Sommergeschichten einsammeln
Der September ist ein guter Moment, um Sommererlebnisse sichtbar zu machen. Nicht als Wettbewerb nach dem Motto „Wer hatte die tollsten Ferien?“, sondern als wertschätzender Austausch. Denn Ferien sind unterschiedlich. Manche Kinder und Jugendliche waren weit weg, andere zu Hause. Manche hatten schöne Wochen, andere vielleicht schwierige.
Eine sensible Gruppenstunde fragt deshalb nicht nur nach Urlaub und Reisen, sondern nach Momenten. Was war ein schöner Augenblick? Was hat gutgetan? Was war langweilig, überraschend oder anstrengend? Was nehme ich aus dem Sommer mit?
Solche Fragen öffnen den Raum für Vielfalt. Sie verhindern, dass nur spektakuläre Ferienerlebnisse zählen. Gleichzeitig helfen sie der Gruppe, wieder miteinander in Beziehung zu kommen. Wer zuhört, versteht mehr voneinander.
Das neue Gruppenjahr gemeinsam planen
Der September eignet sich besonders gut, um mit Kindern und Jugendlichen auf das kommende Gruppenjahr zu schauen. Was wollen wir erleben? Welche Themen interessieren uns? Welche Aktionen wünschen wir uns? Welche Verantwortung möchten wir übernehmen?
Partizipation ist hier mehr als ein Zusatz. Sie kann den Start ins neue Gruppenjahr prägen. Wenn Kinder und Jugendliche merken, dass ihre Ideen wirklich zählen, steigt die Motivation. Gleichzeitig entsteht ein gemeinsames Gefühl von Richtung.
Dabei muss Planung nicht trocken sein. Ihr könnt Wunschzettel für die Gruppe gestalten, eine Ideenwand eröffnen, Themenkarten auslegen oder gemeinsam abstimmen. Wichtig ist, ehrlich zu kommunizieren, was möglich ist und was nicht. Mitbestimmung bedeutet nicht, dass jede Idee sofort umgesetzt wird. Sie bedeutet, dass Kinder und Jugendliche ernst genommen werden.
Für eine breitere Sammlung an saisonalen und thematischen Impulsen kann auch der Gruppenstunden-Kalender hilfreich sein.






