Der “Tag der alten Dinge” am 2. März lädt dazu ein, Gegenstände aus früheren Zeiten in den Mittelpunkt zu rücken. Diese Gruppenstunde lässt die Teilnehmer*innen spielerisch und kreativ mit der Geschichte und Bedeutung alter Dinge auseinandersetzen.
Aufwärmspiel: “Schatzkiste der Erinnerungen”
Startet die Gruppenstunde mit einem einfachen, aber wirkungsvollen Aufwärmspiel. Jede*r Teilnehmer*in bringt einen alten Gegenstand von Zuhause mit, der für sie*ihn eine besondere Bedeutung hat. Dies kann alles Mögliche sein: ein altes Spielzeug, ein Foto, ein Buch oder auch etwas ganz anderes. Alle Gegenstände werden in eine große “Schatzkiste” gelegt. Setzt euch dann im Kreis und zieht nacheinander einen Gegenstand aus der Kiste. Die Person, die das jeweilige Objekt mitgebracht hat, erzählt kurz die Geschichte dahinter. Welche Erinnerungen sind damit verbunden? Warum ist dieser Gegenstand besonders? Dieses Spiel sorgt dafür, dass alle in der Gruppe gleich zu Beginn aktiv eingebunden sind.
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Einführung des Themas: “Was macht Dinge alt und wertvoll?”
Nach dem Aufwärmspiel führt ihr die Gruppe tiefer ins Thema ein. Ihr könnt mit der Frage starten: “Was bedeutet es eigentlich, dass etwas alt ist?” Diskutiert gemeinsam, was “alt” in diesem Kontext bedeutet. Sind es die Jahre, die etwas alt machen oder der Wert, den wir ihm beimessen? Wie verändert sich unser Blick auf Dinge, je älter sie werden? Nehmt euch Zeit, um über den Wert alter Dinge zu sprechen. Warum sind manche alten Gegenstände heute so kostbar? Ihr könnt Beispiele nennen, wie antike Möbel, altes Spielzeug oder Familienerbstücke. Besprecht gemeinsam, warum wir solche Dinge aufbewahren und was sie uns über die Vergangenheit erzählen können.
Arbeit am Thema: “Zeitreise-Workshop”
Nun geht es an die praktische Arbeit: eine “Zeitreise” in Form eines Workshops, in dem die Kinder und Jugendlichen alte Gegenstände neu entdecken und kreativ gestalten. Dieser Workshop kann in drei Bausteine unterteilt werden, die sich thematisch und methodisch ergänzen:
Baustein 1: Alte Gegenstände untersuchen
In diesem Baustein teilt ihr die Gruppe in kleinere Teams auf. Jedes Team bekommt einen alten Gegenstand (dies kann auch aus der zuvor besprochenen Schatzkiste sein) und untersucht ihn genau. Was könnte dieser Gegenstand früher bedeutet haben? Wie wurde er verwendet? Welche Geschichten stecken vielleicht dahinter? Ihr könnt den Kindern und Jugendlichen Lupen, Maßbänder und Notizblöcke zur Verfügung stellen, damit sie ihre Entdeckungen dokumentieren.
Baustein 2: Geschichten erfinden
Anschließend soll jedes Team eine kurze Geschichte zu ihrem Gegenstand erfinden. Diese Geschichte kann realistisch sein, aber auch fantasievoll ausgeschmückt werden. Die Kinder und Jugendlichen können sich vorstellen, wer den Gegenstand ursprünglich besessen haben könnte, welche Abenteuer er durchlebt hat und warum er heute noch wichtig ist. Lasst die Teams ihre Geschichten aufschreiben oder ein kleines Theaterstück dazu vorbereiten, das sie später der Gruppe vorführen.
Spiel: Upcycling – aus Alt mach Neu
Im letzten Baustein gestalten die Kinder und Jugendlichen die alten Gegenstände kreativ um. Upcycling verleiht alten Dingen neuen Glanz und Funktionalität. Ihr könnt einfache Bastelmaterialien wie Farben, Stoffreste, Knöpfe und Kleber zur Verfügung stellen. Die Teilnehmenden können sich überlegen, wie sie den alten Gegenstand in etwas Neues verwandeln können – vielleicht wird aus einem alten Holzlöffel ein dekoratives Wandobjekt oder aus einer leeren Blechdose ein Blumentopf. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt!
Abschlussrunde und Verabschiedung
Zum Abschluss der Gruppenstunde setzt ihr euch nochmal im Kreis zusammen. Fragt die Teilnehmenden, was ihnen an der Gruppenstunde am meisten gefallen hat und ob sie etwas Neues über alte Dinge gelernt haben. Vielleicht hat jemand eine besondere Erinnerung an einen Gegenstand aus dem Workshop? Lasst die Kinder und Jugendlichen ihre Erlebnisse teilen und diskutiert gemeinsam, welche Bedeutung alte Dinge in ihrem Leben haben könnten. Verabschiedet euch mit dem Hinweis, dass auch sie im Alltag achtsamer mit alten Gegenständen umgehen können, denn oft steckt mehr dahinter, als auf den ersten Blick sichtbar ist.
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
Material
– eine “Schatzkiste” (Karton, alte Truhe o. ä.)
– alte Gegenstände (von den Kindern mitgebracht oder gestellt)
– Lupen, Maßbänder, Notizblöcke
– Bastelmaterialien (Farben, Stoffreste, Knöpfe, Kleber)

