Gefühle zulassen – von ausgelassen bis zurückgezogen
Der Februar bringt Gegensätze mit sich: Ausgelassenheit und Rückzug, Freude und Reizbarkeit. Beides darf da sein. Gute Gruppenarbeit schafft Räume, in denen unterschiedliche Gefühle nebeneinander existieren können.
Das gelingt besonders gut, wenn Gruppenstunden nicht nur eine Stimmung vorgeben, sondern Offenheit zulassen. Kinder und Jugendliche lernen so: Meine Gefühle haben Platz – auch wenn sie gerade nicht zur Mehrheit passen.
Kreativität, Bewegung und Ausdruck
Farben, Musik, Bewegung und Improvisation passen gut in den Februar. Drinnen wie draußen lassen sich Gruppenstunden gestalten, die Körper und Sinne ansprechen. Tanz, Theater, Basteln oder freies Spiel ermöglichen Ausdruck ohne viele Worte.
Dabei gilt: Weniger Anleitung, mehr Freiheit. Je offener das Angebot, desto vielfältiger die Ergebnisse – und desto stärker das Gefühl von Selbstwirksamkeit.
Humor als Kraftquelle
Humor ist kein Selbstzweck, sondern eine Ressource. Gemeinsam lachen entlastet, baut Spannungen ab und stärkt Beziehungen. Gruppenstunden dürfen albern sein, solange sie respektvoll bleiben.
Humor wird dann wertvoll, wenn niemand ausgelacht wird, sondern alle lachen dürfen – auch über sich selbst. Diese Haltung prägt Gruppen oft stärker als jede Methode.
Passende lustige und humorvolle Inhalte aus dem Blog
😄 Nicht lachen! Eine Spiel-Adaption von “LOL – Last One Laughing” für die Jugendarbeit
😄 Spiele-Gruppenstunde: Lustige Tierwelt
😄 Gruppenstunden-Modul: Vermurkste Gruppenstunde
😄 Spiele-Gruppenstunde: Lach-o-Mio
😄 Spielidee: Crash Games
Übergänge zur Fastenzeit und neue Akzente (wo passend)
In kirchlichen Kontexten markiert der Februar oft auch den Übergang zur Fastenzeit. Nach dem Trubel von Fasching kann bewusst ein neuer Ton gesetzt werden: leiser, achtsamer, reflektierter. Verzicht, Fokus und Neuorientierung lassen sich kind- und jugendgerecht thematisieren – nicht als Pflicht, sondern als Einladung. Auch hier gilt: Weniger erklären, mehr erleben.
Der Februar darf widersprüchlich sein
Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis für Gruppenstunden im Februar: Dieser Monat muss sich nicht entscheiden. Er darf laut und leise sein. Bunt und nachdenklich. Spielerisch und sensibel.
Kinder und Jugendliche brauchen keine perfekten Konzepte, sondern Räume, in denen sie sich ausprobieren dürfen – mit Freude, mit Respekt und mit Zeit. Wenn Gruppenstunden im Februar genau das ermöglichen, wird aus dem Zwischenmonat ein starker Erfahrungsraum für Gemeinschaft und Wachstum.


Lieber Daniel,
inspirierende Anregungen hast du in diesem Beitrag gesammelt. Ich bin selbst seit mehr als 5 Jahren ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig und bringe gerne neue Impulse in Aktivitäten ein. Mit den Kids unserer Gemeinde steht im nächsten Jahr ein Feriencamp an. Ich dachte mir, dass es nett wäre, den Karneval thematisch einzubringen. Das Ferienlager findet in den Faschingsferien statt. Die Faschingsspiele habe ich mir als Lesezeichen gespeichert und die Bastelidee mit der individuell gestaltbaren Maske finde ich toll.
Wir haben im vergangenen Jahr über die Geschichte des Faschings gesprochen und anschließend eine Sause mit Luftschlangen und Kostümen gefeiert.
Auf deinem/eurem Blog werde ich künftig öfter vorbei schauen.
LG Lisa