Vollständig ausgearbeitete Gruppenstunde

Gruppenstunden-Reihe: Frühlings-Gefühle

Frühling

10-16 Jahre

in- und outdoor

3*90min
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Der Frühling steht für Neubeginn, Wärme und das Aufblühen der Natur. Die Gruppenstunden-Reihe “Frühlingsgefühle” lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, die Jahreszeit des Erwachens auf kreative, spielerische und emotionale Weise zu erleben. Über drei Einheiten erkunden sie unterschiedliche Aspekte des Frühlings: von der Wahrnehmung der Veränderungen in der Natur über das Entdecken eigener Frühlingsgefühle bis hin zur Reflexion darüber, wie uns der Frühling in seiner Einzigartigkeit beeinflusst.

Jede der Gruppenstunden setzt unterschiedliche Schwerpunkte und hilft den Teilnehmenden, die Natur und sich selbst bewusster wahrzunehmen. Die Gruppenstunden können drinnen und draußen stattfinden und enthalten Anleitungen zu spielerischen, kreativen und dialogorientierten Aktivitäten.

Die Reihe ist für Gruppen in Jugendverbänden, Kirchengemeinden und Jugendclubs geeignet und auf Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren ausgelegt.

Gruppenstunde 1: Frühlingserwachen – die Natur erwacht

Der Frühling ist die Zeit, in der die Natur nach der Ruhe des Winters wieder zum Leben erwacht. Diese Gruppenstunde lässt die Teilnehmenden das Frühlingserwachen bewusst wahrnehmen und reflektieren, was in der Natur und um sie herum passiert.

Aufwärmspiel: Wer bin ich? – Frühling in der Natur

Dieses Spiel ist eine Abwandlung des klassischen Spiels “Wer bin ich?”, bei dem alle eine Frühlingserscheinung darstellen. Die Gruppenleitung klebt jedem Kind oder Jugendlichen ein kleines Schild auf die Stirn, auf dem eine Frühlingserscheinung (z. B. Blume, Vogel, Sonnenstrahl, Regentropfen, Knospe) steht. Die Teilnehmenden stellen dann Ja-Nein-Fragen an die anderen, um herauszufinden, wer sie sind.

Einführung ins Thema

Erklärt, wie sich die Natur im Frühling verändert und stellt Fragen wie: “Was beobachtet ihr in der Natur, wenn der Frühling beginnt?” oder “Welche Tiere und Pflanzen kehren zurück oder erwachen aus dem Winterschlaf?” Sprecht darüber, wie der Frühling Einfluss auf Menschen und Tiere hat und was sich in unserer Umgebung verändert.

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Hauptteil: Frühlingsspaziergang mit Entdeckungsaufgaben

Organisiert einen kleinen Spaziergang – im Freien oder innerhalb des Gebäudes, indem ihr einen “Naturpfad” gestaltet, wenn es draußen nicht möglich ist. Teilt die Gruppe in kleine Teams ein und verteilt Aufgaben. Die Kinder sollen ganz still sein und versuchen, Naturgeräusche (z. B. Vogelgezwitscher) zu hören und zu beschreiben. Danach suchen die Gruppen bunte Gegenstände oder Blätter und Blumen, die für Frühlingstöne stehen. Sammelt Blätter oder Pflanzen (falls möglich) und schnuppert gemeinsam an diesen Düften. Danach sammeln alle kleine Steine, Äste, oder Blätter und gestalten daraus eine “Frühlings-Collage” auf dem Boden. Besprecht anschließend, welche Sinneseindrücke sie gesammelt haben. Was ist ihnen aufgefallen? Welche Frühlingszeichen haben sie entdeckt?

