Vollständig ausgearbeitete Gruppenstunde

Gruppenstunden-Modul: Hitze

Sommer, Hitze, Wärme

10-16 Jahre

in- und outdoor

60-90min
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Sommerliche Hitze kann anstrengend sein, aber mit den richtigen Aktivitäten wird die Hitze-Zeit zu einem spaßigen Erlebnis! Diese Gruppenstunde verspricht eine Mischung aus kreativen, erfrischenden und spielerischen Elementen.

Vorab: Sicherheitshinweise für Gruppenstunden bei Hitze

Bevor ihr mit der Gruppenstunde startet, lohnt sich ein kurzer Hitze-Check. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann Wärme schnell anstrengend werden, auch wenn die Stimmung zunächst noch gut ist. Plant deshalb nicht nur das Programm, sondern auch Pausen, Schatten, Getränke und eine ruhige Ausweichmöglichkeit mit ein.

Verlegt die Gruppenstunde möglichst in den Schatten, in einen kühlen Raum oder auf eine Fläche, auf der ihr jederzeit pausieren könnt. Besonders bewegungsreiche Spiele sollten nicht in der prallen Sonne stattfinden. Wenn es sehr heiß ist, ist es sinnvoller, die Wasserstaffel und die Wasserspiele kurz zu halten oder durch ruhigere Aktionen zu ersetzen. Achtet außerdem darauf, dass niemand barfuß über heiße Steine, Asphalt oder aufgeheizte Flächen laufen muss.

Legt von Anfang an Trinkpausen fest. Am besten steht Wasser jederzeit sichtbar und erreichbar bereit. Macht das Trinken nicht zu einer freiwilligen Nebensache, sondern baut es bewusst in den Ablauf ein: zum Beispiel nach jedem Programmpunkt oder immer dann, wenn ihr die Aktivität wechselt. Bei jüngeren Kindern kann es helfen, gemeinsam eine „Trinkrunde“ zu machen.

Sonnenschutz gehört ebenfalls zur Vorbereitung. Erinnert die Teilnehmenden daran, Kopfbedeckungen zu tragen, Sonnencreme zu nutzen und leichte Kleidung anzuziehen. Achtet besonders auf Kinder und Jugendliche, die sehr erschöpft wirken, über Kopfschmerzen klagen, ungewöhnlich ruhig werden, Schwindel spüren oder denen übel ist. Nehmt solche Hinweise ernst und brecht Aktivitäten lieber einmal zu früh ab als zu spät.

Bei Anzeichen von Überhitzung, Sonnenstich oder Kreislaufproblemen bringt ihr die betroffene Person sofort aus der Sonne, lasst sie im Schatten oder in einem kühlen Raum ausruhen und informiert eine weitere Leitungsperson. Kühlt Kopf, Nacken und Arme vorsichtig mit feuchten Tüchern. Gebt nur dann etwas zu trinken, wenn die Person wach, ansprechbar und nicht benommen ist. Wenn sich der Zustand nicht schnell bessert, Bewusstseinsstörungen auftreten oder ihr unsicher seid, ruft den Notruf 112.

Auch bei Wasserspielen ist Sicherheit wichtig: Der Untergrund kann rutschig werden, Wasserbombenreste müssen eingesammelt werden und nicht alle Kinder und Jugendlichen möchten nass werden. Klärt deshalb vorher, welche Regeln gelten. Niemand wird absichtlich ins Gesicht beworfen, niemand wird gegen den eigenen Willen nass gemacht und es gibt immer eine trockene Alternative für Teilnehmende, die nicht mitmachen möchten.

Aufwärmspiel: Wasserstaffel

Teilt die Gruppe in zwei oder drei Teams ein. Stellt für jedes Team einen Eimer mit Wasser auf den Startpunkt. Am Zielpunkt (10 bis 15 Meter entfernt) platziert ihr einen leeren Eimer. Jedes Team bekommt einen kleinen Becher oder Schwamm. Ziel ist es, das Wasser aus dem Start-Eimer möglichst schnell in den Ziel-Eimer zu transportieren. Die Teilnehmenden laufen nacheinander mit dem Becher/Schwamm hin und her. Nach Ablauf der Zeit gewinnt das Team, dessen Ziel-Eimer am meisten Wasser enthält.

Variation: Um das Spiel lustiger zu machen, erschwert ihr den Weg durch Hindernisse wie Slalomstangen oder Hula-Hoop-Reifen.

