Vollständig ausgearbeitete Gruppenstunde

Gruppenstunden-Reihe: Sterne

Sterne, Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnung

12 bis 18 Jahre

in- und outdoor

3* 60-90min
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Sterne faszinieren die Menschheit seit jeher. Sie sind wunderschöne Himmelskörper, die uns in klaren Nächten begleiten und auch mächtige Symbole für Wünsche, Sehnsüchte und Visionen. In diesen drei aufeinander aufbauenden Gruppenstunden beschäftigen sich die Jugendlichen intensiv mit der Bedeutung von Sternen und erkunden, wie Sterne als Metapher für ihre eigenen Wünsche und Ziele dienen. Diese Stunden sind eine wertvolle Gelegenheit, über persönliche Träume und Ziele nachzudenken, sich kreativ auszudrücken und sich in der Gruppe auszutauschen. Die drei Gruppenstunden sind für Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren konzipiert und dauern jeweils 90 Minuten. Jede Stunde widmet sich einem speziellen Aspekt des Themas “Sterne” und baut auf den Erkenntnissen der vorherigen Stunde auf.

Gruppenstunde 1: Sterne als Symbol für Wünsche

In der ersten Gruppenstunde dreht sich alles um Sterne als Symbol für Wünsche. Jugendliche haben viele Wünsche und Träume, die oft tief in ihnen schlummern. Diese Stunde hilft auf kreative und reflexive Weise, diese Wünsche zu erkunden, sie visuell darzustellen und sich über ihre Bedeutung auszutauschen.

Aufwärmspiel: Sternenlauf

Bereitet den Raum vor, indem ihr sternförmige Markierungen auf dem Boden verteilt. Diese Markierungen repräsentieren Sterne. Die Jugendlichen sollen sich zu Musik durch den Raum bewegen. Wenn die Musik stoppt, stellt ihr Fragen wie “Wovon träumst du?” oder “Welchen Wunsch hast du?” und jede*r Jugendliche, der*die auf einem Stern steht, darf eine Antwort geben. 

Einführung in das Thema: Wünsche und Sterne

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Startet die Stunde mit einer kurzen Diskussion über die Bedeutung von Sternen als Symbol für Wünsche. Fragt die Jugendlichen, was sie mit Sternen verbinden und ob sie sich schon einmal etwas gewünscht haben, wenn sie eine Sternschnuppe gesehen haben. Erklärt, dass Sterne oft als Metapher für Wünsche verwendet werden, weil sie in der Dunkelheit leuchten und für uns unerreichbar erscheinen – ähnlich wie unsere tiefsten Wünsche und Träume. Notiert die Gedanken der Jugendlichen auf einem Flipchart und macht ihre Ideen sichtbar. Dies schafft einen gemeinsamen Ausgangspunkt für die kreative Arbeit.

Arbeit am Thema: Wunschsterne gestalten

Die Jugendlichen gestalten ihre eigenen Wunschsterne. Jeder Stern symbolisiert einen Wunsch. Die Sterne können in verschiedenen Farben und Formen gestaltet werden. Die Jugendlichen schreiben ihre Wünsche auf die Sterne oder stellen sie symbolisch dar. Ermutigt die Jugendlichen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und die Sterne so zu gestalten, wie sie es möchten. Nachdem die Sterne fertig sind, werden sie an einer Schnur im Raum aufgehängt und schaffen eine “Wunschgalerie”. Diese Galerie bleibt während der gesamten Gruppenstundenreihe hängen und dient als ständige Erinnerung an die Wünsche der Jugendlichen.

Reflexion: Wünsche teilen

Nachdem die Wunschsterne gestaltet und aufgehängt wurden, setzt euch im Kreis zusammen und lasst die Jugendlichen ihre Sterne vorstellen und ihre Wünsche mit der Gruppe teilen. Achtet darauf, dass jede*r die Freiheit hat, so viel oder so wenig zu teilen, wie er*sie möchte. Diese Reflexionsrunde soll den Jugendlichen helfen, ihre Wünsche auszusprechen und zu erkennen, dass sie Teil einer Gruppe sind, die sie bei der Verwirklichung ihrer Träume unterstützen kann.

