Die Gruppenstunde mit den Kindern und Jugendlichen macht viel Spaß. Es braucht jedoch etwas Organisation und Planung, damit die Gruppenstunde das ganze Jahr über interessant bleibt und die Mädchen und Jungen gerne teilnehmen. Immer neue Ideen sind gefragt, damit die Treffen neue Anreize und eine Menge Freude mitbringen. Im Folgenden gibt es dazu einige Tipps.

Januar

Der Januar beginnt für die Treffen meistens erst wieder nach den Ferien. Es ist kalt, draußen schnell dunkel und ungemütlich. Hier sind Aktionen gefragt, die drinnen stattfinden, vielleicht bei heißem Tee und Teelichtern.

Hier eignen sich Diskussionsrunden, die allerdings moderiert werden sollten. Damit niemand beleidigt oder nicht ernst genommen wird. Ein Thema sollte vorgegeben werden aber auch die Jugendlichen können Themen vorschlagen, die sie bewegen. Es kann hier zum Beispiel um Ideen zur Berufswahl gehen, aber auch die aktuelle Politik kann interessant sein so wie über mögliche Hobbies und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Februar

Im Februar können drinnen einige Tätigkeiten erfolgen. Dieser Monat kann bei der Gruppenstunde zum Beispiel für das Töpfern oder die Modellierung mit Fimo oder Salzteig eingeteilt werden. Wichtig ist, dass sich dabei alle Jugendlichen beteiligen und sich niemand ausgeschlossen fühlt. Dabei kann Musik gehört oder ein Hörbuch eingeschaltet werden. So kommen alle Jugendlichen mental herunter, entspannen sich und können den Alltag um sie herum vergessen. Allerdings sollten Pausen für nette Gespräche gemacht werden.

Acrylmalerei oder Malen mit anderen Farben und Stiften kann hier bestens integriert werden. Malen fördert die Konzentration und die Ausdrucksfähigkeit. Natürlich malen nicht alle Teilnehmer gleich gut aber jeder wirkt kreativ mit und versorgt das eigene Gehirn mit neuen Eindrücken in der Gruppenstunde.

März

Bei der Gruppenstunde im März können Specksteine von Kindern und Jugendlichen bearbeitet werden. Specksteine sind sehr weich in ihrer Substanz und können mit einer Nagelfeile, generell Feilen und Raspeln bearbeitet werden. Falls die Jugendlichen im Februar jedoch genug kreativ waren und sich eine Abwechslung wünschen, ist das Geocaching eine Idee. Hierzu kann sich jeder Gruppenleiter im Internet informieren.

Wenn in der Gruppenstunde Geocaching angeboten wird, dann geht es um eine Schatzsuche im Freien. Im Internet bekommt man die Koordinaten für das Versteck und kann mit jedem Smartphone mit Hilfe des GPS dann auf die Schatzsuche gehen. Vor Ort trägt man sich in ein Logbuch ein. Trotz Koordinaten muss oft noch eine Weile gesucht werden, bis der Schatz gefunden wird.

April

Die Gruppenstunde im April kann mit verschiedenen Gesellschaftsspielen verbracht werden. Jeder hat ein oder mehrere Spiele zu Hause und kann diese mitbringen. Dabei erklärt einer die Spielregeln und es kann zeitnah losgehen. Entweder auf einem großen Tisch, oder auf dem Fußboden und jeder nutzt ein Sitzkissen.

Am meisten Spaß machen Spiele, an denen möglichst viele Kinder oder Jugendliche teilnehmen können. Da gibt es zum Beispiel Tabu. Einer versucht per Pantomime einen Begriff zu vermitteln und die Anderen raten. Bestimmt haben einige Kinder schon Spiele, die ihnen richtig viel Spaß machen.

In der Gruppenstunde sollten eventuelle Verlierer der Spiele aufgemuntert und seelisch aufgebaut werden. Nicht alle Kinder und Jugendlichen könne gut mit einer persönlichen Niederlage umgehen, auch wenn diese noch so klein ist.

