Der Herbst ist eine Zeit des Wandels und der natürlichen Farbenpracht. In dieser Gruppenstunden-Reihe entdecken Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren die Vielfalt dieser Jahreszeit auf kreative, spielerische und reflektierende Weise. Sie erleben, wie sich Natur und Umwelt verändern, setzen sich mit den Elementen des Herbstes auseinander und nehmen die Farbenvielfalt bewusst wahr. Jede Gruppenstunde greift einen Aspekt des Herbstes auf und macht die Themen für die Jugendlichen lebendig und greifbar. Diese Gruppenstunden-Reihe lädt dazu ein, den Herbst mit neuen Augen zu sehen und sich auf die natürlichen Veränderungen dieser Jahreszeit einzulassen. Dabei geht es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern vor allem um das persönliche Erleben, um Sinneserfahrungen und um die Verbindung zwischen Natur und Gemeinschaft.
- 1. Gruppenstunde: Die Farben des Herbstes erleben und gestalten
- Aufwärmspiel: Farbenjagd
- Einführung ins Thema: Was Farben mit uns machen
- Arbeit am Thema: Herbstfarben kreativ erleben
- Spiel: Farbgeflüster
- Abschlussrunde und Verabschiedung
- Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
- 2. Gruppenstunde: Der Herbst als Zeit des Wandels
- Aufwärmspiel: Veränderungs-Challenge
- Einführung ins Thema: Herbst als Symbol für Veränderung
- Arbeit am Thema: Der Herbst des eigenen Lebens
- Spiel: Herbstliche Balance
- Abschlussrunde und Verabschiedung
- Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
- 3. Gruppenstunde: Der Herbst als Spiel der Elemente
1. Gruppenstunde: Die Farben des Herbstes erleben und gestalten
Der Herbst ist die Jahreszeit voller Farbspiele, Veränderungen und Übergänge. In dieser ersten Gruppenstunde setzen sich die Kinder und Jugendlichen kreativ und spielerisch mit den Farben des Herbstes auseinander.
Aufwärmspiel: Farbenjagd
Zum Einstieg in die Gruppenstunde erwartet die Teilnehmer*innen ein dynamisches Spiel. Wenn ihr draußen seid, gebt den Jugendlichen die Aufgabe, innerhalb von fünf Minuten möglichst viele verschiedene herbstliche Farben in der Umgebung zu entdecken. Sie können Blätter, Steine oder auch Rinde sammeln. Falls ihr drinnen bleibt, wandelt ihr die Aufgabe ab: Verteilt farbige Gegenstände oder Farbkarten im Raum. Die Jugendlichen müssen so schnell wie möglich eine Farbpalette aus mindestens fünf verschiedenen Herbsttönen zusammenstellen. Anschließend stellt jede*r kurz vor, welche Farben gefunden wurden und welche Emotionen sie damit verbinden.
Einführung ins Thema: Was Farben mit uns machen
Nach dem Bewegungsspiel setzt ihr euch in einen lockeren Kreis. Fragt die Jugendlichen: Welche Farbtöne verbindet ihr mit dem Herbst? Welche Gefühle wecken sie in euch? Greift die Bedeutung von Farben im Alltag auf. Rot steht für Energie oder Wärme, Gelb für Licht und Freude, Orange für Kreativität und Braun für Bodenständigkeit. Lasst die Jugendlichen eine Farbe wählen, die sie persönlich mit dem Herbst verbinden und in einem kurzen Satz erklären, warum.
Arbeit am Thema: Herbstfarben kreativ erleben
1. Naturfarben selbst herstellen
Farben lassen sich spielend leicht aus natürlichen Materialien gewinnen. Für diese Übung braucht ihr Blätter, Beeren, Erde, Blüten oder Gemüse wie Rote Beete, Kurkuma, Spinat. Lasst die Teilnehmer*innen die Naturmaterialien mit Mörsern zerreiben und mit etwas Wasser oder Pflanzenöl vermengen. Sie experimentieren, welche Farben sich aus welchen Materialien herstellen lassen und malen kleine Skizzen oder Farbflächen auf Papier.