Spiel: Sternenfangen

Für dieses Spiel stellt euch im Kreis auf. Eine*r von euch beginnt mit dem Ball, der den “Stern” symbolisiert. Der*die Werfer*in nennt einen Wunsch und wirft dann den Ball zu jemand anderem im Kreis. Diese*r muss den Ball fangen und ebenfalls einen Wunsch äußern, bevor er*sie den Ball weiterwirft. Das Spiel endet, wenn alle mindestens einmal den Ball geworfen und gefangen haben.

Abschlussrunde

Zum Abschluss der Stunde setzt euch gemeinsam im Kreis zusammen und reflektiert die Wünsche, die geäußert und gestaltet wurden. Fragt die Jugendlichen, wie es ihnen ging, ihre Wünsche zu äußern und ob sie sich durch den Austausch in der Gruppe inspiriert fühlen. Verabschiedet euch mit der Aussicht auf die nächste Gruppenstunde, in der es um Sehnsüchte und die weiter entfernten Träume gehen wird.

Material:

– Sternförmige Markierungen (z. B. aus Papier oder Karton)
– Musik und Lautsprecher
– Flipchart oder Whiteboard
– Papier, Scheren, Stifte, Glitzer, Kleber, Schnur
– Softball oder kleiner Ball

Gruppenstunde 2: Sterne als Symbol für Sehnsüchte

In der zweiten Gruppenstunde liegt der Fokus auf den Sternen als Symbol für Sehnsüchte. Während Wünsche oft konkrete Dinge oder Ziele betreffen, sind Sehnsüchte tiefere, manchmal schwer fassbare Gefühle oder Bestrebungen, die uns langfristig begleiten. Diese Stunde hilft den Jugendlichen, ihre eigenen Sehnsüchte zu erkunden und in der Gruppe darüber nachzudenken, was ihnen im Leben wirklich wichtig ist.

Aufwärmübung: Sehnsuchtsreise

Beginnt die Stunde mit einer geführten Fantasiereise. Stellt euch gemeinsam einen klaren Nachthimmel vor, unter dem jede*r Jugendliche seine*ihre tiefsten Sehnsüchte erleben kann. Führt die Jugendlichen in Gedanken an einen Ort, an dem sie sich sicher und frei fühlen und bittet sie, sich vorzustellen, welche Sehnsüchte sie dort entdecken. Nach der Fantasiereise fragt ihr die Jugendlichen, was sie gesehen oder gefühlt haben und schafft so eine sanfte Überleitung zum Hauptthema der Stunde.

Einführung in das Thema: Sehnsüchte und Sterne

Nachdem die Jugendlichen aus ihrer Fantasiereise zurückgekehrt sind, stellt ihr das Thema der Stunde vor. Erklärt den Unterschied zwischen Wünschen und Sehnsüchten: Während Wünsche oft konkret und kurzfristig sind, betreffen Sehnsüchte tiefere, oft lebenslange Bestrebungen oder Gefühle. Fragt die Jugendlichen, welche Sehnsüchte sie in der Fantasiereise erlebt haben und welche Sterne am Himmel diese Sehnsüchte symbolisieren könnten. Haltet die Antworten auf einem Flipchart fest und nutzt sie als Grundlage für die weitere Arbeit am Thema.

Arbeit am Thema: Sternenhimmel der Sehnsüchte

Gemeinsam gestaltet ihr einen “Sternenhimmel der Sehnsüchte”. Legt eine große Papierbahn auf den Boden oder hängt sie an die Wand. Die Jugendlichen können darauf Sterne zeichnen oder kleben, die ihre Sehnsüchte symbolisieren. Jeder Stern repräsentiert eine Sehnsucht, die die Jugendlichen haben – sei es ein Traum, den sie erreichen möchten, eine Person, die sie vermissen, oder ein Ziel, das sie sich setzen. Ermutigt die Jugendlichen, ihre Sterne kreativ zu gestalten und mit Symbolen oder Farben ihre Sehnsüchte auszudrücken. Der entstandene Sternenhimmel kann anschließend im Raum aufgehängt werden und dient als gemeinsames Symbol für die tiefsten Wünsche und Sehnsüchte der Gruppe.

