandteilen im Vorfeld vor. Am Ende darf es dann gerne auch eine kleine Belohnung für das Erledigen und Durchführen der Aufgaben geben.
Außerdem könnt ihr, wenn ihr mögt, den jeweiligen Zwerg an den Ort der Aufgabe platzieren und die Kinder können an dieser Stelle den Namen und die Eigenschaften des jeweiligen Zwergs erraten. Vorlagen findet ihr dazu reichlich im Internet, die ihr entweder selbst gestalten und basteln oder einfach ausdrucken könnt.

Materialien

  • ggf. Belohnungen (z.B. Süßigkeiten, Märchenbücher, Schneewittchens Geschichte …)
  • Witzsammlung
  • pro Kind Zettel mit Wort (senkrecht geschrieben) “Gutmütigkeit”
  • Stifte
  • Kräuter (für Tee)
  • Tassen
  • heißes Wasser
  • Seifenblasen
  • Begriffe für Pantomime

Spielablauf

Hier nun die Beschreibung der sieben Stationen und Aufgaben.

Zwerg 1: Chef/ Doc

Bei diesem Zwerg handelt es sich um den Anführer der Gruppe und zeichnet sich besonders durch seine Gutmütigkeit aus.

Verteilt an jeweils ein Kind einen Zettel mit dem Wort “Gutmütigkeit” darauf, welches senkrecht von oben nach unten geschrieben ist. Sie sollen nun Begriffe finden, welche zum Wort passen, mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben, beispielsweise
G: Großzügig
U: Unverbesserlich
T: Toll
….

Zwerg 2: Brummbär/ Grumpy

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Dieser Zwerg hat an allem etwas auszusetzen und ist fast immer schlecht gelaunt. Findet ihr etwas, um ihm zu guter Laune zu verhelfen?

Teilt die Gruppe in zwei Teams auf, die sich in einer Schlange gegenüber voneinander aufstellen. Lest Witze vor und lasst die Schlange nach jedem Witz rotieren. Lacht eines der Kinder, bekommt das Gegnerteam einen Punkt.

Zwerg 3: Schlafmütze/ Sleepy

Sein liebstes Hobby ist das Schlafen, denn dieser Zwerg ist immerzu müde und schläft so viel er nur eben kann.

Drei Kinder stellen sich nach vorn, alle anderen legen sich hin, machen die Augen zu und simulieren zu schlafen. Die drei Kinder dürfen nun nach einiger Zeit jemanden antippen und stellen sich wieder vorne hin. Nun müssen die “Angetippten” erraten, wer sie angetippt hat. Wer richtig liegt, darf in der nächsten Runde jemanden antippen.

Zwerg 4: Hatschi/ Sneezy

Hatschi! Das hört man, wenn man in der Nähe dieses Zwergs ist. Gekennzeichnet ist der durch eine klobige, rote Nase und dazu ist er noch ziemlich schüchtern und ängstlich.

Trinkpause! Denn Hatschi ist stets vom Niesen geplagt, da hilft nur ein guter Kräutertee. Stellt einen Kräutertee aus verschiedenen Zutaten zusammen, gießt ihn auf und lasst ihn ziehen, um ihn dann am Ende zu trinken. Könnte er auch Hatschi bei seinem Niesen helfen?

Zwerg 5: Pimpel/ Bashful

Ein in Schneewittchen verliebter Zwerg, der schnell mal rot wird und durch seinen langen weißen Bart erkennbar ist. Außerdem ist er sehr schüchtern.

Für diese Aufgabe teilt ihr die Gruppe in gleichgroße Teams auf. Diese bekommen nun 5 Minuten Zeit, sich einen Sketch zum Thema “Was ist Liebe?” zu überlegen und tragen diesen dann am Ende vor.

Zwerg 6: Happy

Dieser Zwerg hat immer ein Lächeln im Gesicht und ist stets glücklich.

Kaum etwas macht glücklicher, als Seifenblasen. Pustet so viele Seifenblasen wie möglich durch den Raum und die Kinder müssen diese platzen lassen, bevor sie den Boden berühren.