2. Herbstfarben in der Kunst
Nachdem die selbstgemachten Farbmischungen ausprobiert wurden, überlegt ihr gemeinsam, welche Rolle Herbstfarben in der Kunst spielen. Zeigt den Jugendlichen berühmte Gemälde oder Fotografien, in denen Herbstfarben dominieren. Fragt sie: Warum wählen Künstler*innen gerade diese Farben? Welche Stimmungen erzeugen sie? Anschließend bekommen die Jugendlichen die Aufgabe, mit den selbst hergestellten oder klassischen Farben ein eigenes Herbstbild zu malen. Das Motiv ist frei wählbar – es kann eine Herbstlandschaft oder einfach ein Farbmuster sein.
Spiel: Farbgeflüster
Nach dem kreativen Teil ist es Zeit für ein spielerisches Element, das den Gruppenzusammenhalt stärkt. Beim „Farbgeflüster“ setzt sich die Gruppe in einen Kreis. Eine*r beginnt und nennt eine Herbstfarbe sowie ein Wort, das sie oder ihn daran erinnert (z. B. „Orange – Kürbis“). Die nächste Person wiederholt das Wort und ergänzt ein neues („Orange – Kürbis – Kaminfeuer“). So wächst die Wortkette immer weiter. Wer sich nicht mehr erinnert oder zu lange zögert, scheidet aus.
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Abschlussrunde und Verabschiedung
Zum Abschluss setzt ihr euch noch einmal zusammen und jede*r sagt in einem Satz, was ihr oder ihm an der Gruppenstunde gefallen hat. Stellt die Frage: Welche Farbe beschreibt eure heutige Stimmung? Jede*r nennt eine Farbe und, wenn gewünscht, eine kurze Begründung. Zum Schluss kündigt ihr an, dass sich die nächste Gruppenstunde weiter mit dem Thema Herbst(farben) beschäftigt, diesmal aus einer anderen Perspektive. Wer möchte, kann in der Zwischenzeit eine besonders schöne herbstliche Szene fotografieren oder skizzieren und sie in der nächsten Stunde mitbringen.
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
Material
– Blätter, Beeren, Erde, Blüten, Gemüse (z. B. Rote Beete, Kurkuma, Spinat) für Naturfarben
– Mörser und Schalen zur Farbherstellung
– Pinsel und Papier
– Farbkarten oder herbstliche Gegenstände für das Aufwärmspiel
– Ausdrucke oder digitale Bilder von Kunstwerken mit Herbstfarben
2. Gruppenstunde: Der Herbst als Zeit des Wandels
Der Herbst ist eine Zeit des Wandels: Die Natur bereitet sich auf den Winter vor, die Blätter färben sich und fallen. In dieser Gruppenstunde setzen sich die Jugendlichen mit der Symbolik des Herbstes auseinander: Veränderung, Abschied, aber auch Neuanfang und Vorbereitung auf das Kommende.
Aufwärmspiel: Veränderungs-Challenge
Zum Einstieg in die Gruppenstunde gibt es eine interaktive Übung, die die Wahrnehmung für Veränderungen schärft. Die Gruppe steht in einem Kreis und schaut einander an. Danach drehen sich alle um und jede*r verändert eine Kleinigkeit an sich – sei es, die Frisur zu ändern, ein Kleidungsstück anders zu tragen oder eine Haltung anzunehmen. Anschließend drehen sich alle wieder zurück und die anderen müssen herausfinden, welche Veränderungen es gibt.
Einführung ins Thema: Herbst als Symbol für Veränderung
Nach dem Spiel setzt sich die Gruppe in einen Kreis. Eröffnet die Gesprächsrunde mit der Frage: Was verändert sich im Herbst – in der Natur, im Alltag, in uns? Während die Teilnehmenden ihre Gedanken äußern, sammelt ihr auf einer großen Papierbahn oder einer Tafel, was ihnen dazu einfällt. Je nach Gruppendynamik kann das Gespräch offener oder durch gezielte Fragen gesteuert werden: Wie fühlt ihr euch im Herbst? Gibt es Veränderungen, die ihr mögt oder nicht mögt? Welche Veränderungen in eurem eigenen Leben fallen euch ein? Um die Symbolik des Herbstes greifbarer zu machen, könnt ihr eine kurze Geschichte oder ein Gedicht vorlesen, das den Herbst als Übergangszeit thematisiert.