Reflexion: Austausch über Sehnsüchte

Setzt euch im Kreis zusammen und lasst die Jugendlichen über ihre Sehnsüchte sprechen. Ermutigt sie, offen zu erzählen, was sie sich wünschen und wonach sie sich in ihrem Leben sehnen. Fragt sie, wie es ihnen ging, ihre Sehnsüchte in Sterne zu verwandeln, und ob sie dabei etwas Überraschendes über sich selbst oder ihre Mitmenschen erfahren haben. Achtet darauf, eine respektvolle und vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in der jede*r sich sicher fühlt, über persönliche Themen zu sprechen. Es kann hilfreich sein, auch nachzufragen, ob es Sehnsüchte gibt, die sich im Laufe der Zeit verändert haben oder ob es Träume gibt, die sie aktiv verfolgen möchten. Ermutigt die Jugendlichen, darüber nachzudenken, wie ihre Sehnsüchte ihr Handeln und ihre Entscheidungen beeinflussen. Vielleicht gibt es Sehnsüchte, die sie motivieren und antreiben, während andere mit Ängsten oder Unsicherheiten verbunden sind. Diskutiert gemeinsam, wie sie mit diesen verschiedenen Gefühlen umgehen und welche Strategien sie entwickeln können, um ihre Wünsche zu verwirklichen oder mit Enttäuschungen umzugehen.

Spiel: Sehnsuchts-Jagd

Versteckt in eurem Gruppenraum oder im Außenbereich kleine Sternkarten, auf denen verschiedene Sehnsuchtsbegriffe stehen. Die Begriffe könnten zum Beispiel “Freiheit”, “Liebe”, “Abenteuer” oder “Geborgenheit” sein. Achtet darauf, die Karten an unterschiedlichen, kreativen Orten zu verstecken, damit die Suche spannend und herausfordernd wird. Die Jugendlichen haben die Aufgabe, so viele Sterne wie möglich zu finden und dann im Kreis zusammenzukommen, um zu besprechen, was die gefundenen Sehnsüchte für sie persönlich bedeuten. Ihr könnt die Gruppe in kleine Teams aufteilen oder die Suche als eine gemeinschaftliche Aufgabe gestalten, bei der alle zusammenarbeiten. Anschließend sollte jeder die Chance haben, zu erzählen, welcher Begriff sie*ihn besonders angesprochen hat und warum. Fragt die Jugendlichen, ob sie sich in den Begriffen wiedererkennen, ob sie ähnliche Wünsche teilen oder ob sie neue Aspekte ihrer eigenen Sehnsüchte entdeckt haben. Ihr könnt das Spiel erweitern, indem ihr die Jugendlichen dazu einladet, nach der Diskussion ihre eigenen Sternkarten zu gestalten, auf denen sie ihre ganz persönlichen Sehnsüchte niederschreiben. Diese Karten können sie dann behalten oder gemeinsam im Gruppenraum aufhängen.

Abschlussrunde

Zum Abschluss dieser Stunde setzt euch wieder zusammen und besprecht, was die Jugendlichen aus der heutigen Sitzung mitgenommen haben. Haben sie neue Sehnsüchte entdeckt oder alte Sehnsüchte besser verstanden? Betont, dass es in der nächsten Gruppenstunde darum gehen wird, wie man aus Sehnsüchten konkrete Visionen für das eigene Leben entwickelt.

Material:

– Flipchart oder Whiteboard
– große blaue oder schwarze Papierbahnen
– weiße Kreide oder leuchtende Stifte
– Klebesterne
– kleine Sternkarten, jede mit einem Sehnsuchtsbegriff versehen (z. B. Freiheit, Liebe, Erfolg)

Gruppenstunde 3: Sterne als Symbol für Visionen

Die dritte und letzte Gruppenstunde der Reihe widmet sich den Sternen als Symbol für Visionen. Visionen sind konkrete Vorstellungen dessen, was wir in der Zukunft erreichen möchten – sie geben uns Richtung und Sinn. In dieser Stunde entwickeln die Jugendlichen ihre eigenen Visionen und denken darüber nach, wie sie ihre Wünsche und Sehnsüchte in die Realität umsetzen.