Zwerg 7: Seppel/ Dopey

Ein sehr junger Zwerg, der noch nicht sprechen kann und extrem tollpatschig ist. Passend zu seinem Charakter trägt er außerdem viel zu große Klamotten.

Dieser Zwerg kann nicht sprechen, ihr wollt euch also in seine Lage versetzen. Dazu spielt ihr Pantomime, ein Kind bekommt ein Begriff, muss es vormachen und die Person, welche den Begriff errät, darf als Nächstes einen Begriff vormachen.
Die Begriffe bereitet ihr dazu vorab auf kleinen Zetteln vor.

Der Abschluss

Ganz am Ende dieses Projektes erhalten die Kinder dann bei Bedarf noch eine kleine Belohnung, beispielsweise in Form einer Süßigkeit. Es bietet sich außerdem an, die Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen an der Stelle vorzulesen.
Ihr könntet dies auch in den Spielen so einbauen, dass sie nach jeder erfolgreichen Aufgabe einen Teil der Geschichte erhalten, welche ihr dann am Ende vorlest.

Grillanzünder selber machen

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Grillanzünder wird besonders im Sommer viel benötigt, um den Holzkohlegrill in Fahrt zu bringen. Allerdings können die folgenden Anzünder teilweise auch als Kaminanzünder genutzt und somit auch im Winter verwendet werden. Das besondere: Diese Anzünder werden aus vielen verschiedenen natürlichen Materialien hergestellt, aber lest selbst.

Kiefernzapfen als Kaminanzünder

Hierfür benötigt ihr:

  • getrocknete Kiefernzapfen
  • alte Kerzen
  • einen alten Topf und Löffel
  • Zeitungspapier

Schmelzt die Kerzen in einem Topf auf dem Herz gut ein. Anschließend fischt ihr mit einem Löffel die Dochte heraus. Nun werden die Zapfen behutsam in das flüssige Wachs hineingetaucht, sodass sie von allen Seiten mit einer Wachsschicht ummantelt sind. Auf Zeitungspapier lasst ihr die Wachszapfen dann anschließend gut trocknen.

Grillanzünder mit Holzwolle

Hierfür benötigt ihr:

  • Holzwolle
  • Eiertablett (aus Pappe)
  • alte Kerzen
  • einen alten Topf und Löffel

Füllt in die Zwischenräume des Eiertabletts kleine Büschel aus Holzwolle. Nun müsst ihr die Kerzen einschmelzen, die Dochte mit dem Löffel hinausfischen und warten, bis flüssiges Wachs entsteht. Dieses wird dann mit dem Löffel auf die Holzwollknäule gegossen. Ist das Wachs getrocknet, könnt ihr die Pappe auseinanderreißen, sodass ihr viele kleine Anzünder erhaltet.

Poweranzünder

Hierfür benötigt ihr:

  • Klopapierrollen
  • Holzwolle
  • getrocknete Kiefernzapfen
  • alte Kerzen
  • einen alten Topf und Löffel
  • Zeitungspapier

Steckt in die Klopapierrollen erst etwas Holzwolle und steckt in das Konstrukt einen getrockneten Kiefernzapfen. Nun schmelzt ihr die alten Kerzen ein, entfernt die Dochte und gießt mit einem Löffel das Wachs über die Kiefernzapfen. Das lasst ihr nun auf Zeitungspapier trocknen und schon ist euer Poweranzünder für den Grill und Kamin einsatzbereit.

Wichtig ist dabei in jedem Fall, dass ihr den Kindern die Gefährlichkeit dieser Anzünder und allgemein über das Feuer klar macht. Ein Eimer mit Wasser sollte daher immer bereit und in der Nähe stehen. Außerdem sollte dieses Projekt nur mit (älteren) Teilnehmer*innen durchgeführt werden, die verantwortungsbewusst mit diesen Mitteln umgehen können.

Auch die Erwähnung der Telefonnummer der Feuerwehr (112) sollte mit einbezogen werden.

