Vollständig ausgearbeitete Gruppenstunde

Gruppenstunden-Modul: Pfingsten (für Jugendliche)

Pfingsten

12-16 Jahre

in- und outdoor

60-90min
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Pfingsten gilt als das Fest des Heiligen Geistes und wird 50 Tage nach Ostern gefeiert. Diese Gruppenstunde liefert Jugendlichen einen Zugang zu den Inhalten des Pfingstfests wie Gemeinschaft, Mut, Sprache und Begeisterung.

Aufwärm-Methode: Flammenkreis

Zum Einstieg stellt ihr euch mit der Gruppe in einen Kreis. In der Mitte brennt eine (elektrische oder echte) Kerze als Symbol für die Pfingstflamme. Jede*r nennt reihum ein Wort, das mit “Feuer” oder “Begeisterung” verbunden ist. Danach werft ihr euch einen kleinen roten oder orangefarbenen Ball zu. Wer ihn fängt, muss spontan ein Gefühl oder eine Stimmung nennen, die mit “Energie” oder “Bewegung” zu tun hat. 

Einführung ins Thema

Nach dem Aufwärmen setzt ihr euch in einen Halbkreis um die Kerze. Lest die Pfingstgeschichte aus der Bibel vor (Apostelgeschichte 2). Alternativ nutzt ihr ein kurzes, stimmungsvolles Video oder Hörspiel. Danach diskutiert ihr gemeinsam in der Gruppe: Was passiert da? Warum sind alle plötzlich begeistert und mutig? Und warum verstehen plötzlich alle einander, obwohl sie andere Sprachen sprechen? Teilt an dieser Stelle “Papierflammen” aus. Jede*r Teilnehmende schreibt darauf ein Gefühl oder eine Stärke, die er oder sie mit “Geist” oder “Feuer” verbindet wie Mut, Hoffnung, Freundschaft oder Offenheit. Die Flammen werden in der Mitte zu einer großen gemeinsamen Flamme zusammengelegt.

Arbeit am Thema: Stationenrundlauf

Teilt die Jugendlichen in Kleingruppen auf und rotiert in festgelegten Zeitabständen – etwa alle 20 Minuten – durch drei vorbereitete Stationen. Jede Station widmet sich einem zentralen Aspekt von Pfingsten wie Sprache, Gemeinschaft und Mut.

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Station 1: Sprachkraft

Die erste Station thematisiert das Phänomen der Sprache, das zu Pfingsten durch das “Verstehen in allen Sprachen” symbolisiert wird. Die Jugendlichen bekommen ein Kartenset mit Begriffen, die mit der Idee von Verständigung, Emotion oder Neuanfang verbunden sind, darunter Worte wie Vertrauen, Mut, Miteinander, Angst oder Neubeginn. Die Aufgabe lautet: Diese Begriffe dürfen nicht ausgesprochen werden. Stattdessen wird versucht, sie pantomimisch darzustellen oder zu zeichnen. Nach jeder Runde wird gemeinsam reflektiert: Wie leicht oder schwer war es, sich ohne Sprache auszudrücken? Und was kann Verständigung bedeuten, wenn Worte fehlen?

Station 2: Gemeinschaft sichtbar machen

An dieser Station soll die Gruppe ein Symbol für “Gemeinschaft” erschaffen. Dafür steht eine Sammlung bunter Materialien bereit: Tücher, Zweige, Papier, Seile, Stoffreste oder Glitzersteine. Die Jugendlichen erhalten eine Aufgabe: Baut gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, sei es ein großes Bodenbild, ein Kreisobjekt, ein Mobile oder etwas ganz Eigenes. Entscheidend ist, dass alle mitgestalten und sichtbar wird: Ohne das Zutun jedes Einzelnen bleibt das Bild unvollständig. 

Station 3: Mut-Impulse und Reflexion

Pfingsten wird in vielen Interpretationen auch mit Aufbruch, Mut und Inspiration verbunden. Diese letzte Station gibt Raum für persönliche Gedanken. In einem ruhigen, geschützten Bereich liegen Kärtchen aus, auf denen Fragen stehen wie: Wann hast du zuletzt etwas Neues gewagt? Wovor hast du Respekt? Welche Entscheidung hat Mut erfordert? Jede*r darf sich eine oder zwei Fragen ziehen und, wenn gewünscht, der Kleingruppe davon erzählen. 

Spiel: Begeisterungsstafette

Nach den Stationen bringt ein Spiel wieder Bewegung in die Gruppe. Die “Begeisterungsstafette” funktioniert so: Die Gruppe teilt sich in Teams auf. Jedes Team bekommt einen Staffelstab, etwa ein buntes Tuch oder eine Kerze aus Pappe. Ziel ist es, in verschiedenen Bewegungsformen, also hüpfend, rückwärts, tanzend, mit verbundenen Augen geführt, eine kurze Strecke zurückzulegen und dabei immer einen “Funken” (z. B. ein gelbes Band) weiterzugeben. Wer den “Funken” hat, ruft ein begeisterndes Wort in die Runde. Das Spiel endet, wenn alle einmal dran waren und die Funken zusammen einen Kreis bilden.

Abschlussrunde und Verabschiedung

Zum Schluss setzt ihr euch wieder im Kreis zusammen. Die gemeinsame Flamme aus der Einführung wird noch einmal in die Mitte gelegt. Jede*r darf (wer mag) ein Wort sagen: “Was nehme ich mit?” Alternativ kann auch jede*r ein Flämmchen mit nach Hause nehmen oder an einen vorbereiteten Baum oder ein Netz hängen.

Material: Kerzen, Papierflammen, Stifte, große Papierbögen, Bibel oder Pfingstgeschichte, Lautsprecher, Windrad, bunte Tücher, Karten mit Begriffen

Daniel
Daniel
Hey, ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und war über zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier seit mehr als 15 Jahren über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Du findest hier fertige Gruppenstunden, Spiele, Freizeit-Ideen und mehr von mir. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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