Naturmandalas legen – Kunstwerke aus der Frühlingsnatur

Bereitet dazu mit den Kindern und Jugendlichen einen gemeinsamen Spaziergang (wenn möglich) vor, bei dem sie kleine Naturmaterialien sammeln: Blüten, Blätter, Steine, Moos, Rindenstücke oder Zweige. Achtet darauf, dass nur heruntergefallene Naturmaterialien gesammelt werden, um die Pflanzen zu schonen. Erklärt den Teilnehmenden dabei kurz das Konzept eines Mandalas. Ein Mandala ist ein symmetrisches, meist kreisförmiges Kunstwerk, das für Harmonie und den Kreislauf des Lebens steht. Diese Idee passt besonders gut zum Frühling, wenn sich die Natur neu entfaltet und das Leben überall sichtbar wird. Wieder zurück legt ihr gemeinsam ein großes Mandala auf einem geeigneten Platz im Freien oder auf einem großen Tuch im Raum. Beginnt mit einem zentralen Punkt und lasst die Kinder und Jugendlichen ihr Mandala kreisförmig erweitern. Achtet darauf, dass alle Teilnehmenden ihren Beitrag leisten, sei es mit Steinen, Blüten oder anderen Materialien. Wenn das Mandala fertig ist, nehmt euch einen Moment, um es gemeinsam zu bewundern. Fragt die Teilnehmenden, wie sie sich während des Legens gefühlt haben und was das Mandala für sie ausdrückt. Vielleicht wollt ihr ein Foto des fertigen Mandalas machen, bevor die Materialien wieder in die Natur zurückgegeben werden. 

Spiel: Blumen und Bienen

Die Teilnehmenden werden in zwei Gruppen aufgeteilt: Blumen und Bienen. Die “Blumen” stellen sich in einem Kreis auf und strecken ihre Arme aus, die “Bienen” fliegen (laufen) um die Blumen und versuchen, die ausgestreckten Hände (Blütenblätter) zu berühren. Jedes Mal, wenn eine Biene eine Blume berührt, setzt sich die Blume auf den Boden. Sobald alle Blumen “bestäubt” wurden, wechseln die Gruppen.

Abschlussrunde und Verabschiedung

Schließt die Gruppenstunde mit einem kurzen Austausch darüber, was die Teilnehmenden heute gelernt oder erlebt haben. Ladet sie ein, darüber nachzudenken, welche neuen Erkenntnisse, Gefühle oder Erfahrungen sie aus der Stunde mitnehmen. Jede*r kann ein persönliches “Wort des Tages” nennen – ein Wort, das am besten den Frühling beschreibt oder ausdrückt, was sie besonders damit verbinden. Lasst die Gruppe einander zuhören und gebt Raum für spontane Kommentare oder kleine Geschichten, die mit den genannten Wörtern in Verbindung stehen. 

Materialien
– Klebezettel für das Aufwärmspiel
– Papier und Stifte
– Naturmaterialien oder passende Alternativen im Raum
– Kreppband für den “Naturpfad” im Raum

Gruppenstunde 2: Frühlingsgefühle – Wärme spüren

Frühling ist auch die Zeit des Erwachens in uns selbst. In dieser Stunde erkunden die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Frühlingsgefühle und denken darüber nach, wie sie sich im Frühling anders fühlen als im Winter.

Aufwärmspiel: Sonnentanz

Beginnt mit einem Energizer: der “Sonnentanz”. Die Gruppenleitung erklärt, dass der Frühling die Sonne bringt, die alles erwärmt. Spielt fröhliche Musik und motiviert alle, im Takt zu tanzen. Nach jeder Runde kommt eine “Sonne” (z. B. ein gelbes Tuch), die eine*n Teilnehmer*in umwickelt. Diese*r tanzt dann alleine und gibt die “Sonne” weiter.

Einführung ins Thema

Fragt die Gruppe: “Wie fühlt ihr euch, wenn die Sonne scheint?” oder “Was verbindet ihr mit dem Gefühl von Wärme?” Überlegt gemeinsam, wie die Jahreszeit Frühling mit ihren helleren Tagen und wärmenden Sonnenstrahlen auf das Wohlbefinden wirkt. Diskutiert, ob die zunehmende Helligkeit und Wärme die Stimmung hebt und mehr Energie für Aktivitäten im Freien schafft. Sprecht darüber, ob und wie jeder Einzelne diese Veränderungen erlebt und was ihn oder sie dabei besonders inspiriert oder motiviert.

Hauptteil: Frühlingsgefühle-Collage

Verteilt Papier, Zeitschriften, Farben und Stifte. Die Aufgabe besteht darin, eine “Frühlingsgefühle-Collage” zu erstellen. Auf dieser Collage dürfen die Teilnehmenden darstellen, was für sie Frühlingsgefühle sind: Sonnenstrahlen, Blumen, Freunde treffen oder Sport treiben. Die Kinder und Jugendlichen können aus den Zeitschriften schneiden oder selbst malen und schreiben. Während sie basteln, sprecht ihr über die Auswahl der Motive und was sie damit verbinden. Wenn die Collagen fertig sind, darf jede*r sie vorstellen und erklären, was sie oder er mit Frühling und Frühlingsgefühlen verbindet.