Arbeit am Thema: Der Herbst des eigenen Lebens
1. Herbstblätter der Veränderung
Jede*r Teilnehmer*in bekommt ein Blatt Papier in Form eines großen Ahorn- oder Eichenblattes. Auf diesem Blatt notieren sie eine Veränderung, die sie in den letzten Monaten selbst erlebt haben – das kann etwas Persönliches sein oder eine allgemeine Beobachtung. Danach werden die Blätter gesammelt und an eine vorbereitete Wand oder einen Baumstamm (bei Outdoor-Aktivitäten) gehängt. Gemeinsam betrachtet die Gruppe die „Baumkrone“ der Veränderungen. Anschließend können einige Jugendliche freiwillig erzählen, welche Veränderung sie aufgeschrieben haben und wie sie damit umgegangen sind.
2. Symbolische Herbstkunst – Veränderung sichtbar machen
Jetzt wird es kreativ: Die Jugendlichen gestalten ein Gemeinschaftskunstwerk, das sich verändert. Dafür wird eine große Leinwand oder ein langes Papier vorbereitet. Jede*r beginnt mit einer weißen Fläche und malt oder schreibt Symbole, Worte oder Farben darauf, die für sie oder ihn den aktuellen Lebensabschnitt symbolisieren. Nach einigen Minuten wechselt jede*r einen Platz weiter und bearbeitet das Bild der anderen Person weiter – ergänzt Farben, verändert Formen oder schreibt etwas dazu. Dieser Prozess kann mehrmals wiederholt werden, bis sich das gesamte Kunstwerk verwandelt hat. Am Ende bespricht die Gruppe, wie sich das Bild durch die gemeinschaftliche Arbeit verändert hat und was das über Wandel aussagen kann.
Spiel: Herbstliche Balance
Um nach der intensiven Kreativphase eine Auflockerung einzubauen, folgt nun ein Bewegungsspiel. Die Jugendlichen bilden Paare und bekommen jeweils ein trockenes Blatt, das sie zwischen ihren Handflächen balancieren müssen. Die Aufgabe besteht darin, mit dem Blatt zwischen den Händen einen Hindernisparcours zu durchlaufen, ohne es fallen zu lassen. Danach wird der Schwierigkeitsgrad erhöht: Nun müssen die Paare das Blatt ohne Hände zwischen ihren Unterarmen oder Schultern balancieren.
Abschlussrunde und Verabschiedung
Zum Abschluss der Stunde kommt die Gruppe noch einmal zusammen. Jede*r sagt einen kurzen Satz dazu, was sie oder ihn heute berührt oder überrascht hat. Alternativ nennen alle eine Farbe, die ihre aktuelle Stimmung widerspiegelt. Falls gewünscht, kann eine ruhige Hintergrundmusik laufen, während sich die Jugendlichen noch einige Momente Zeit für ihre Gedanken nehmen. Abschließend kündigt ihr an, dass in der nächsten Gruppenstunde das Thema „Herbst(farben)“ auf eine neue Art weitergeführt wird – es bleibt spannend!
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
Material
– Papier in Form von Blättern (Ahorn, Eiche etc.)
– Stifte, Marker, Pinsel und Farben
– Leinwand oder große Papierrolle für das Gemeinschaftsbild
– Klebeband oder Schnur zum Aufhängen der „Veränderungsblätter“
– getrocknete Blätter für das Bewegungsspiel
3. Gruppenstunde: Der Herbst als Spiel der Elemente
Der Herbst zeigt sich auch in den Kräften der Natur: Wind, Regen, Sonne und Erde prägen diese Jahreszeit. In dieser Gruppenstunde erleben die Teilnehmer*innen die vier Elemente im Herbst hautnah und setzen sich mit ihrer Bedeutung für Natur und Mensch auseinander.
Aufwärmspiel: Element-Wechsel
Die Gruppe steht in einem Kreis. Jede*r bekommt ein Element zugeteilt: Feuer (Sonne), Wasser (Regen), Erde oder Luft (Wind). Die Jugendleiter*innen rufen eines der Elemente aus, woraufhin alle, die diesem Element zugeordnet sind, schnell die Plätze wechseln müssen. Zwischendurch können die Jugendleiter*innen „Herbststurm“ rufen, dann müssen alle den Platz wechseln. Dieses schnelle, dynamische Spiel hilft den Jugendlichen, die vier Elemente des Herbstes auf spielerische Weise zu verinnerlichen.
