„Die JULEICA dient der Legitimation und ist ein Qualitäts- und Qualifizierungsnachweis für ehrenamtlich Tätige in  der Jugendarbeit. Um die Qualität dieses bundeseinheitlichen Nachweises zu erhalten und zu steigern sowie um eine  bundesweite Vergleichbarkeit/Gleichwertigkeit zu erreichen, sind bundeseinheitlich gültige inhaltliche Qualitätsstandards erforderlich.“ (Quelle: http://www.juleica.de/?id=600)

Die Juleica soll also sicherstellen, dass in der Jugendarbeit aktive Jugendleiter qualifiziert sind und im Not- und  Ernstfall sicher reagieren können. Gesellschaftlich relevante Themen sollen ebenfalls in der Juleica-Schulung  vermittelt werden wie gesetzliche Vorschriften und pädagogische Grundkenntnisse. Das ist zu begrüßen.

Was es aber aus meiner Sicht noch braucht, ist Erfahrung. Was nützt das beste Wissen über Gruppenprozesse und Führungsstile, wenn ich mich als Jugendleiter nicht vor einer Gruppe behaupten kann oder unsicher wirke. Daher  halten wir es im Verband so, dass Jugendleiter, bevor sie an einer Juleica-Schulung teilnehmen sollen, erst einmal  eine gewissen Zeit bei einigen Veranstaltungen helfen sollen und dabei größer werdende Aufgaben übernehmen sollen.  Dadurch lernen sie das Team, aber auch die Arbeit als Jugendleiter kennen.

Gute Jugendarbeit braucht eine gute Ausbildung – diese muss aber neben der Theorie auch aus der Praxis bestehen.

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Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

1 KOMMENTAR

  1. Hallo 🙂

    Ich werde meine Juleica in den nächsten Tagen erhalten, nachdem ich mich zusammen mit vielen anderen Jugendleitern aus meinem Dekanat insgesamt zwei mal eine Woche auf dem Gruppenleitergrundkurs ausgiebig mit dem Thema beschäftigt habe.
    Ich denke, dass man das Wissen, was uns auf dem Kurs vermittelt wurde, auch anders bekommen kann – allerdings fand ich es auch sehr angenehm, mich so intensiv mit dem Thema Jugendarbeit beschäftigen zu können und mich einerseits mit Gleichaltrigen, andererseits aber auch mit erfahrenen Teamern austauschen zu können. Selbst die engagiertesten Leiter – meist ja Jugendliche – haben ein Privatleben, sind ausserdem Schüler oder haben eine Arbeit, der sie nachgehen müssen.

    Der Kurs ist nicht so theoretisch, wie er zuerst scheinen mag – wir haben zwar auch theoretische Themen wie Recht, Aufsichtspflicht etc. behandelt, diese aber auch in der Praxis durchgespielt und auch sehr viele Sachen konkret für unsere Gruppen zu Hause (Spielesammlungen, Freizeiten/Hütten geplant, Anmeldungen verfasst etc.) gemacht.

    Natürlich ist Erfahrung das Wichtigste – auf meinem Juleica-Kurs hatten eigentlich alle Teilnehmer davor schon Erfahrungen in diesem Gebiet gesammelt, was ja auch sehr sinnvoll ist. Ich finde es etwas schade, dass die Juleica erst ab 16 ist – ich denke, es würde durchaus Sinn machen, früher mit der „Ausbildung“ anzufangen.

    Seline

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