Kreativ-Workshop: Frühlingsboten mit Ton modellieren

Zum Einstieg besprecht ihr kurz einige typische Frühlingsboten wie die ersten Vögel, die wieder singen, Blumen, die sich durch die Erde kämpfen oder Schmetterlinge und Bienen, die den Frühling zum Leben erwecken. Fragt, welche Frühlingsboten den Kindern und Jugendlichen am besten gefallen oder welche Blumen und Tiere sie besonders gern im Frühling sehen. Vielleicht bringt jede*r ein anderes Bild oder eine Erinnerung an den Frühling mit. Nun verteilt ihr Ton und Modellierwerkzeuge wie Holzstäbchen oder Löffel und erklärt, wie die Teilnehmenden ihre Frühlingsboten formen können. Zeigt grundlegende Techniken, wie das Formen einer Kugel für Blüten oder das Flachdrücken des Tons für Blätter. Lasst dabei jedoch viel Raum für Kreativität. Während alle arbeiten, kommt ihr ins Gespräch darüber, wie sich der Frühling anfühlt – ob es die Sonne ist, die sie genießen oder das Erwachen der Natur, das sie begeistert. Nachdem alle Teilnehmenden ihre Frühlingsboten modelliert haben, stellt ihr die Tonarbeiten auf einem Tisch aus und gestaltet eine kleine “Frühlingsgalerie”. Lasst die Teilnehmenden darüber sprechen, was sie gestaltet haben und warum sie diesen Frühlingsboten gewählt haben. Abschließend bleibt noch Zeit, zu besprechen, wie die Werke Zuhause platziert werden könnten. 

Spiel: Wärme des Frühlings

Bereitet eine Decke oder einen großen Stoffkreis als “Wärmekreis” vor. Alle Kinder und Jugendlichen stellen sich um diesen Kreis auf. Erklärt, dass der Frühling nach einem kalten Winter alle wärmt und die “Kälte vertreibt”. Nun wird ein Softball durch den Kreis gereicht und jeder darf in einem Wort beschreiben, wie Frühling für sie oder ihn ist: warm, sonnig, energiegeladen usw. Wer den Ball hält, tritt in den “Wärmekreis”, teilt ein Wort und gibt den Ball weiter.

Abschlussrunde und Verabschiedung

Schließt die Gruppenstunde mit einem kurzen Austausch darüber, was die Teilnehmenden heute gelernt oder erlebt haben. Ladet sie ein, darüber nachzudenken, welche neuen Erkenntnisse, Gefühle oder Erfahrungen sie aus der Stunde mitnehmen. Jede*r kann ein persönliches “Wort des Tages” nennen – ein Wort, das am besten den Frühling beschreibt oder ausdrückt, was sie besonders damit verbinden. Lasst die Gruppe einander zuhören und gebt Raum für spontane Kommentare oder kleine Geschichten, die mit den genannten Wörtern in Verbindung stehen. So entsteht ein gemeinsamer Abschluss, der das Thema Frühling lebendig macht und die Gruppe mit positiven Eindrücken in den Tag entlässt.

Materialien
– gelbes Tuch für den Sonnentanz
– Papier, Zeitschriften, Scheren, Kleber, Farben
– Decke oder Tuch für den Wärmekreis
– Ton zum Modellieren, alternativ: Knete
– Softball

Gruppenstunde 3: Frühlingsfeste – gemeinsam den Frühling feiern

Der Frühling ist in vielen Kulturen die Zeit des Feierns. Überall auf der Welt gibt es Frühlingsfeste, die Menschen zusammenbringen und Freude an der wiedererwachenden Natur feiern. Diese Gruppenstunde thematisiert das Gemeinschaftsgefühl des Frühlings und bereitet die Gruppe auf ein kleines Fest vor.

