1-Minuten Impuls “Der kraftvolle Baum” zum Thema Wertschätzung

Ein Gärtner hatte es sich zur Aufgabe gemacht, einen Baum zu pflanzen. Dieser sollte größer und schöner sein als alle Pflanzen, die er in seinem riesigen Garten besaß. Also tat er alles dafür, um die optimalen Bedingungen für einen gesunden Wuchs zu schaffen. Er zog alle störenden Pflanzen und Sträucher aus dem Erdreich und warf sie achtlos weg. Dann hob er mit einem Minibagger ein großes Loch aus, wässerte es und gab den besten Dünger hinein, den der Handel zu bieten hatte.

Über all die Jahre hinweg achtete der Gärtner nur noch auf seinen Baum. Er hegte und pflegte ihn mit größter Hingabe. Den anderen Gewächsen in seinem Garten hingegen schenkte er kaum noch Beachtung. Mit der Zeit verkümmerten sie und gingen ein. Das war dem Gärtner allerdings gleichgültig. Für ihn zählte nichts anderes, als dass ein Baum weiterhin gesund wuchs und prächtig gedieh. Je größer der Baum wurde, desto häufiger prahlte der Gärtner vor seinen Kollegen mit dem Prachtexemplar. 

Die Menschen beneideten den Gärtner um diesen wundervollen Baum. Sie kamen in Scharen, um ihn zu bestaunen und fragten den Gärtner immer wieder, wie er es geschafft hätte, ein solches Pflanzenkunstwerk zu kreieren. Mit stolz geschwellter Brust erklärte der Gärtner dann, dass er für seinen Baum von Anfang an nur das Beste getan hätte und dass die anderen Pflanzen im Garten für ihn unwichtig geworden seien. 

Eines Tages zog ein schweres Unwetter auf. Es regnete und stürmte, und der Baum im Garten wackelte bedenklich hin und her. Doch der Gärtner war sich sicher, dass der Baum aufgrund seines starken Wurzelwerks dem Sturm standhalten würde. Am nächsten Morgen sah der Gärtner aus dem Fenster und sah, dass der Baum umgestürzt und auf das Dach seiner Garage gefallen war. 

Der Boden war zu locker gewesen, weil keine Pflanzen mehr vorhanden waren, die das Erdreich hätten stärken können. Auch gab es ja keine Sträucher mehr, die die Macht des Windes hätten abmildern können. Allein konnte also der Baum nicht überleben. So groß wie er war, so sehr war er doch auf die Unterstützung der anderen Pflanzen und Sträucher angewiesen gewesen. Doch der Gärtner hatte dies in seinem Stolz viel zu spät erkannt. 

Fazit:
Auch bei großen Projekte darf der Blick zu den kleineren Aufgaben nicht vergessen werden. Gleiches gilt für den Teilnehmenden-Kreis: Alle sollten beachtet und wertgeschätzt werden, um gemeinsam erfolgreich zu sein.

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Daniel
Daniel
Hey, ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und war über zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier seit mehr als 15 Jahren über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Du findest hier fertige Gruppenstunden, Spiele, Freizeit-Ideen und mehr von mir. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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