Manchmal gibt es Tage, an denen einfach nichts zu funktionieren scheint: Die Stimmung ist schlecht, man fühlt sich genervt oder traurig, ohne genau zu wissen, warum. In dieser Gruppenstunde geht es darum, wie wir mit solchen Tagen umgehen, ohne uns von ihnen herunterziehen zu lassen.
Aufwärmspiel: Der Schatten fällt
Zum Einstieg in die Stunde stellt ihr einen dunklen Stoff oder eine Decke bereit. Alle sitzen in einem Kreis und nacheinander darf jede*r ein Beispiel nennen, was ihn oder sie an einem schlechten Tag stört. Nach jedem Satz zieht ihr den Stoff etwas weiter in die Mitte des Kreises. Nach einigen Runden ist der Stoff ein Symbol für die dunklen Gedanken, die sich manchmal ausbreiten. Danach stellt ihr gemeinsam die Frage: „Wie könnten wir diese Dunkelheit wieder vertreiben?“ – Dies führt zur nächsten Phase.
Einführung ins Thema: Die dunklen und die hellen Seiten
___STEADY_PAYWALL___
Teilt die Gruppe in Kleingruppen von drei bis vier Personen auf. Jede Kleingruppe erhält ein großes Papier mit einer Linie in der Mitte. Auf die eine Hälfte schreiben sie Dinge, die sie an schlechten Tagen belasten: Wütend sein, Frust mit Freund*innen, Müdigkeit, Schule, Streit. Auf die andere Seite schreiben sie, was ihnen hilft, wenn sie sich so fühlen: Lieblingsmusik hören, Sport machen, mit jemandem reden, ein Hobby ausüben. Danach werden die Ergebnisse kurz vorgestellt.
Arbeit am Thema: Das Notfall-Kit für schlechte Tage
In dieser Phase erarbeiten die Jugendlichen eine Strategie für sich selbst, um mit schlechten Tagen besser umzugehen. Zunächst bekommt jede*r einen kleinen Zettel und schreibt drei Dinge darauf, die ihm oder ihr persönlich helfen, wenn es mal nicht gut läuft. Diese können individuell oder kreativ sein, beispielsweise: „Ich schaue gerne ein lustiges Video“ oder „Ich gehe raus in die Natur“. Die Zettel werden dann in einer kleinen Schachtel oder einer vorbereiteten „Notfall-Box“ gesammelt. Die Gruppe erstellt so gemeinsam eine Sammlung an Ideen, die später jeder für sich mitnehmen kann. Danach baut ihr ein gemeinsames Ritual: Jede*r bekommt eine kleine Taschenlampe oder eine Kerze. Wenn ihr die dunkle Stoffbahn aus dem Anfang über den Kreis legt, schalten alle nach und nach ihr Licht an und symbolisieren so, dass es immer einen Weg gibt, aus der Dunkelheit herauszukommen.
Spiel: Lichtblick
Bei diesem Bewegungsspiel stehen alle in einem Kreis. Eine Person beginnt mit einer kleinen Bewegung (z. B. mit den Armen wackeln oder einen Schritt machen). Die Bewegung wandert reihum weiter und wird immer großer und dynamischer. Ziel ist es, aus einer kleinen, fast unmerklichen Bewegung eine kraftvolle, positive Geste zu machen.
Abschlussrunde: Mein Licht für heute
Setzt euch im Kreis zusammen und ladet die Jugendlichen ein, einen positiven Gedanken aus der Gruppenstunde zu nennen, den sie mitnehmen möchten. Das kann eine Erkenntnis sein, eine Idee, die ihnen geholfen hat, oder einfach ein Satz wie „Ich habe gemerkt, dass ich nicht allein bin“. Danach verabschiedet ihr euch mit einer kleinen, aufmunternden Geste – vielleicht einem High-Five oder einer gemeinsamen Bewegung wie einem kraftvollen Stampfen.
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
Material:
große Papierbögen, Stifte, kleine Zettel, eine dunkle Stoffbahn oder Decke, Musik wie ruhige oder nachdenkliche Instrumentalmusik, eventuell kleine Taschenlampen

