Der 2. Januar wird weltweit als “Tag der Introvertierten” gefeiert. Dieser Tag setzt sich mit dem Thema Introversion und dem Umgang mit verschiedenen Persönlichkeiten in der Gruppe auseinander. In dieser Gruppenstunde stärkt ihr auf spielerische und reflektierende Weise das Bewusstsein für unterschiedliche Charaktereigenschaften.
Aufwärmspiel: “Stille Post mal anders”
Zu Beginn der Gruppenstunde startet ihr mit einem bekannten Spiel, aber in einer besonderen Version. “Stille Post mal anders” funktioniert ähnlich wie das klassische “Stille Post”, jedoch mit einem Fokus auf nonverbale Kommunikation.
Die Teilnehmenden bilden einen Kreis. Der*die Gruppenleiter*in beginnt und überlegt sich ein Wort, das nicht ausgesprochen wird. Stattdessen wird eine einfache Bewegung (z. B. das Antippen des Kopfes) an die Person nebenan weitergegeben. Diese Person versucht, die Bewegung korrekt nachzuahmen und an die nächste Person weiterzugeben. Das Spiel läuft einmal durch den gesamten Kreis und am Ende wird die ursprüngliche Bewegung mit der letzten verglichen.
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Einführung des Themas für die Kinder/Jugendlichen
Nachdem alle ein wenig in Bewegung gekommen sind, erklärt ihr den Hintergrund des “Tag der Introvertierten”. Erläutert den Kindern und Jugendlichen kurz, was Introversion ist, ohne dabei zu sehr in die Theorie zu gehen. Hebt hervor, dass Introversion nichts Negatives ist, sondern lediglich eine andere Art ist, Energie zu tanken und die Welt zu erleben. Während extrovertierte Menschen in der Gesellschaft anderer aufblühen, bevorzugen introvertierte Personen ruhige Umgebungen und ziehen sich gelegentlich zurück, um Energie zu schöpfen.
Fragt in die Runde, wer sich als eher introvertiert oder extrovertiert einschätzt und betont, dass jede*r in der Gruppe einzigartig ist. Es geht darum, einander zu respektieren und zu verstehen.
Arbeit am Thema: “Persönlichkeitsbäume gestalten”
Für diesen Abschnitt der Gruppenstunde gestaltet jedes Kind einen “Persönlichkeitsbaum”. Die Kinder sollen überlegen, welche Eigenschaften, Hobbys und Vorlieben sie haben, und diese als Blätter, Äste und Früchte auf einem Baum darstellen.
– Der Stamm repräsentiert die grundlegenden Eigenschaften, die eine Person ausmachen (z. B. introvertiert/extrovertiert, ruhig/laut).
– Die Äste stehen für unterschiedliche Interessen und Hobbys stehen (z. B. Lesen, Sport, Musik).
– Die Blätter und Früchte können spezifische Fähigkeiten oder Vorlieben darstellen (z. B. “Ich höre gerne Musik”, “Ich bin gerne alleine”).
Lasst die Kinder kreativ sein und ihre Bäume mit Bildern aus Zeitschriften, selbstgezeichneten Symbolen oder kleinen Texten gestalten. Diese Aktivität hilft den Kindern, sich ihrer eigenen Persönlichkeit bewusst zu werden und die Vielfalt in der Gruppe zu schätzen.
Spiel: “Laut oder leise?”
Dieses Spiel hilft den Kindern, Situationen zu identifizieren, in denen sie sich eher laut oder eher leise fühlen. Jeder erhält zwei Zettel. Auf den einen schreibt man “laut”, auf den anderen “leise”. Anschließend liest der*die Gruppenleiter*in verschiedene Alltagssituationen vor (z. B. “Du bist auf einem großen Fest”, “Du liest ein spannendes Buch”). Die Kinder heben entweder den “laut”- oder “leise”-Zettel, je nachdem, wie sie sich in der Situation fühlen würden. Das Spiel hilft, die eigenen Vorlieben zu reflektieren und zeigt, dass es keine richtige oder falsche Art gibt, eine Situation zu erleben. Nach dem Spiel könnt ihr über die Unterschiede sprechen und betonen, wie wichtig es ist, einander zu akzeptieren.
Abschlussrunde: “Ein guter Tag für mich ist …”
Zum Abschluss setzt ihr euch im Kreis zusammen und jedes Kind darf den Satz “Ein guter Tag für mich ist …” vervollständigen. Hierbei können die Kinder sagen, was sie an einem Tag glücklich macht und was ihnen guttut, sei es etwas Ruhiges oder Aktives. Dies fördert das Verständnis dafür, dass jeder Mensch unterschiedliche Bedürfnisse hat, um sich wohlzufühlen. Ihr könnt die Abschlussrunde auch nutzen, um den “Persönlichkeitsbaum” der Gruppe zu betrachten.
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen:
Material
– Papier
– Buntstifte und Filzstifte
– Scheren
– Kleber
– alte Zeitschriften
– Zettel

