Die Live-Version von Monopoly als Geländespiel, bei dem die Teilnehmer selbst die Spielfiguren sind.

Ziel des Spiels
Ziel von Monopoly ist es, durch An‐ und Verkauf von Besitzrechten sowie Vermietung von Grundstücken, Häusern und / oder Hotels die reichste Mannschaft zu werden.

Ausstattung
Jede Mannschaft erhält einen Laufzettel sowie drei Aktionsfeldkarten. Jeder Verwalter erhält einen  Würfel, einen Stift, eine Registerkarte, ein Straßentableau, sowie eine Orientierungskarte.

Vorbereitung des Spiels
Je nach Anzahl der Leiter/ Mitarbeiter erhält jeweils ein Leiter einen Straßenzug (erkennbar an der entsprechenden Farbe) zur Verwaltung. Alle Straßen werden auf dem Gelände verteilt. Wichtig ist, dass die Straßen einer Farbe vom jeweiligen Verwalter eingesehen werden können, damit seitens der Teilnehmer nicht gemogelt werden kann (dazu später mehr). Jede Mannschaft wählt eine Spielfigur. Spielgeld wird dann entsprechend an jede Mannschaft ausgeteilt.

Welche Mannschaft als erste würfeln darf, wird zunächst durch ein einfaches Geschicklichkeitsspiel oder durch Würfeln ausgewählt. Die anderen Mannschaften starten zeitversetzt.

Das Spiel
Die erste Mannschaft beginnt beim Bürgermeister zu Würfeln (während des Spiels kann bei jedem Verwalter gewürfelt werden). Anhand der Orientierungskarte kann der Bürgermeister der  Mannschaft nun sagen, welche Straße die Gruppe suchen muss. Ist die entsprechende Straße gefunden, gibt es nun mehrere Möglichkeiten:
• Die Straße ist noch nicht verkauft und kann nun durch die entsprechende Mannschaft gekauft werden.
• Die Straße ist verkauft. Miete wird an den jeweiligen Straßenverwalter gezahlt. Erneutes Würfeln beim Verwalter.
• Die Straße ist verkauft. Miete wird an den jeweiligen Straßenverwalter gezahlt. Seitens der Mannschaft besteht allerdings Interesse, die Straße in Besitz zu nehmen. Gegen eine Zahlung von 40.‐ € verrät der Bürgermeister, welcher Mannschaft die Straße bereits gehört. (Nun hat die Gruppe die Chance, mit eben dieser Mannschaft in Verhandlungen zu treten.) Erneutes Würfeln beim Verwalter.

Wichtig ist, dass jeder Zug der Gruppe, auf dem sogenannten Laufzettel vermerkt wird. Ein korrekt ausgefüllter Laufzettel ist die erste Voraussetzung für ein Anerkennen des Spielergebnisses.

Los
Jedesmal, wenn eine Mannschaft genau auf das Feld ‚Los‘ kommt, erhält sie von der Bank 8000.‐ €. Wenn das ‚Los‘ passiert wurde (kann am Laufzettel erkannt werden), erhält die Mannschaft 4000.‐ € von der Bank. Dieses Geld muss ebenfalls bei der Bank abgeholt werden. (Nachweis mit Laufzettel.)

Straßen
Es gibt insgesamt 22 Straßen in 8 Gruppen. Jede Straße innerhalb einer Gruppe ist mit der selben Farbe gekennzeichnet.

Ankauf
Erreicht eine Mannschaft eine Straße und ist diese noch nicht als ‚Verkauft‘ markiert, so kann diese Mannschaft die Straße kaufen.
Dazu erhält die Mannschaft vom jeweiligen Verwalter die Besitzrechtkarte jener Straße. Mit dieser Karte geht die Mannschaft nun zur Bank. Hier wird der entsprechende Preis bezahlt. Die interne Besitzrechtkarte der Bank wird auf das Konto der Mannschaft verbucht..Von der Bank erhält die Mannschaft ein ‚Verkauft‘ Schild, welches sie dann an ihrer Straße anbringen muss. Die entsprechenden Wege zur Bank und zurück müssen nicht zwingend von der ganzen Gruppe zurückgelegt werden. Es reicht, wenn dies von einer Person erledigt wird.

Miete
Erreicht eine Mannschaft eine Straße, die bereits verkauft ist, muss sie an den Verwalter die Miete bezahlen. Sollte die Straße mit einer Hypothek belastet sein, so wird keine Miete bezahlt. Besitzt eine Mannschaft alle Straßen einer Farbe, so wird die doppelte Miete fällig. Der Verwalter nimmt die Miete lediglich stellvertretend für die jeweilige Mannschaft entgegen. Mit der passenden Besitzrechtkarte muss jede Mannschaft selber dafür sorgen, dass sie ihre Mieten einholt.

Bahnhöfe
Für die Bahnhöfe gilt das gleiche wie für die Straßenfelder. Allerdings kann hier nicht gebaut werden.