Materialien

  • siehe die einzelnen Herstellungsrezepte
  • falls ihr die Anzünder ausprobiert, einen Eimer Wasser in griffbereiter Nähe

7 Feuerwehrspiele für Kinder

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Habt ihr Lust auf Feuerwehrspiele? Dann kann es losgehen. Sammelt ganz leicht neue Erfahrungen und habt dabei viel Spaß. Alles, was ihr braucht, sind Neugier, Teamgeist und Freude am Spiel. Ihr könnt nur dazu lernen.
Viel Spaß beim Spielen, rund um das Thema Feuerwehr.

Der Feuerlöschzug

Das Löschen ist die ursprüngliche Aufgabe der Feuerwehr. Alles, was ihr braucht, ist ein Wasserschlauch, gelbe und rote Luftballons und viele fleißige, helfende Hände.
Hier geht es um echte Teamarbeit und Koordination. Die Luftballons in gelb und rot stellen die Feuerflammen dar. Diese werden an einem oder mehreren Bäumen, mithilfe einer Schnur angebracht.

Alle Feuerwehrleute bilden eine Schlange, also einen Feuerlöschzug und halten dabei den langen Wasserschlauch fest. Gemeinsam wird versucht, das Feuer zu löschen. Entweder platzen die Ballons durch den Wasserstrahl oder sie verschieben sich. Wer gibt das Kommando? Wer dreht den Wasserhahn auf? Es kann auch unter einer Zeitvorgabe (beispielsweise 10 Minuten) gespielt werden.

Die Feuerwehr hilft

Das Retten ist die Hauptaufgabe der Feuerwehr. Die Feuerwehr wird zum Einsatzort gerufen. Die Katze steckt im Baumgeäst fest und kommt nicht wieder herunter. Alles, was ihr braucht, sind ein Baum und jemand, der die Katze spielt bzw. ein Kuscheltier, das im Baum feststeckt. Die Kinder versuchen nun auf den Baum zu klettern, vielleicht mithilfe eine Leiter. Die Katze wird anschließend versorgt, auf Wunden überprüft und wieder frei gelassen.
Hier gilt es Absprachen zu treffen und sich zu koordinieren. Achtet auf die Sicherheit der Teilnehmer*innen.

Feuerübung

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Hier muss es schnell gehen. Alles, was ihr braucht, ist ein abgedunkelter Raum, gelbe und rote Luftballons, die das Feuer darstellen und eine oder mehrere Löschdecken. Ein Teil der Kinder spielen die Brandopfer, die noch im Haus sind und Hilfe brauchen. Der andere Teil der Kinder spielt die Feuerwehr. Diese muss schnell handeln und innerhalb vorgegebener Zeit (3-5Minuten) die Leute aus dem brennenden Haus holen. Der andere Teil der Feuerwehr muss das Feuer mithilfe einer Löschdecke zum Ersticken bringen. Dazu sammelt ihr die Luftballons mithilfe der Decke ein und bringt sie aus dem Haus. Sind die Brandopfer aus dem Haus erst einmal gerettet, muss eventuell auch Erste Hilfe geleistet werden.

Wie helfe ich den Brandopfern? Hier kann auch ein Feuerwehrquiz nützlich sein.

Was ist zu tun bei leichten Verbrennungen?

Wieviel Verbrennungsgrade gibt es? Es gibt 3 Verbrennungsgrade.
Grad 1: oberflächliche Schädigung mit Rötung und Schmerzen,
Grad 2: Rötung, Schmerzen, Blasenbildung,
Grad 3: abgeblasster, abgestorbener Wundgrund. Operation zur Entfernung verbrannter Hautschichten erforderlich.

Welche 4 Aufgaben hat die Feuerwehr? Die Feuerwehr hat die Aufgabe zu retten, zu löschen, zu bergen, zu schützen.