Mai

Im Mai scheint die Sonne, es gibt erste warme Tage und manchmal kann es schon im Tshirt hinaus in die Natur gehen. Hier bietet sich der Besuch im Zoo oder im Wildtierpark an. Es macht Spaß, die Tiere aus der Nähe zu betrachten und innerhalb der Gruppenstunde gibt Gelegenheit, gemeinsam die Welt zu entdecken.

Dabei kann der Besuch innerhalb der Gruppenstunde vor geplant werden, indem sich alle über die Tiere austauschen und gemeinsam etwas über ihren Lebensraum und ihr Verhalten lernen.

Vielleicht gibt es auch einen Vogelpark oder einen Schmetterlingspark, der in der Gruppenstunde besucht werden kann. Hier kommt es darauf an, was die Örtlichkeiten in der Umgebung zu bieten haben. Sicher haben auch die Kinder und Jugendlichen Wünsche und Ideen, wen oder was sie gerne besuchen und mit den Anderen gemeinsam erleben wollen.

Juni

Im Juni sollten die jungen Leute an die frische Luft. Unternehmungen sind angesagt und mit einigen Tipps und Tricks, werden die Jugendlichen ermuntert, welche keine Lust haben. Bekanntlich wird es aber immer dann am Schönsten.

Wenn alle Jugendlichen ein Fahrrad haben, ist eine Radtour mit Halt an einer Eisdiele eine gute Idee. Alternativ kann die Gruppenstunde auch in einer Wanderung mit ausgiebigem Picknick enden. Im Grünen kann dabei Sport stattfinden wie Boule, Badminton oder Fußball. Langweilig muss es draußen nicht sein, denn es gibt viel zu erleben.
Für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Handicaps muss es auf jeden Fall ein Begleitprogramm geben oder diese am besten direkt mit einbezogen werden.

Juli

Die Gruppenstunde im Juli kann im Freibad erfolgen. Freibäder sind meistens nicht so teuer wie Hallenbäder und bieten mehr Platz auf einer Wiese oder Liegefläche. Allerdings sollte vorher festgestellt werden, wer gut schwimmen kann und wer nicht. Achtung: heute sind viele Jugendliche übergewichtig. Es sollten alle Teilnehmer mit diesem Thema einverstanden sein und sich dabei wohl fühlen.

Dabei kann im Wasser oft Wasserball gespielt oder um die Wette geschwommen werden. Ein Besuch im Freizeitbad kann aktiv gestaltet werden.

August

Tshirts bemalen und Kleidung färben. Dabei können auch kleine Nieten oder Bügelbilder in der Gruppenstunde befestigt werden. Die meisten Jugendlichen möchten ihre Kleidung selbst bestimmt tragen. Einige weiße Tshirts sind nicht teuer und auch die Farben, Nieten oder Bügelbilder preiswert. Die Gruppenstunde im August kann sich damit befassen, Shirts zu batiken oder zu färben und anschließend zu verschönern. Dies muss nicht unbedingt drinnen stattfinden. Viele dieser Tätigkeiten sind auch an der frischen Luft machbar. Tshirts können zum Beispiel im Garten mit Hilfe von Textilstifen bemalt und beschrieben werden.
So kann es einige individuelle Klamotten geben, die die Jugendlichen mit Stolz und Freude tragen dürfen.

September

Die Gruppenstunde im September kann dem Thema Improvisationstheater gewidmet werden. Hier werden den Jugendlichen, die auf der Bühne oder einfach auf einer Wolldecke stehen Stichwörter oder Sätze zugerufen, die in die Tat umgesetzt werden. Nach einigen Übungen ist dies eine gute Gelegenheit, die Eltern mit einzubeziehen und eine Vorführung zu organisieren. Die meisten Jugendlichen sind bereits bei den Vorbereitungen aufgeregt und mit Feuereifer dabei. Dabei nicht vergessen, die Eltern für diese besondere Gruppenstunde rechtzeitig einzuladen, damit möglichst viele von ihnen kommen.