Einführung des Themas

Setzt euch gemeinsam in den Schatten oder in einen kühlen Raum. Sprecht darüber, wie sich die Hitze auf den Alltag auswirkt und wie man sich am besten abkühlt.

Stellt Fragen wie:
– Was macht ihr, wenn es richtig heiß ist?
– Was ist euer Lieblingserfrischungsgetränk?
– Welche Tricks kennt ihr, um euch bei Hitze abzukühlen?

Erklärt, dass die Stunde ganz im Zeichen von Spaß, Erfrischung und kreativen Ideen steht, um den Sommer zu genießen.

6 Ideen zur Arbeit am Thema

DIY-Eisgetränke kreieren 

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Stellt verschiedene Zutaten bereit, wie Wasser, Fruchtsäfte, Sirup, Minze, Zitrusfrüchte, Eiswürfel und Trinkgläser. Gebt der Gruppe die Aufgabe, ihr eigenes Sommergetränk zu mixen. Die Teilnehmenden können dabei kreativ sein und verschiedene Zutaten kombinieren. Lasst sie ihre Getränke benennen und in der Gruppe präsentieren. Wenn möglich, organisiert ihr eine kleine „Verkostung“ und bewertet die Getränke.

Schattenatelier: Sommerbilder mit Wasserfarben

Sucht euch einen schattigen Platz und legt Papier, Wasserfarben, Pinsel und Becher bereit. Die Kinder und Jugendlichen gestalten Bilder zum Thema „So fühlt sich Sommer an“. Dabei muss nicht realistisch gemalt werden. Es kann um Farben, Formen, Erinnerungen oder Fantasieorte gehen: ein kühler See, ein Eisstand, ein Schattenwald, ein Gewitterhimmel oder ein perfekter Ferientag.

Im Anschluss legt ihr die Bilder nebeneinander aus und macht einen kleinen Galeriegang. Wer möchte, erzählt kurz etwas zum eigenen Bild. Achtet darauf, dass niemand etwas erklären muss. Gerade bei Hitze ist es angenehm, wenn die Aktivität wenig Druck erzeugt und jede*r im eigenen Tempo arbeiten kann.

Traumreise: Der kühle Ort

Diese Übung eignet sich besonders gut für den Abschluss oder als Pause nach einem Wasserspiel. Die Gruppe setzt oder legt sich bequem in den Schatten. Sprecht langsam und ruhig eine kleine Fantasiereise an: Die Teilnehmenden stellen sich einen Ort vor, an dem es angenehm kühl ist. Das kann ein Wald, ein Bach, ein See, eine Höhle, ein Berggipfel oder ein Raum mit offenem Fenster sein.

Gebt ihnen einige Impulse: Was hört ihr dort? Wie fühlt sich die Luft an? Welche Farben seht ihr? Wo spürt ihr die Kühle im Körper? Nach ein paar Minuten holt ihr die Gruppe langsam zurück. Wer möchte, kann ein Wort nennen, das den eigenen inneren Ort beschreibt.

Diese Aktivität passt gut als Brücke zu weiteren Entspannungs- und Fantasiereisen im Jugendleiter-Blog.

Sommer-Quiz im Schatten

Bereitet ein kleines Quiz mit Fragen rund um Sommer, Hitze, Wasser, Urlaub, Tiere, Pflanzen oder Erfrischung vor. Die Gruppe bleibt dabei sitzen. Die Antworten können auf Zuruf, mit Handzeichen oder mit kleinen Antwortkarten gegeben werden. So entsteht Spielstimmung, ohne dass sich jemand körperlich anstrengen muss.

Eine schöne Variante ist das Team-Quiz: Die Kinder und Jugendlichen überlegen in kleinen Gruppen gemeinsam und notieren ihre Antwort. Dadurch kommen auch ruhigere Teilnehmende leichter ins Gespräch. Achtet darauf, dass die Fragen altersgerecht und abwechslungsreich sind. Neben Wissensfragen können auch Schätzfragen gut funktionieren: „Wie viel Wasser sollte man an heißen Tagen ungefähr trinken?“, „Welche Farbe heizt sich in der Sonne stärker auf?“ oder „Wie viele Eissorten fallen euch in einer Minute ein?“

Fächer-Werkstatt

Fächer sind praktisch, einfach herzustellen und passen perfekt zu einer Gruppenstunde über Hitze. Die Kinder und Jugendlichen gestalten ein Blatt Papier mit Mustern, Sommermotiven, Namen oder kleinen Botschaften. Danach wird das Papier ziehharmonikaartig gefaltet und unten mit Klebeband, einer Klammer oder Holzstäbchen fixiert.

