Ein Ferienlager ist eine fantastische Gelegenheit für neue Freundschaften, Abenteuer und wertvolle Erfahrungen. Das Motto „Unsere Regeln | Gemeinsam leben“ legt den Fokus auf das harmonische Zusammenleben der Lagerteilnehmer*innen. Es geht darum, von Anfang an gemeinsame Regeln aufzustellen, die den Umgang miteinander regeln und den Zusammenhalt stärken. Gleichzeitig lernen die Teilnehmer*innen, Verantwortung zu übernehmen und als Gruppe zu agieren, indem sie einander respektieren und aufeinander achten.
Intro: Vorstellung des Mottos
„Unsere Regeln | Gemeinsam leben“ ist ein Tag im Ferienlager, an dem die Bedeutung von Zusammenhalt, Rücksichtnahme und Selbstverantwortung im Vordergrund steht. Die Teilnehmer*innen werden mit den Lagerregeln vertraut gemacht und dürfen selbst Regeln entwickeln und gemeinsam erarbeiten, wie sie als Gruppe erfolgreich und harmonisch zusammenarbeiten. Es geht darum, die Verantwortung für das gemeinsame Leben zu übernehmen und sich selbst und andere zu respektieren.
Gestaltung des Morgens
Der Tag beginnt mit einem sanften Wecken, das die Teilnehmer*innen auf eine positive und energiegeladene Stimmung vorbereitet. Um 7:30 Uhr ziehen die Gruppenleiter*innen durch das Zeltlager und holen die Teilnehmer*innen mit fröhlicher Musik oder einem lustigen Weckruf aus dem Schlaf. Ab 8:00 Uhr gibt es ein gemeinsames Frühstück, bei dem alle zusammen in einem offenen Bereich Platz nehmen. Das Frühstück ist ein guter Moment, um über das Tagesmotto zu sprechen und die Gruppenregeln für den Tag zu wiederholen. Auch eine kleine, aber kreative Übung zu Beginn des Frühstücks rückt das Motto in den Vordergrund. Beispielsweise könnte jede*r Teilnehmer*in in einem Kreis ein kurzes „Willkommen“ in der Gruppe sagen und eine Regel nennen, die ihm oder ihr besonders wichtig ist.
Start in den Tag
Nach dem Frühstück sammeln sich alle Teilnehmer*innen in einem zentralen Bereich für eine kurze Begrüßung und Einführung in den Tag. Die Gruppenleiter*innen erklären noch einmal das Tagesmotto und die Ziele des Tages. Es wird darauf hingewiesen, dass der Tag unter dem Zeichen der Gemeinschaft steht und dass alle gemeinsam Verantwortung übernehmen müssen – sowohl für sich selbst als auch füreinander.
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Vormittags-Programm
Der Vormittag wird genutzt, um mit verschiedenen Aktivitäten das Thema „Gemeinsam leben“ praktisch zu erleben. Die Aufgaben sind so gewählt, dass die Teilnehmer*innen zusammenarbeiten müssen und sich aufeinander verlassen.
Eisbrecher-Spiele
Zu Beginn werden spielerische Kennenlernübungen durchgeführt. Dazu gehören klassische Spiele wie „Der menschliche Knoten“, bei dem sich alle Teilnehmer*innen in einem Kreis aufstellen und sich mit den Händen zufällig andere Hände greifen. Ziel ist es, diesen „Knoten“ zu entwirren.
Regel-Workshop
Danach folgt ein interaktiver Workshop, in dem die Teilnehmer*innen eigene Gemeinschaftsregeln entwickeln. An einem großen Tisch oder auf einem Plakat werden gemeinsam Regeln aufgeschrieben, die für das Zusammenleben im Lager wichtig sind. Die Gruppenleiter*innen moderieren diese Diskussion und geben Impulse, falls die Teilnehmer*innen Schwierigkeiten haben, Ideen zu entwickeln. Wichtig dabei ist, dass alle Regeln respektvoll und fair formuliert werden, sodass sie für die gesamte Gruppe verbindlich sind. Beispiele für Regeln könnten sein: „Wir hören einander zu“, „Wir helfen einander“, „Wir respektieren die Privatsphäre der anderen“. Zum Abschluss des Vormittags werden die Regeln für den Tag gemeinsam verlesen und von allen Teilnehmer*innen mit einer Unterschrift bestätigt.