Wasser‐ und Elektrizitätswerk
Kommt eine Mannschaft auf  das Wasserwerk, so muss jedes Gruppenmitglied drei Gläser Wasser trinken.
Beim Elektrizitätswerk muss die Gruppe eine Aufgabe aus dem entsprechenden Gefäß ziehen.

Gefängnis
Eine Mannschaft kommt ins Gefängnis, sprich muss 5 min. aussetzen, wenn sie auf das Feld „Gehe in das Gefängnis“ kommt. Sie erhält eine Gefängniskarte. Mit dieser Karte muss die Mannschaft zum Bürgermeister gehen, da sich dort das Gefängnis befindet. Die Karte ist abzugeben und die 5 Minuten Zeitstrafe wird von der gesamten Gruppe abgesetzt. Sollte eine Gruppe die Gefängniskarte ignorieren und diese am Ende des Spiels noch besitzen, so wird eine Strafe von 80.000€ verhängt. Mieten werden der Zeit im Gefängnis weiterhin gezahlt.  Gegen eine Kaution von 1000.‐ € kommt man aus dem Gefängnis frei. Diese ist ebenfalls beim Bürgermeister zu zahlen.

Frei Parken
Kommt eine Mannschaft auf ‚Frei Parken‘, erhält die Mannschaft das Geld, welches sich während des Spielverlaufs auf diesem Feld angesammelt hat. Das Geld ist mit einer besonderen Karte beim Bürgermeister abzuholen.

Häuser und Hotels
Häuser oder Hotels kann eine Mannschaft nur dann bauen, wenn sie alle Straßen einer Farbe besitzt. Ein Bauvorhaben muss bei dem entsprechenden Verwalter angemeldet werden. Hier bekommt die Mannschaft dann auch die Häuser‐ und Hotelsymbole, welche dann an der Straße aufgeklebt werden. Allerdings müssen die Häuser innerhalb einer Straßengruppe gleichmäßig gebaut werden. Das heißt, dass an einer Straße erst dann ein zweites Haus gebaut werden, wenn alle anderen Straßen der Gruppe ebenfalls mit einem Haus bebaut worden sind. Ein Hotel kann erst dann gebautwerden, wenn zunächst vier Häuser an der Straße gebaut wurden. Der Verwalter meldet gebaute Häuser an die Bank bzw. Spielleitung.

Verhandeln
Sollte seitens einer Mannschaft Interesse an einer Straße bestehen, welche bereits verkauft ist, so können die Mannschaften untereinander verhandeln. Oberste Voraussetzung ist, dass nicht gestritten wird. Niemand ist dazu verpflichtet, mit einer anderen Gruppe zu verhandeln. Wenn man sich nicht einig werden kann, so wird beim Bürgermeister verhandelt. Bei erfolgreichem Handel sind eventuelle Änderungen sofort bei der Bank zu melden, damit auch hier die Straßen und Besitztümer der richtigen Mannschaft zugeordnet werden können. Beide Verhandlungspartner müssen den Handel bei der Bank bestätigen.  Abhängigkeit von der Tauschbereitschaft der Mitspieler, kann der Bürgermeister (die Spielleitung) zu einem Immobilienmarkt einladen. Dazu werden alle Mitspieler zusammengerufen und aufgefordert, Besitzrechtkarten zu tauschen.

Hypotheken
Hypotheken können nur von der Bank ausgegeben werden. Ist eine Mannschaft in akuten Geldsorgen, so werden gewünschte Straßen als Hypothek ausgegeben. Der Hypothekenwert steht auf den Straßenkarten. Bei Zurückzahlen der Hypothek werden 10% Zinsen fällig. Häuser und Hotels können nicht  hypothekarisch belastet werden und müssen vorher verkauft werden.

Kredite
Nur die Bank kann Kredite verleihen.

Aktionsfelder
Jede Mannschaft erhält sechs Aktionsfeldkarten. Diese können beim Bürgermeister ausgespielt werden. Als Gegenleistung erhält die Mannschaft den aufgedruckten Geldbetrag. Die Karten können allerdings nur dann ausgespielt werden, wenn sich die Gruppe auf ein Aktionsfeld würfelt. Dann kann die Mannschaft entscheiden, ob sie das Geld braucht und somit das Feld ausspielen will. Andernfalls wird erneut gewürfelt.

Spielwertung
Gespielt wird 180 min. Wer am Ende der Spielzeit das meiste Vermögen hat, gewinnt. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein korrekt ausgefüllter Laufzettel. Zum Vermögen zählen das Bargeld der Gruppe sowie alle Straßen, die bei der Bank der jeweiligen Gruppe zugeordnet worden sind.

 

Zum Download des gesamten Spiels als pdf.

Monopoly als Geländespiel wurde vom Foren-Mitglied „Gitarrenheld“ entwickelt und bereitgestellt.

Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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