Vollständig ausgearbeitete Gruppenstunde

Gruppenstunden-Modul zum Nationalen Tag der Nachdenklichkeit (28. August)

nachdenken

8-14 Jahre

indoor

60-90min
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Der nationale Tag der Nachdenklichkeit am 28. August hilft, innezuhalten und sich bewusst Gedanken über wichtige Themen des Lebens zu machen. In dieser Gruppenstunde geht es darum, sich mit den eigenen Gefühlen, Gedanken und Werten auseinanderzusetzen und gemeinsam zu reflektieren.

Aufwärm-Spiel: Gedankenreise

Beginnt die Gruppenstunde mit einer kurzen, geführten Meditation oder Gedankenreise. Lasst die Kinder und Jugendlichen sich bequem hinsetzen oder hinlegen und führt sie mit ruhiger Stimme durch eine Fantasiereise: „Stell dir vor, du bist auf einer ruhigen Wiese. Du hörst die Vögel zwitschern und spürst den Wind auf deiner Haut…“ Diese Übung hilft den Kindern, zur Ruhe zu kommen und sich auf das Thema der Stunde einzustimmen.

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Einführung des Themas

Erklärt der Gruppe, dass der Tag der Nachdenklichkeit dazu da ist, sich Zeit zu nehmen, um über wichtige Themen nachzudenken. In unserem schnelllebigen Alltag vergessen wir manchmal, uns bewusst mit unseren Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen. Fragt die Gruppe, wann sie zuletzt bewusst nachgedacht haben – über sich selbst, ihre Freund*innen oder die Welt um sie herum. Lasst sie erste Gedanken äußern, was ihnen gerade wichtig ist und worüber sie nachdenken wollen.

Arbeit am Thema: Nachdenkliche Zitate und Fragen

Teilt der Gruppe Zitate oder Fragen aus, die zum Nachdenken anregen. Ihr könnt Zettel vorbereiten, auf denen Sätze stehen wie:

„Was bedeutet Glück für dich?“
„Was macht einen guten Menschen aus?“
„Wofür bist du dankbar?“

Die Kinder und Jugendlichen sollen sich in Kleingruppen zusammensetzen und über diese Fragen nachdenken und austauschen. Jede Gruppe kann sich dann ein Zitat oder eine Frage aussuchen, über die sie im Plenum berichtet. 

Spiel: Gefühlsreise

Nach dem intensiven Gesprächsblock baut ihr ein Spiel ein, das die Kinder und Jugendlichen auf eine „Gefühlsreise“ mitnimmt. Dafür verteilt ihr im Raum Karten mit verschiedenen Gefühlen darauf, wie z. B. „glücklich“, „traurig“, „aufgeregt“ oder „wütend“. Die Kinder gehen durch den Raum und bleiben bei jeder Karte stehen und überlegen sich, wann sie dieses Gefühl zuletzt empfunden haben und warum. Die Teilnehmenden können ihre Erfahrungen freiwillig in der Gruppe teilen, müssen dies aber nicht. Das Spiel hilft dabei, die eigene Gefühlswelt besser zu verstehen und sich mit den Emotionen auseinanderzusetzen. Um die Übung zu vertiefen, bittet ihr im nächsten Schritt die Kinder, ihre Gefühle in Verbindung mit bestimmten Situationen oder Personen zu reflektieren. Sie können sich überlegen, welche Umstände oder Menschen in ihrem Leben diese Gefühle auslösen, z. B. wann sie sich bei einem Freund oder einer Freundin besonders glücklich oder in der Schule besonders gestresst gefühlt haben. So entwickeln die Kinder ein tieferes Bewusstsein für die Einflüsse in ihrem Alltag.

Projekt: Reflexions-Tagebuch erstellen

Als kreativen Baustein der Gruppenstunde regt ihr die Teilnehmenden dazu an, ein eigenes „Reflexions-Tagebuch“ zu erstellen. Jede*r bekommt ein einfaches Notizbuch oder ein paar lose Blätter und kann das Buch gestalten. Die Kinder und Jugendlichen sollen das Tagebuch nutzen, um in Zukunft Gedanken, Gefühle und Erlebnisse festzuhalten, über die sie nachdenken möchten. Jede*r kann das Tagebuch nach den eigenen Vorstellungen gestalten – mit Farben, Bildern oder kleinen Texten. Diese Aktivität gibt den Teilnehmenden ein Werkzeug an die Hand, das sie auch nach der Gruppenstunde weiterführen können. Das Reflexions-Tagebuch ist eine sehr persönliche Sache und es ist wichtig, den Kindern klarzumachen, dass sie selbst entscheiden, ob sie daraus vorlesen oder ihre Einträge für sich behalten möchten.

Abschlussrunde und Verabschiedung

Zum Abschluss der Gruppenstunde setzt ihr euch im Kreis zusammen und reflektiert, was die Gruppe über das Nachdenken gelernt hat. Fragt die Teilnehmenden, wie es ihnen gefallen hat, sich mit den eigenen Gefühlen und Gedanken auseinanderzusetzen. Ihr könnt auch über die Bedeutung von Achtsamkeit sprechen und darüber, wie sie sich im Alltag mehr Zeit für das Nachdenken nehmen können. Beendet die Gruppenstunde mit einer kurzen Abschlussrunde, in der jede*r eine positive Erfahrung aus der Stunde teilt oder sich einen kurzen Moment der Stille gönnt, um noch einmal nachzudenken.

Material

– Zitate oder Fragen auf Zetteln
– Karten mit Gefühlen für das Gefühlsreise-Spiel
– Notizbücher oder Blätter für das Reflexions-Tagebuch
– Buntstifte, Farben, Sticker zum Gestalten des Tagebuchs

Daniel
Daniel
Hey, ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und war über zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier seit mehr als 15 Jahren über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Du findest hier fertige Gruppenstunden, Spiele, Freizeit-Ideen und mehr von mir. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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