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Jugendleiter-Newsletter | Juli 2018

Aufsichtspflicht in der Jugendarbeit

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Wenn die Kinder und Jugendlichen sich bei einem Ferienlager oder einer Gruppenstunde anmelden oder durch die Erziehungsberechtigten angemeldet werden, ist vor allem auf die Aufsichtspflicht zu achten. Diese wird von den Erziehungsberechtigten mit der Anmeldung oder Abgabe des Kindes auf die Jugendleiter übertragen. Die Aufsichtspflicht stellt eines der verantwortungsvollsten Aufgaben eines Jugendleiters dar. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, sind einige Dinge im Vorfeld zu klären, um die Aufsichtspflicht zu erfüllen. Um Schaden abzuwenden und zu verhindern, sollten folgende Bedingungen geregelt sein.

Tipp 1: Gefahren erkennen und beseitigen

Bevor ihr eine Ferienfreizeit oder auch eine Gruppenstunde durchführt, müsst ihr euch vor der Veranstaltung Gedanken über die möglichen Gefahrenquellen machen. Es sollte bei einem Ferienlager das Gelände vor dem Betreten bereits auf Gefahren untersucht werden und auch eine Gruppenstunde kann Gefahren haben, die vorher abgeklärt werden sollten.

Tipp 2: Die Belehrung der Kinder und Jugendlichen

Es ist oft so, dass nicht alle Gefahren beseitigt werden können, da es die Gegebenheiten vor Ort oder auch in Räumen nicht zu lassen. Das kann zum Beispiel an ein Badesee mit Strömungen sein oder ein glatter Boden. In diesen Fällen sollten die Kinder und Jugendlichen vor dem Beginn der Ferienfreizeit oder Gruppenstunde belehrt und aufgeklärt werden, um Unfälle zu verhindern.

Tipp 3: Regeln sind wichtig

Um Unfälle zu vermeiden und Gefahren einzudämmen, können und müssen auch Regeln vor Beginn aufgestellt werden. Dies dient dazu, die Gefahren genau zu benennen und die Kinder und Jugendlichen davor zu schützen. Zum Beispiel kann es sein, dass die Kinder nicht allein in den Wald neben dem Ferienlager gehen sollen. Hier sollte dann eine genau Regel aufgestellt werden, wie zum Beispiel, dass die Kinder nur in einer größeren Gruppe von fünf Personen sich weiter vom Ferienlager entfernen dürfen. Es gibt aber auch Regeln, die bei einer Gruppenstunde in Räumen beachtet werden müssen.

Tipp 4: Kontrolle ist ebenso wichtig wie Regeln

Die Kontrolle der Kinder und Jugendlichen ist für die meisten Jugendlichen nervig, aber dennoch soll und muss sie durch den Jugendleiter erfolgen. Dies kann auch stichprobenartig funktionieren. So könnt ihr genau überprüfen, ob die Regeln eingehalten werden und wenn nicht, Konsequenzen daraus ziehen.

Tipp 5: Bei Verstößen konsequent eingreifen

Es ist wichtig, dass ihr konsequent bleibt und bei Regelverstößen auch eine Gegenmaßnahme durchführt. Dies ist vor allem sinnvoll, da ihr rechtlich dazu verpflichtet seit, Gefahren abzuwenden. Ebenfalls ist es aufgrund der Pädagogik wichtig und sinnvoll einem roten Faden zu folgen, sonst kann es ganz schnell passieren, dass ein Jugendleiter nicht mehr ernst genommen wird und in der Zukunft schlechter Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen nehmen kann. Denn die Kinder und Jugendlichen versuchen ihre Grenzen auszutesten. Dies kann nur mit einer klaren und starken Haltung des Jugendleiters in Schach gehalten werden.

Buch-Tipp: Rechtsfragen in der Jugendarbeit

Wer eine Jugendleiter-Schulung mitmacht, wird sich dort standardmäßig und aus gutem Grund mit dem Thema "Recht" auseinandersetzen. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, die rechtlichen Grenzen und Voraussetzungen zu kennen, um ohne Bedenken und mit größtmöglicher Absicherung mit der Zielgruppe arbeiten zu können.

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