Bestes Wetter, tolles Programm und zufriedene Kinder. Das wäre doch wohl wünschenswert, wenn man sich ein ultimativ perfekt ablaufendes Zeltlager vorstellt, oder? Vielleicht sind es aber doch auch eher andere, kleinere Dinge, die entscheidend sind. Meine Gedanken dazu fasse ich heute mal zusammen:

Kreativität rules

Gutes Wetter? Pah, das braucht doch kein Mensch. NAtürlich ist es schön, bei Sonnenschein zu zelten. Aber zur Naturerfahrung gehört es aus meiner Sicht auch, Regen und Matsch zu erfahren. Es kommt eben auf eine gute Vorbereitung an, um mit allen Gegebenheiten zurechtzukommen. Es heißt also, Schlecht-Wetter-Alternativen im Gepäck zu haben oder entsprechend schnell kreativ zu handeln, um auch bei schlechtem Wetter ein Programm auf die Beine stellen zu können. Dass wir im Sommer eben auch Regentage in Deutschland haben, sollte ja eigentlich keinen überrachen? 😉

Gute Stimmung

Ein Ferienlager ist für das Leitungsteam mehr als nur eine Woche oder einige Tage beisammensein. Meist steckt eine fast einjährige Vorbereitung dahinter. Dass es da auch Knatch und Streit gibt, ist normal. Wichtig ist aber, dass diese Probleme vor dem Lager aus der Welt geschafft werden. Nur dann können die Tage, die gemeinsam auf engsten Raum verbracht werden, gelingen. Und gute Stimmung im Team breitet sich dann auch auf die Teilnehmer aus. Fördert daher die gute Stimmung im Leitungsteam von vornherin: Unternehmt auch vor dem Lager gemeinsam kleine Abenteuer und nehmt euch Zeit für Team-bildende Maßnahmen. Es lohnt sich – für euch als Team als auch für die Teilnehmer.

Auszeiten

Für alle Beteiligten sind im Ferienlager Auszeiten gut und wichtig. Kinder können sich als Gruppe einmal ohne Leitung erfahren, Natur entdecken und den eigenen Ideen nachgehen. Viele sind vielleicht auch froh, raus zu sein aus schulischem Stress und familiärem Alltag. Ein Zeltplatz und ein gut ausgestattetes Materiallager bieten Raum für eigene Beschäftigung und dem Nachgehen eigener Ideen. Auch Freundschaften können so auf eine ganz neue Ebene gehoben werden, wenn gemeinsam an einem Bach ein Staudamm entsteht – und auch, wenn es vielleicht Streit zwischen Freunden gibt, der im Zelt oder vor der Gruppe – ohne Leitung – geklärt werden muss.

Auch für Jugendleiter ist es wichtig, sich bewusst während des Lagers eine Auszeit zu gönnen. Zwischen Programm, Abendvorbereitung, Kochen und Kinder versorgen sollten Jugendleiter auch einmal an sich denken und sich einen Moment am Tag zurückziehen. Manche tun dies bei einer langen Zigarette, anderen bei einem Spaziergang oder einem Moment im Schlafsack. Mir haben diese Momente immer gut getan, um in mich selbst reinzuhorchen und zu überlegen, wie mir die Situation im Lager gerade gefällt, was gut läuft, was schlecht läuft. Diese Momente der Ruhe wirken sich auf die beiden oberen Punkte aus: Ich konnte so heraufinden, was mich im Moment belastet und diese Punkte im Anschluss benennen und an einer Lösung arbeiten. Außerdem gaben mir diese Momente die Möglichkeit, das anstehende Programm noch einmal zu durchdenken und an die aktuellen Bedingungen (Wetter, Stimmung, Motivation der Gruppe) anzupassen.

Fazit & eure Meinung

Es sind eher die inneren Einstellungen aller Beteiligten, die ein Ferienlager perfekt machen. Und was sollte dann am Ende stehen? Hoffentlich doch die zufriedenen Kinder, die eine schöen Zeit mit dem Betreuerteam hatten.

Wie stehst du dazu? Was macht ein Ferienlager für dich perfekt? Erzähl uns davon in dne Kommentaren.

Wenn ihr noch Ideen für das perfekte Ferienlager sucht, dann schaut einmal in unsere Sammlung mit 99 Ideen fürs Ferienlager. Diese findet ihr als Download hier im Blog.

Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden.

Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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