Neuanfang ohne Leistungsdruck
Der Jahresanfang ist gesellschaftlich stark auf Ziele, Vorsätze und Selbstoptimierung geprägt. Für Kinder und Jugendliche kann das schnell überfordernd wirken. In der Jugendarbeit darf bewusst ein anderer Akzent gesetzt werden: Neuanfang als Möglichkeit, nicht als Verpflichtung.
Statt „Was willst du dieses Jahr erreichen?“ können Fragen im Raum stehen wie: „Was wünschst du dir?“ oder „Was soll dir im neuen Jahr guttun?“ Kleine Wünsche, persönliche Hoffnungen oder innere Haltungen sind oft näher an der Lebenswelt der Gruppe als große Pläne.
Gruppenstunden im Januar können diesen Gedanken aufgreifen, indem sie kleine, symbolische Schritte ermöglichen. Etwas festhalten, etwas loslassen, etwas mitnehmen. Das stärkt Selbstwirksamkeit, ohne Druck aufzubauen – und zeigt: Du darfst in deinem Tempo gehen.
Gemeinschaft neu spüren und stärken
Nach längeren Pausen ist Gemeinschaft kein Selbstläufer. Auch Gruppen, die sich gut kennen, müssen sich im Januar oft neu finden. Rollen verschieben sich, Dynamiken verändern sich, neue Kinder oder Jugendliche kommen dazu. Gruppenstunden können hier bewusst Raum schaffen, um Verbindung wieder spürbar zu machen.
Das gelingt besonders gut durch gemeinsame Erlebnisse. Kooperative Spiele, kleine Aufgaben oder kreative Aktionen, bei denen es nicht ums Gewinnen geht, sondern ums Miteinander. Ebenso wichtig sind Momente, in denen jede*r gesehen wird – sei es durch kurze Gesprächsimpulse oder einfache Rituale.
Wenn es einfach mal Spaß machen soll, dann empfehle ich eines meiner Lieblingsspiele, nämlich Schrubberhockey:
Gerade im Januar wirkt Gemeinschaft stärkend, wenn sie Sicherheit vermittelt: Wir starten gemeinsam. Wir müssen nicht perfekt sein. Wir tragen uns gegenseitig.


Gruppenplan erstellen steht bei uns auch an.