Ihr könnt daraus auch eine kleine Reflexionsmethode machen: Auf eine Seite schreiben die Teilnehmenden „Das hilft mir bei Hitze“, auf die andere Seite „Das wünsche ich mir für den Sommer“. So wird aus der Bastelaktion gleichzeitig ein Gesprächsanlass. Wer möchte, kann den Fächer am Ende mit nach Hause nehmen.

Geräusche des Sommers

Diese ruhige Wahrnehmungsübung funktioniert draußen im Schatten besonders gut. Die Gruppe sitzt still und schließt für eine Minute die Augen. Alle achten nur darauf, welche Geräusche sie hören: Vögel, Wind, Stimmen, Schritte, Blätter, entfernte Autos, Wasser, Insekten oder ganz andere Geräusche.

Danach sammelt ihr gemeinsam: Was war nah? Was war weit weg? Was war angenehm? Was hat überrascht? Anschließend können die Kinder und Jugendlichen eine „Sommer-Geräusche-Landkarte“ malen. In die Mitte kommt der eigene Sitzplatz, drumherum werden die gehörten Geräusche eingezeichnet.

Die Methode ist ruhig, niedrigschwellig und eignet sich gut, um eine überdrehte Gruppe wieder zu sammeln. Gleichzeitig schult sie Wahrnehmung und Achtsamkeit, ohne dass ihr daraus eine lange Gesprächsrunde machen müsst.

Baustein: Wasserspiele 

Malt mit Kreide Zielscheiben auf den Boden in unterschiedlichen Größen oder stellt Ziele wie Eimer, Flaschen oder Hula-Hoop-Reifen auf. Markiert die Entfernungen zu den Zielen, damit die Schwierigkeitsstufen klar erkennbar sind. Jede*r bekommt eine bestimmte Anzahl von Wasserbomben und versucht, die Ziele zu treffen. Für kleinere oder weiter entfernte Ziele gibt es mehr Punkte, während größere oder näher gelegene Ziele weniger Punkte bringen. Variiert die Regeln, indem ihr Ziele in einer bestimmten Reihenfolge treffen lasst oder unterschiedliche Wurfstile ausprobiert (z. B. über Kopf oder mit geschlossenen Augen). Am Ende zählt ihr die Punkte zusammen und die Person mit der höchsten Punktzahl gewinnt eine kleine Abkühlungsbelohnung, beispielsweise ein kühles Getränk.

Abschlussrunde und Verabschiedung 

Zum Abschluss fragt ihr die Gruppe, welcher Moment der Gruppenstunde ihnen am meisten Spaß gemacht hat. Lasst die Teilnehmenden frei erzählen. Eine weitere Frage könnte sein, ob sie eine neue Idee für heiße Tage mitgenommen haben. Verteilt danach an alle Teilnehmenden ein kleines Erfrischungs-„Goodie“. Das kann zum Beispiel ein Eis am Stiel, ein kühles Getränk oder ein Mini-Fächer sein. Schließt die Stunde mit einer ruhigen und entspannten Runde ab. Lasst die Gruppe gemeinsam auf einer Plane oder im Schatten sitzen. Spielt eine leise, entspannende Sommermusik, die eine angenehme Stimmung schafft. Fordert die Teilnehmenden auf, für einen Moment die Augen zu schließen und sich an ihren Lieblingssommer zu erinnern. Gebt ihnen ein paar Sekunden Zeit, die Bilder und Gefühle in ihrem Kopf zu genießen, bevor ihr die Runde langsam auflöst. 

Material:
– Wasserbomben
– Eimer, Handtücher, Schüsseln
– Papier, Stifte
– Sonnencreme
– Wasserkanister
– Trinkgläser
– Kühlpacks
– große Plane
– Musikbox
– Kopfbedeckungen als Reserve
– ausreichend Trinkwasser
– Becher oder Trinkflaschen
– feuchte Tücher
– Erste-Hilfe-Set
– Liste mit Notfallkontakten
– Sonnencreme
– Decken oder Sitzkissen für Schattenpausen
– Papier, Stifte, Wasserfarben
– Bastelmaterial für Fächer
– Klemmbretter oder feste Unterlagen

Daniel
Daniel
Hey, ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und war über zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier seit mehr als 15 Jahren über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Du findest hier fertige Gruppenstunden, Spiele, Freizeit-Ideen und mehr von mir. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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