Oktober

Im Oktober beginnt der Herbst. Draußen befinden sich überall bunte Blätter, Eicheln, Kastanien und Tannenzapfen. Bei einem gemeinsamen Ausflug können diese Dinge in der Gruppenstunde gesammelt werden. Anschließend steht das Blätter trocknen an. Zur anschließenden Bastelstunde erscheinen sicher alle freudig. Einige Dinge wie Streichhölzer, Kleber und Vorlagen für kleine Kunstwerke sollten bereit gestellt werden.

Auch toll: die Pilzsuche im großen Wald. Aber bitte nur dann, wenn es einen kundigen Pilzkenner gibt, der mitgehen kann. Anschließend kann daraus eine warme Suppe oder eine andere Mahlzeit in der Küche zubereitet werden.

November

Es ist wieder schnell dunkle draußen, kalt und grau. Hier sind Indooraktivitäten gefragt, welche die ganze Gruppe in Schwung und auf gute Gedanken bringen. Hier gibt es viele Ideen für Ausflüge: ein Indoorspielplatz, eine Kletterhalle, ein Museum erkunden, ins Planetarium gehen oder auch mal ins Kino und Theater. Tipps für Langweiler: ab auf die Eisbahn oder in eine Halle zum Inlineskaten. Dies macht so gut wie allen jungen Menschen Spaß in der Gruppenstunde.

Am besten die einzelnen Termine rechtzeitig abstimmen. Die Dinge, bei denen die meisten Teilnehmer mitgehen möchten, werden dann gebucht und besucht. In der Regel sind die Kinder und Jugendlichen froh, dem grauen Alltag zu entfliegen und in der Gruppe Spaß zu haben.

Dezember

Die Gruppenstunde im Dezember kann zum Kekse backen, Krippe basteln und Geschenkideen für Familie und Freunde genutzt werden.

Gemeinsames Kekse backen stärkt den Teamgeist und macht Spaß. Teig formen stärkt die Haptik und die Verzierung die Kreativität. Am Ende können alle Teilnehmer ihre Kekse mit den Rezepten mit nach Hause nehmen. Selbst essen oder verschenken, ganz nach Wunsch.
Unter Anleitung kann eine Krippe für Heiligabend gebastelt werden. Dabei sollte der Leiter der Gruppenstunde einige Materialien besorgen und einige Tipps und Ideen für Krippen mitbringen und unterstützend tätig sein. Die Eltern werden stolz auf ihre Kinder sein und sich freuen wenn eine selbst gebastelte Krippe neben dem Tannenbaum steht.
Alternativ kann ein Krippenspiel eingeübt und anschließend vor Familie und Freunden aufgeführt werden. Dies erfordert einige Wochen an Übung, Sammlung von Ideen, eventuell Verkleidungen und einen vorbestimmten Text. Zumindest einen groben Rahmen für die Aufführung soll es geben. Theoretisch kann auch beim Krippenspiel improvisiert werden. Hier können die Jugendlichen und Kinder entscheiden, welche Variante sie bevorzugen.

Fazit

Besonders wichtig ist es, dass alle Kinder und Jugendlichen voll in die Gruppenstunde integriert sind. Außenseiter müssen mit einbezogen und die Gruppe gestärkt werden. Dann haben alle gemeinsam Spaß und kommen gerne, um mehr miteinander zu erleben. Und: der Jugendgruppenleiter sollte motivieren, aktivieren und nach Möglichkeit ein kleines Vorbild sein. Dann klappt es auch das ganze Jahr über, die Kinder und Jugendlichen gemeinsam zu unterstützen und mit ihnen viele wunderschöne Momente zu erleben. Nur wenn die Gruppe zusammen hält, läuft alles in der Gruppenstunde optimal. Gemeinsame Erlebnisse stärken die Gruppe aber auch jeden einzelnen der Kinder und Jugendlichen und bereiten sie ein Stück auf das künftige Leben vor.

Daniel
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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