Aufwärmspiel: Frühlings-Blumenstrauß

Jedes Kind überlegt sich eine Blume, die es mag, und stellt sich dann der Gruppe vor, indem es den Namen nennt und vielleicht kurz erklärt, warum es gerade diese Blume gewählt hat. Anschließend kommen alle Kinder zusammen und formen einen großen “Blumenstrauß,” indem sie sich als lebendiger Kreis aufstellen. In dieser bunten Runde dürfen die Kinder, die sich besonders wohl und willkommen in der Gruppe fühlen, in die Mitte treten und mit ein paar Worten erzählen, was der Frühling für sie bedeutet oder was sie an dieser Jahreszeit am meisten mögen. Vielleicht möchten sie eine besondere Erinnerung, einen Wunsch für den Frühling oder ein Wort teilen, das für sie die Frühlingsgefühle am besten beschreibt. So entsteht ein fröhlicher, bunter Austausch, bei dem sich jede*r als Teil des großen “Blumenstraußes” erlebt.

Einführung ins Thema

Erzählt kurz, dass Frühlingsfeste seit jeher ein wichtiger Teil vieler Kulturen sind und oft die Menschen nach dem Winter zusammenbringen. Fragt die Gruppe: “Welche Frühlingsfeste kennt ihr?” oder “Wie feiert ihr den Frühling?” Führt in die Idee eines eigenen Festes ein, das im Rahmen der Gruppenstunde gefeiert wird.

Hauptteil: Vorbereitung des Frühlingsfestes

Lasst die Gruppe ein kleines Frühlingsfest planen. Bastelt dafür gemeinsam bunte Papierblumen, Frühlingsbanner oder andere Dekoelemente aus recyceltem Material. Einfache Snacks oder Obstplatten können ebenfalls zusammen vorbereitet und dekoriert werden. Überlegt euch ein paar Spiele, die zum Thema passen, z. B. “Blumenreigen” (ähnlich wie Reise nach Jerusalem) oder “Frühlingsschatzsuche”. Nach der Vorbereitung wird das kleine Fest gefeiert! Die Teilnehmenden bringen dabei ihre Erfahrungen und Gefühle aus den letzten Gruppenstunden ein.

Kreativ-Workshop: Blumenkranz binden für das Frühlingsfest

Beginnt mit einer kurzen Einführung in die Bedeutung von Blumenkränzen. In vielen Kulturen wird im Frühling ein Blumenkranz als Zeichen für den Kreislauf des Lebens und für das Erwachen der Natur gebunden. Besorgt frische Blumen, Draht oder robusten Bindfaden und eine Bastelschere. Sollten echte Blumen verwendet werden, achtet auf Sorten, die gut haltbar sind. Der Kranz wird gemeinsam im Kreis gebunden, wobei jede*r Teilnehmende Blumen oder kleine Zweige hinzufügen kann. Zeigt, wie der Draht oder Bindfaden den Kranz stabilisiert und wie die Blüten gut befestigt werden. Währenddessen könnt ihr mit den Kindern und Jugendlichen darüber sprechen, welche Blumen sie besonders mögen und was die Farben für sie bedeuten. Der Blumenkranz wird Stück für Stück zu einem Symbol des Frühlings, an dem alle mitwirken. Nach dem Binden wird der Blumenkranz gemeinsam aufgehängt, am besten an einem gut sichtbaren Ort, der alle daran erinnert, dass das Frühlingsfest bevorsteht. Fragt die Gruppe zum Abschluss, wie es sich für sie anfühlt, ein gemeinsames Kunstwerk zu schaffen und was der Blumenkranz für sie bedeutet. 

Abschlussrunde und Verabschiedung

Schließt die Frühlingsreihe mit einer gemeinsamen Feedbackrunde ab: “Was nehmt ihr aus diesen Frühlingsstunden mit?” Jede*r darf ein Wort nennen, das er oder sie mit dem Frühling verbindet. Dankt den Teilnehmenden für ihr Engagement und betont, dass der Frühling eine Zeit ist, die immer wieder Freude, Gemeinschaft und Neuanfänge bedeutet.

Materialien
– Materialien für Papierblumen und Deko
– Obst und Snackzutaten für den Imbiss
– Kreppband
– Blumen und Bastelmaterialien

Daniel
Daniel
Hey, ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und war über zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier seit mehr als 15 Jahren über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Du findest hier fertige Gruppenstunden, Spiele, Freizeit-Ideen und mehr von mir. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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