Es gibt Bücher über ihn und auch manch ein Jugendleiter hat einen: einen Spielekoffer. Ein kleines Köfferchen, in  dem sich einiges Material befindet, um spontan einige Spiele aus dem Ärmel schütteln zu können. Zusammen mit dem  passenden Spielebuch entsteht so ein schnell einsetzbares Spiele-Allerlei für jede Gelegenheit. Klingt toll, aber jetzt kommt das aber:

Braucht man einen Spielekoffer überhaupt?

Man muss ihn natürlich immer dabei haben, er muss gut ausgestattet sein und man muss Spiele und Methoden mit den Materialien immer parat haben, um alles zu nutzen. Der beste Koffer nutzt nichts, wenn er daheim in der Ecke steht oder sonst wo vergessen wird. Das Material muss für die Zielgruppe ausreichend in dem Koffer vorhanden sein und man muss auch alle Spiele soweit kennen, dass sie zumindest in einer Grundversion sofort gespielt werden können.

Wichtig ist aus meiner Sicht, dass das Spielematerial oft und vielseitig zu verwenden ist. Ansonsten schafft man viel Material an und nutzt es kaum. Außerdem frisst es Platz in einem Spielekoffer. Je mehr Spaß das Material weckt, umso besser. Daher bunte und ungewöhnliche Dinge sammeln, wie zum Beispiel ein Gummihuhn. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass die Materialien sicher sind und sich damit niemand verletzen kann. Daher eher Softbälle oder Tücher nutzen. Nicht zuletzt ist das Gewicht zu beachten. Ihr wollt euch ja nicht totschleppen.

Einen echten Spielekoffer habe ich nicht. Zu umständlich, diesen immer gefüllt dabei haben zu müssen. Was ich habe, ist eine Kiste mit ungewöhnliche, Spielmaterial wie dem bereits erwähnten Gummihuhn, einem 1-Minuten-Countdown-Buzzer aus einer längst vergangenen Fast-Food-Aktion, schräge Feedback-Karten und noch einiges mehr an Klimmbimm. Wenn ich weiß, dass  ich auf eine Freizet fahre, wo ich dieses Material bestimmt nicht vorfinde, packe ich die Kiste ein. Ansonsten reicht mir mein Repertoire an Spielen, die man entweder ohne Material spielen kann oder nur mit solchem, dass ich überall vorfinde: Papier, Stifte und Co.

Wenn euch ein Methodenkoffer sinnvoll erscheint, würde ich die folgende Basis-Ausstattung empfehlen:

  • Karteikarten und Stifte in verschiedenen Farben
  • Wollknäuel
  • Kleine Bälle
  • Würfel
  • Kreppklebeband

Und? Denkst du, dass man einen Spielekoffer braucht?  Hast du einen solchen Koffer? Dann erzähl einmal, welches Material sich darin befindet.

Daniel
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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