Das Wasser wird knapp

Hier müsst ihr unter vorgegebener Zeit mehrere Wassereimer befüllen. Der Wasserschlauch ist aber defekt. Eure Aufgabe besteht darin, mit allem was ihr an euch oder bei euch habt, Wasser zu holen und in die Eimer zu füllen. Ihr könnt hierbei 2 Teams bilden, oder gemeinsam zusammen arbeiten.

Zielen und Löschen

Hier sind Genauigkeit und Konzentration gefragt. Ihr braucht mehrere Teelichter, die ihr in einiger Entfernung zu euch auf einen Tisch, eine Bank, oder auf andere Ebenen stellt, und Wasserpistolen oder Wasserspritzen, die ihr mit Wasser befüllt. Eure Aufgabe als Feuerwehr besteht darin, gezielt die Feuerflammen mit dem Wasserstrahl zu treffen und zu löschen. Ihr könnt nacheinander, oder zeitgleich versuchen, die Feuerflammen zu löschen.
Achtet hier auf die Sicherheit der Spieler*innen!

Feuerwehrtraining

Um in Form zu bleiben, muss die Feuerwehr regelmäßig am Training teilnehmen. Ihr braucht zwei oder beliebig viele Wassereimer und Wasser. Die Aufgabe ist es, die befüllten Wassereimer von Punkt A zu Punkt B zu tragen. Entfernung und Zeit können frei gewählt werden. Wer schafft es, mit den befüllten Wassereimern in den Händen gleichzeitig Kniebeuge zu machen?

Alarm! Wie schnell ist die Feuerwehr?

Der Alarm läutet. Hier geht es um Schnelligkeit. Alles was ihr braucht, ist ein Helm, Feuerwehrstiefel, Feuerwehrhose, Feuerwehrjacke (ihr könnt auch einfach normale Jacken und Hosen, die über eure Kleidung passen benutzen) und eine Stoppuhr. Innerhalb einer vorgegebenen Zeit müsst ihr es schaffen, in die Feuerwehrkleidung zu steigen, um einsatzbereit zu sein.

Nachdem alle 7 Spiele zum Thema Feuerwehr durchgeführt wurden, kann im abschließenden gemeinsamen Gesprächskreis jedes einzelne Kind erzählen, was ihr/ ihm* gefallen hat. Dabei erfährt jedes Kind Wertschätzung und kann ein Feedback an die Runde weitergeben.

Viel Spaß bei den sieben Spielen zum Thema Feuerwehr

Dino-Eier herstellen

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Dinosaurier beheimateten unseren Planeten bereits vor Hunderten von Jahren, und man geht davon aus, dass sie durch einen großen Meteoriten ausgelöscht wurden und sie somit ausgestorben sind.

Ihr wollt euch die Dinos zusammen mit eurer Meute zurückholen und zwar, indem ihr euch eure eigenen Dinosauriereier herstellt, mit kleinen bunten Dinos darin. Wie erfahrt ihr hier mit einem ganz einfachem Rezept und einer übersichtlichen Materialauflistung am Ende dieses Beitrags.

Für dieses Projekt versammelt ihr euch am besten in einer Küche oder an einem Platz, an dem ihr ordentlich die Masse zusammenmischen und die Dinoeier herstellen könnt. Gebt dazu das Mehl, das Kaffeepulver, das Salz und das Öl in eine Schüssel und knetet die Masse gut durch, dass alle Zutaten gleichermaßen gut miteinander vermischt sind.

Nun wird die Lebensmittelfarbe mit etwas Wasser in einer Tasse aufgelöst und zu der bereits durchgemixten Masse gegeben. Anschließend wird alles gut miteinander vermischt und unter einrühren, von etwas Wasser wird der Teig gleichermaßen eingefärbt. Gebt so viel Wasser zu der Masse, bis ein glatter Teig entsteht. Dieser sollte dann glatt und gut formbar sein.

Ölt die Plastik-Dinosaurier nun gut ein und formt mit euren Händen große Dinoeier. In diese werden dann die Plastik-Dinos gegeben, bis diese nicht mehr zu sehen sind.

