Der „Ich-liebe-es-zu-schreiben-Tag“ am 15. November lädt dazu ein, die Freude am Schreiben zu entdecken. In dieser Gruppenstunde erleben die Kinder und Jugendlichen, wie viel Spaß es macht, mit Worten zu arbeiten – und dass dabei jede*r einen ganz eigenen Stil finden kann.
Aufwärmspiel: Das magische Wort
Alle laufen oder hüpfen kreuz und quer durch den Raum, während ihr Wörter ruft. Sobald ein Wort besonders wichtig oder spannend klingt, ruft ihr „Das ist ein magisches Wort!“. Die Teilnehmenden müssen dann wie eingefroren stehen bleiben und eine spontane Pose machen, die zu dem Wort passt. Zum Beispiel könnten sie bei „Drache“ die Flügel ausbreiten oder bei „Buch“ so tun, als würden sie lesen.
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Einführung des Themas
Setzt euch nach dem Aufwärmen in einen Kreis und fragt die Kinder und Jugendlichen, was ihnen am Schreiben gefällt oder was sie vielleicht herausfordernd finden. Ihr könnt auch nachfragen: „Schreibt ihr gern Geschichten oder Briefe? Habt ihr schon mal ein Tagebuch geführt?“ Erzählt dann, warum der 15. November als „Ich-liebe-es-zu-schreiben-Tag“ gefeiert wird: Schreiben ist ein universelles Werkzeug, um Gedanken festzuhalten und Kreativität auszudrücken. Jede*r kann es tun – und es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Macht der Gruppe Mut, eigene Ideen zu entwickeln, ohne sich zu viele Gedanken um Perfektion zu machen.
Arbeit am Thema: Kreatives Schreiben in der Gruppe
Die Kernidee ist es, die Freude am Schreiben durch spielerische und kreative Methoden zu wecken.
Teil 1: Die magische Geschichte
In diesem Teil wird gemeinsam eine Geschichte geschrieben. Startet mit einem Anfangssatz, den ihr vorgebt, zum Beispiel: „Es war ein kalter Novemberabend, als plötzlich ein geheimnisvoller Brief durch den Türschlitz fiel…“ Gebt ein großes Blatt Papier oder eine Rolle Packpapier in die Runde und lasst die Kinder und Jugendlichen reihum weiterschreiben. Jede*r darf einen Satz hinzufügen, bevor das Papier weitergegeben wird. Je nach Gruppengröße könnt ihr auch mehrere Geschichten parallel entstehen lassen. Nach etwa 15 Minuten stoppt ihr den Schreibprozess und lest die Geschichten laut vor.
Teil 2: Mein eigenes Gedicht
Nach der Gruppenarbeit probieren die Teilnehmenden ihre individuellen Schreibfähigkeiten aus. Gebt jeder*m ein Blatt Papier und Stifte. Erklärt, dass sie ein kurzes Gedicht schreiben sollen – es muss sich nicht reimen, sondern kann auch einfach Gedanken oder Gefühle ausdrücken. Gebt als Inspiration ein Thema vor, wie „Winter“, „Freiheit“ oder „Freundschaft“. Wenn Teilnehmende unsicher sind, helft ihr mit Fragen wie: „Wie fühlt sich Freundschaft an? Welche Farben oder Geräusche fallen dir ein, wenn du an Winter denkst?“ Ermutigt die Kinder, ihre Werke am Ende der Stunde vorzulesen. Das ist kein Muss, aber oft trauen sich viele, wenn die Atmosphäre ermutigend ist.
Spiel: Wort-Staffellauf
Teilt die Gruppe in zwei Teams und stellt jeweils eine große Tafel, ein Flipchart oder ein Stück Packpapier bereit. Das Ziel des Spiels ist es, dass die Teams Wörter zu einem bestimmten Thema sammeln – beispielsweise alles, was sie mit „Winter“ verbinden. Jede*r läuft der Reihe nach vorn, schreibt ein Wort auf und gibt den Stift weiter. Nach zwei Minuten wird gestoppt und ihr schaut gemeinsam, wie kreativ die Wörter sind.
Abschlussrunde und Verabschiedung
Zum Abschluss macht ihr eine kurze Reflexion. Fragt die Teilnehmenden, was ihnen besonders gefallen hat: das gemeinsame Schreiben, das Gedicht oder das Bewegungsspiel? Gebt allen Zeit, ihre Gedanken zu teilen, ohne Druck. Ein schönes Ritual zum Abschluss ist, dass jede*r ein Wort nennt, das die Stunde für sie oder ihn zusammenfasst. Das kann ein Gefühl, ein Bild oder einfach ein Begriff sein, der im Kopf geblieben ist.
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
Material
– Papierrollen oder große Blätter für die Gruppenarbeit
– Stifte in verschiedenen Farben
– eine Tafel, ein Flipchart oder Packpapier für das Bewegungsspiel
– optional: Inspirierende Gegenstände wie Bilder oder kleine Figuren für zusätzliche Schreibimpulse

