Teil 4: Größere Projekte für den Sommer
Wenn ihr eine Ferienfreizeit, ein Ferienlager oder ein länger angelegtes Sommerprogramm plant, lohnen sich größere Projekte, die mehrere Tage oder Wochen dauern.
🏕️ Projekt: Bau einer Gruppenecke im Freien
Was wäre cooler als eine selbst gebaute Outdoor-Lounge? Mit ein bisschen Vorlauf können Kinder und Jugendliche gemeinsam einen festen Platz im Freien gestalten: Sitzgelegenheiten aus Paletten, eine Feuerstelle (mit Genehmigung!), ein Hochbeet, ein gespanntes Sonnensegel.
Das Projekt läuft idealerweise über mehrere Treffen und wird gemeinsam geplant. Lasst die Gruppe selbst entscheiden: Wie soll der Platz aussehen? Was brauchen wir? Wer übernimmt welche Aufgabe?
Partizipations-Tipp: Nutzt eine einfache Projektplanung wie ein Kanban-Board (drei Spalten: „Zu tun“, „In Arbeit“, „Fertig“) – auch für Kinder gut verständlich, wenn ihr es bildlich gestaltet.
🎭 Projekt: Sommer-Straßentheater oder Kurzfilm
Wählt ein Thema, das die Gruppe beschäftigt – Klimagerechtigkeit, Freundschaft, Heimat, Mut – und entwickelt dazu ein kurzes Theaterstück oder einen Mini-Kurzfilm (Smartphone reicht vollkommen!).
Das Projekt verbindet Kreativität, Medienkompetenz, Diskurs und Teamarbeit. Am Ende gibt es eine Aufführung oder Premiere – für andere Gruppen, Eltern oder einfach nur für euch.
Altersanpassung:
- Kinder (6–10): Eher ein improvisiertes Rollenspiel oder Schattentheater
- Kinder/Jugendliche (10–14): Kurzes Theaterstück mit einfachem Bühnenbild
- Jugendliche (14+): Echter Kurzfilm mit Drehbuch, Dreh und Schnitt
🌍 Projekt: Sommer-Solidaritätsaktion
Wählt gemeinsam mit der Gruppe eine lokale oder globale Cause, für die ihr euch einsetzen wollt. Das kann sein:
- Müllsammeln im Quartier und anschließende Auswertung (Welcher Müll überwiegt? Warum?)
- Spendenaktion für eine lokale Initiative, finanziert durch ein selbst organisiertes Sommerfest
- Briefe oder Zeichnungen an Kinder in Partnerstädten oder Patenschaften
Wichtig ist: Die Gruppe entscheidet selbst, für wen und wie sie aktiv wird. Das stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern auch das Gefühl, dass das eigene Handeln etwas bewirkt.