Kreativ-Workshop
Im Anschluss an den Regel-Workshop gibt es eine kreative Aufgabe, bei der jede Gruppe oder jedes Zelt eine kleine Präsentation vorbereitet, in der sie ihre wichtigsten Regeln darstellen – zum Beispiel in Form eines kurzen Theatersketches, eines Liedes oder eines gemalten Posters.
Mittagessen
Nach einem produktiven Vormittag ist es wichtig, eine Pause einzulegen. Das Mittagessen ist eine ruhige Zeit, in der die Teilnehmer*innen in kleinen Gruppen oder im Speisesaal zusammenkommen. Es ist eine Gelegenheit für die Kinder und Jugendlichen, sich auszutauschen und auch einmal über etwas anderes als die Lagerregeln zu sprechen. Das Mittagessen besteht aus einem leckeren, ausgewogenen Menü, das den Teilnehmer*innen Energie für den Nachmittag liefert.
Gestaltung des Nachmittages
Am Nachmittag geht es weiter mit Aktivitäten, die die Gruppen zusammenschweißen.
Kooperationsspiele
Es folgen verschiedene Kooperationsspiele, die die Teilnehmer*innen in kleine Gruppen aufteilen. Dabei werden Aufgaben gestellt, die nur im Team gelöst werden können. Ein Beispiel ist das „Luftballon-Spiel“, bei dem mehrere Gruppenmitglieder einen Luftballon mit ihren Körpern (ohne Hände) in der Luft halten müssen, während sie durch einen Parcours laufen.
Workshops zum Thema Verantwortung
In einem weiteren Workshop denken die Teilnehmer*innen in kleinen Gruppen darüber nach, wie sie selbst Verantwortung für das Zusammenleben übernehmen. Welche Aufgaben fallen im Lager an, die jede*r einzelne erledigen kann? Welche Regeln muss jede*r von uns einhalten, um das Zusammenleben angenehm zu gestalten? Auch hier steht wieder die Eigenverantwortung und der respektvolle Umgang miteinander im Mittelpunkt.
Abend-Gestaltung
Am Abend geht es darum, den Tag ruhig ausklingen zu lassen und den Gemeinschaftssinn weiter zu stärken. Der Abend sollte Raum für Entspannung sowie für reflektierende Gespräche und gemeinsame Erlebnisse geben.
Abendessen
Zum Abendessen wird eine warme Mahlzeit serviert. Während des Essens haben die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, in einer lockeren Atmosphäre über den Tag zu sprechen. Was haben sie gelernt? Wie haben sie die gemeinsamen Regeln erlebt? War es einfach, zusammenzuarbeiten? Auch hier geben die Gruppenleiter*innen kleine Gesprächsimpulse.
Tagesabschluss
Zum Tagesabschluss gibt es ein Lagerfeuer. Alle Teilnehmer*innen versammeln sich um das Feuer und reflektieren den Tag. Vielleicht gibt es eine kurze Andacht oder eine Geschichte zum Thema Gemeinschaft, Zusammenhalt und Verantwortung. Das Lagerfeuer ist ideal, um gemeinsam zu singen, zu musizieren oder einfach die Ruhe zu genießen. Wer möchte, kann etwas über seine Erlebnisse des Tages erzählen.
Hinweise
Zwischen den Programmpunkten sollte immer genügend Zeit für Erholung eingeplant werden. Kinder und Jugendliche brauchen Zeit, um sich zu entspannen und um den Kopf freizubekommen. Es ist wichtig, dass der Tagesablauf flexibel gestaltet wird, je nach Wetter und Stimmung der Gruppe. Bei Bedarf werden Programme angepasst oder spontan geändert.
Material
– Stifte, Notizblöcke, Klemmbretter
– Musikanlage und Lautsprecher
– Pavillons oder Sonnensegel
– Namensschilder
– Karteikarten oder Papier für Aktivitäten
– Tafel oder Flipchart für Regeln
– Musik für Weck- und Begleitaktivitäten
– Materialien für Eisbrecher-Spiele (Seile für „menschlicher Knoten“)
– Plakate oder große Papierbögen für den Regel-Workshop
– Filzstifte, Marker und Klebeband
– Bastelmaterialien für den Kreativ-Workshop (Papier, Scheren, Kleber, Farben)
– Luftballons für Kooperationsspiele
– Materialien für Parcours (Hütchen, Seile, Hindernisse)
– Lagerfeuerzubehör (Holz, Feueranzünder, Sitzmöglichkeiten)