Aufwärmübung: Sternenschießen

Beginnt die Stunde mit einem dynamischen Spiel: Die Jugendlichen versuchen, kleine Papiersterne in eine Zielscheibe oder einen Eimer zu werfen, die symbolisch für ihre Visionen stehen. Jeder Treffer repräsentiert einen Schritt, den sie auf dem Weg zu ihrer Vision machen. Dieses Spiel erleichtert den Übergang zum Thema der Stunde, indem es die Jugendlichen dazu bringt, über den Weg zu ihren Zielen nachzudenken.

Einführung in das Thema: Visionen und Sterne

Erklärt den Jugendlichen, dass Visionen die konkrete Umsetzung von Wünschen und Sehnsüchten in Ziele und Pläne darstellen. Visionen sind nicht nur Träume, sondern auch etwas, wofür man aktiv arbeiten kann. Fragt die Jugendlichen, welche Visionen sie für ihre Zukunft haben und wie sie diese erreichen könnten. Notiert diese Visionen auf einem Flipchart und verdeutlicht den Jugendlichen, dass Visionen sowohl konkrete als auch langfristige Ziele umfassen.

Arbeit am Thema: Vision-Boards erstellen

In dieser kreativen Aufgabe erstellen die Jugendlichen ihre eigenen Vision-Boards. Ein Vision-Board ist eine visuelle Darstellung der eigenen Ziele und Visionen, die hilft, diese zu konkretisieren und sie ständig im Blick zu behalten. Die Jugendlichen schneiden Bilder, Wörter und Symbole aus Magazinen aus, die ihre Visionen repräsentieren und kleben sie auf die Pappen. Ermutigt die Jugendlichen, ihre Visionen so konkret wie möglich darzustellen – ob es um berufliche Ziele, persönliche Träume oder soziale Beziehungen geht. Diese Vision Boards können später in ihren Zimmern aufgehängt werden und dienen als ständige Motivation, ihre Ziele zu verfolgen.

Reflexion: Visionen teilen

Nach dem Gestalten der Vision Boards setzt euch wieder im Kreis zusammen. Gebt den Jugendlichen die Chance, ihre Visionen vorzustellen und darüber zu sprechen, wie sie diese Visionen in die Tat umsetzen möchten. Ermutigt sie, darüber nachzudenken, welche Schritte sie als Nächstes unternehmen können und wie die Gruppe sie dabei unterstützen kann. Diese Reflexionsrunde soll den Jugendlichen helfen, ihre Visionen zu konkretisieren und einander zu inspirieren.

Spiel: Pfad der Visionen

Legt einen Pfad im Raum oder im Außenbereich an, der den Weg zu einem Ziel symbolisiert. Auf dem Pfad verteilt liegen Sterne, die Hindernisse oder Etappen darstellen, die die Jugendlichen auf dem Weg zu ihren Visionen überwinden müssen. In Gruppen oder einzeln müssen die Jugendlichen den Pfad entlang gehen und bei jedem Stern eine Aufgabe oder Frage lösen, die sie näher an ihr Ziel bringt. Dieses Spiel symbolisiert den Weg zu den eigenen Visionen und hilft den Jugendlichen, über die Schritte nachzudenken, die nötig sind, um ihre Ziele zu erreichen.

Abschlussrunde

Zum Abschluss setzt euch wieder im Kreis zusammen. Besprecht, welche Visionen die Jugendlichen haben und was sie aus dieser Gruppenstundenreihe mitnehmen. Welche Schritte sind notwendig, um die eigenen Visionen zu verwirklichen? Welche Hindernisse könnten auf dem Weg auftauchen und wie können sie überwunden werden? Lasst die Jugendlichen ihre Vision-Boards mitnehmen und erinnert sie daran, dass sie ihre Visionen fest im Blick behalten sollen – wie die Sterne, die uns in der Nacht den Weg weisen. Verabschiedet euch mit einer gemeinsamen Reflexion darüber, wie wichtig es ist, große Träume und Ziele zu haben.

Material:

– Papiersterne
– Zielscheibe oder Eimer
– große Pappen
– Magazine
– Bastelmaterial (Scheren, Kleber, Stifte, Glitzer, Sticker)
– Kreide oder Seil 

Daniel
Daniel
Hey, ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und war über zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier seit mehr als 15 Jahren über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Du findest hier fertige Gruppenstunden, Spiele, Freizeit-Ideen und mehr von mir. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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