Anschließend werden die Eier bei 110 °C für ca. 70 Minuten in den Backofen gegeben. Je nachdem, wie lange ihr die Dinoeier im Ofen lasst, desto schwieriger wird hinterher das Ausgraben der Dinosaurier. Für härtere Dinosauriereier könnt ihr die Dinos also gerne auch länger im Ofen lassen.

Die Eier müssen dann erst abgekühlt sein, bevor ihr mit den Ausgrabungen starten könnt. Verwendet dazu gerne kleine Werkzeuge, z.B. Löffel.

Welche Art von Dinosaurier konntet ihr ausgraben? Um das Thema noch ein wenig zu vertiefen, könnt ihr auch Dinosaurier-Lexika zur Verfügung stellen und die Kinder anhand der Form und des Aussehens der Plastik-Dinos ermitteln lassen, um welche Art es sich handelt. Was macht diese Spezies besonders und worin unterscheidet sie sich von den anderen?

Materialien für 10 Dinosauriereier

  • kleine Dinosaurier aus Plastik
  • 1 kg Salz
  • 1 kg Mehl
  • 10 TL Sonnenblumenöl
  • grüne Lebensmittelfarbe
  • 4 EL Kaffeepulver
  • Wasser
  • Tasse
  • Teelöffel
  • Esslöffel
  • Schüsseln
  • -Dinosaurier-Lexika

Wutbälle herstellen

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Wut ist ein ganz normales und auch gutes Gefühl, welches uns im Alltag immer wieder begegnet, aber auch herausfordert. Sie ist wichtig, damit wir uns selbst behaupten können und wir ein Ventil zum “Dampf ablassen” haben. Aber hier sind wir auch schon beim eigentlich schwierigen Thema: Wie gehe ich mit Wut um, und wie kann ich sie entweichen lassen, ohne andere Menschen zu gefährden oder zu verletzen?

Die Lösung: der Wutball. Ein perfekter Ansatz für eure nächste Gruppenstunde.

Warum werde ich wütend?

Setzt euch in einem Sitz- bzw. Stuhlkreis zusammen und fragt mal ganz direkt in die Runde: Wer war hier schon mal wütend und warum? Wie wurde mit der Wut umgegangen und war diese Weise “Richtig”? Wir geht man mit Wut richtig um?

All das sind wichtige Fragen, um eure Meute dafür zu sensibilisieren, wie sich auch mit negativen Gefühlen umgehen können. Denn nicht jedes Elternhaus setzt hier einen (richtigen) Grundstein.

Der Wutball

Sorgt für ausreichend Platz und legt alle Materialien bereit. Jede*r Teilnehmer*in sucht sich nun zwei Ballons nach Wahl aus. Die kurzen Enden werden hierbei abgeschnitten, sodass der Hals entfernt wird und nur noch der runde Teil übrig bleibt.

Nun nehmt ihr euch den Frühstücksbeutel und gebt mit dem Teelöffel etwas Mehl hinein. 5-10 Löffel sind hier meistens ausreichend. Nun dreht ihr die offene Seite des Beutels zu und schneidet ihn ab. Dieser Mehlbeutel wird nun in einen der Ballons gestülpt, was etwas fummelig sein kann. Wichtig ist dabei, dass ihr darauf achtet, dass sich der Mehlbeutel nicht öffnet. Knetet anschließend den Ball in eine schöne runde Form. Zieht nun noch den anderen Ballon darüber, sodass auch die Öffnung ausreichend abgedichtet ist.

Euer Wutball ist nun fertig und kann gegen jegliche Art von Wut in euren Händen festgedrückt werden. Nach belieben könnt ihr ihn auch noch mit einem Filzstift bemalen, beispielsweise mit einem Gesicht. Außerdem könnt ihr mit etwas Heißklebe und Wollfäden Haare simulieren und somit einen richtigen Smiley herstellen, den ihr als Wutball und Ablassventil nutzen könnt.

Materialien

  • Frühstücksbeutel aus Plastik bzw. Frischhaltefolie
  • Luftballons
  • Mehl 
  • Teelöffel
  • Schere

Über mich

Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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