Einführung ins Thema: Der Herbst und seine Elemente
Nach dem Spiel setzt sich die Gruppe in einen Kreis und bespricht, wie die Elemente im Herbst sichtbar werden. Wind fegt die Blätter von den Bäumen, Regen tränkt die Erde, die Sonne schafft goldene Herbsttage und die Erde nimmt gefallene Blätter auf. Die Jugendlichen überlegen gemeinsam, welches Element ihnen im Herbst am stärksten auffällt und warum. Anhand dieser Gedanken wird ein Übergang zum Hauptteil der Gruppenstunde geschaffen.
Arbeit am Thema: Die Elemente hautnah erleben
1. Wind – die Kraft der Luft spüren
Die Gruppe erhält leichte Stofftücher oder Blätter, die sie in die Luft werfen und versuchen, möglichst lange in Bewegung zu halten. Dabei experimentieren sie mit Windbewegungen – pusten, wedeln oder sich drehen und erleben das Element Luft bewusst. Danach reflektiert die Gruppe gemeinsam: Wie fühlt sich der Wind an? Wie verändert er die Umgebung? Welche Emotionen verbindet ihr mit starkem Wind?
2. Wasser – der Herbstregen im Fokus
Die Jugendlichen erhalten verschiedene Gefäße, mit denen sie Wasser transportieren. In kleinen Teams müssen sie eine bestimmte Menge Wasser von einem Punkt zum anderen bringen, dabei dürfen sie nur natürliche Materialien wie Blätter oder ihre Hände benutzen. Nach dieser spielerischen Übung sprechen sie darüber, wie wichtig Wasser für den Herbst ist und welche Auswirkungen Regen für Natur und Menschen hat.
3. Erde – der Boden des Herbstes
Die Gruppe begibt sich auf eine kurze Sinnesreise, indem sie barfuß über verschiedene Untergründe geht – feuchte Erde, trockene Blätter, Gras oder Sand. Dabei konzentrieren sie sich darauf, wie sich die verschiedenen Materialien anfühlen und was sie über die herbstliche Natur aussagen. Danach teilen sie ihre Eindrücke und besprechen, wie sich die Erde im Herbst verändert und warum dieser Prozess so wichtig für das Ökosystem ist.
4. Feuer – die Wärme der Herbstsonne
Abschließend wird eine Feuerschale entzündet oder (bei Indoor-Veranstaltungen) mit Kerzen gearbeitet. Die Jugendlichen setzen sich in einen Kreis und beobachten die flackernden Flammen. Gemeinsam überlegen sie, was Wärme für sie bedeutet. Es entsteht eine Gesprächsrunde über Wärme im Herbst: Welche Momente spenden Trost und Geborgenheit, wenn es draußen kälter wird?
Spiel: Element-Staffel
Um nach den ruhigen Reflexionsmomenten Bewegung in die Gruppe zu bringen, folgt eine Staffel, in der alle vier Elemente spielerisch vorkommen. Die Gruppe wird in Teams eingeteilt. Jedes Team durchläuft verschiedene Stationen: Bei Wind müssen sie mit Blättern jonglieren, bei Wasser mit einem Schwamm Flüssigkeit transportieren, bei Erde über einen Parcours laufen und bei Feuer ein Licht entzünden.
Abschlussrunde und Verabschiedung
Die Jugendlichen setzen sich in einem Kreis zusammen und überlegen, welches der Elemente sie heute am meisten beeindruckt hat. Sie nennen dafür ein Wort, das ihre Verbindung mit dem jeweiligen Element beschreibt. Alternativ macht jede*r ein kleines Symbol oder eine Geste, die das persönliche Lieblingselement widerspiegelt. Zum Abschluss lest ihr eine kleine Geschichte oder ein Gedicht vor, das die vier Elemente miteinander verbindet. Diese Gruppenstunde schließt die Reihe ab, indem sie den Jugendlichen eine tiefere Verbindung zur Natur und den Prozessen des Wandels vermittelt.
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
Material
– leichte Stofftücher oder Blätter
– verschiedene Gefäße für das Wassertransport-Spiel
– natürliche Materialien wie Blätter, Erde, Sand
– Feuerschale oder Kerzen für das Feuerelement
– kleine Gegenstände für die Element-Staffel

