Der September ist ein Monat des Wieder-Ankommens. Die Sommerferien liegen hinter vielen Kindern und Jugendlichen, der Alltag beginnt neu, Stundenpläne verändern sich, Gruppen starten wieder regelmäßiger. Gleichzeitig wird langsam spürbar: Der Sommer verabschiedet sich. Die Abende werden früher dunkel, das Wetter wird wechselhafter, und viele Gruppenstunden verlagern sich Schritt für Schritt wieder nach drinnen.
Genau darin liegt die besondere Chance dieses Monats. Der September ist kein abrupter Schnitt, sondern ein Übergang. Von Sommer zu Herbst, von Ferienfreiheit zu Alltag, von offenen Draußen-Aktionen zurück zu verlässlichen Gruppenzeiten. Für Jugendleiter*innen ist das eine gute Gelegenheit, die Gruppe neu wahrzunehmen, Strukturen zu klären und Gemeinschaft bewusst zu stärken.
Gruppenstunden im September dürfen deshalb beides verbinden: die Leichtigkeit des Sommers und die Orientierung des neuen Gruppenjahres. Sie dürfen noch einmal draußen stattfinden, wenn es passt. Sie dürfen aber auch drinnen wieder Raum schaffen für Kennenlernen, Gespräche, Spiele, Planung und Rituale.
Der September als Neustart-Monat
Nach den Sommerferien ist vieles nicht mehr ganz so wie vorher. Manche Kinder und Jugendliche kommen voller Geschichten zurück. Andere wirken stiller, müder oder noch nicht wieder im Alltag angekommen. Neue Teilnehmende können dazukommen. Andere fehlen vielleicht. Rollen in der Gruppe verschieben sich, Freundschaften verändern sich, Interessen entwickeln sich weiter.
Eine gute September-Gruppenstunde nimmt diesen Neustart ernst. Sie tut nicht so, als wäre einfach alles wie vorher. Stattdessen schafft sie Raum für Rückkehr, Orientierung und Begegnung. Gerade die erste Gruppenstunde nach den Sommerferien ist dafür besonders wichtig. Sie kann helfen, die Gruppe wieder zusammenzubringen, neue Kinder und Jugendliche willkommen zu heißen und einen guten Start ins neue Gruppenjahr zu gestalten. Ausführliche Impulse dafür findet ihr im Guide: Erste Gruppenstunde nach den Sommerferien und in den Ideen für die erste Gruppenstunde nach den Sommerferien.
Der Neustart muss nicht perfekt sein. Viel wichtiger ist, dass Kinder und Jugendliche spüren: Ihr seid willkommen. Wir nehmen uns Zeit. Wir beginnen nicht mit Druck, sondern mit Beziehung.






