Ferienlager-Motto: Kunst

Mit ihrer Anmut und der Möglichkeit zur freien Interpretation stimuliert Kunst Phantasie und Kreativität aller Menschen. Sie übt eine nachhaltige Faszination aus, der sich tatsächlich niemand entziehen kann. Anstatt sich in feste Muster pressen zu lassen, eröffnet sie eine Perspektive, die von Vielseitigkeit, Mehrdeutigkeit und Ästhetik lebt. Gleichzeitig entfaltet sie eine verbindende Kraft, die vermeintliche Barrieren niederreißt und schöpferischen Austausch und Kommunikation fördert. Deshalb ist ein Ferienlager- Motto zum Thema “ Kunst“ ideal geeignet, um den kreativen Austausch zwischen Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu befeuern.

1. Lasst die Kinder und Jugendlichen zu Beginn des Camps ungezwungen ein Gemälde anfertigen, das ihr individuelles Kunstverständnis transportiert

Um einen bestmöglichen Eindruck von den persönlichen künstlerischen Präferenzen der Camp-Teilnehmer zu erhalten, animiert die Gruppe ihr Kunstverständnis visuell darzustellen. Stellt hierfür Keilrahmen, Acrylfarben und Pinsel zur Verfügung. Fordert die Jugendlichen dazu auf innerhalb eines 10-minütigen Zeitfensters ihr persönliches Kunstverständnis visuell zu skizzieren.
Diese Arbeit markiert den Einstieg in das Motto-Camp und vermittelt euch einen Überblick bezüglich des persönlichen Kunstverständnisses der Teilnehmer.
2. Eröffnet die Möglichkeit Eindrücke verschiedener Kunstströmungen aufgreifen zu können

Künstlerische Werke leben von Facettenreichtum, der Auseinandersetzung mit der situativen Gegenwart und Vielseitigkeit. Konfrontiert die kunstinteressierten Kinder und Jugendlichen deshalb mit einem breiten Spektrum unterschiedlicher Kunststile.
Veranstaltet zu diesem Zweck im Kollektiv ein themenbasiertes Wissensspiel. Fokussiert euch in diesem Kontext primär auf einflussreiche Künstler der Pop-Art bzw. zeitgenössischer Kunst und Street Art. Legt den Fokus beispielsweise auf Künstler wie Banksy, Jean- Michel Basquiat, Katsu, Blek Le Rat, Alex Katz, James Rizzi, Roy Lichtenstein und Andy Warhol. Erarbeitet spezifische Fragen zu den von euch ausgewählten Künstlern, die die Camp- Teilnehmer per  Multiple-Choice-Verfahren zu beantworten haben. Zeigt den Jugendlichen exemplarisch mindestens ein Bild der entsprechenden Künstler. Fordert die Jugendlichen auf binnen eines 5-minütigen Zeitfensters eine Neuinterpretation des Bildes anzufertigen.

3. Experimentiert gemäß dem Ferienlager-Motto mit unterschiedlichen Stilen und Materialien

Ahmt die Arbeitsweise moderner Künstler nach, deren künstlerische Arbeiten sich nicht an stereotypen Erwartungshaltungen messen lassen. Appelliert an die Camp-Teilnehmer ihre künstlerischen Ambitionen möglichst vielseitig auszuleben. Stellt den jungen “ Künstlern“ neben Leinwänden, alte Möbel, Pappen, Kreide, Graffiti-Cans, Acrylfarbe, Strukturpaste, Pailletten und altes Spielzeug bereit. Diese Utensilien sind nach Belieben künstlerisch zu inszenieren, umzufunktionieren, upzucyceln, zu verarbeiten und zu veredeln.
Verlangt von den Jugendlichen, dass sie sich für sämtliche Stile öffnen und Werke schaffen, die eine Fülle an spannenden Informationen mit mannigfaltigen Einflüssen und Materialien verschmelzen lassen.

4. Vermittelt ein Bewusstsein dafür, dass Ausstellungen überall stattfinden können

Diskutiert den aktuellen Zeitgeist moderner, hipper Ausstellungen, der die künstlerische Szene nachhaltig revolutioniert hat. Demnach finden Vernissagen längst nicht mehr ausschließlich in Galerien oder Museen statt, sondern nahezu überall.Erstellt in Kleingruppen Pro- und Contra-Listen zum Themenkomplex „Pop Up- Vernissagen“. Diskutiert insbesondere über Aktionen wie „Kunstausstellungen an U- Bahnhöfen“ oder Kunstinszenierungen auf Supermarktflächen.

5. Erstellt in Zusammenarbeit mit den Teilnehmern ein Konzept für eine eigene “ Guerillakunst-Vernissage“

Erarbeitet in Kleingruppen ein Konzept wie eine “ Guerillakunst-Aktion“ auf dem Camp-Gelände in der Praxis von euch zu realisieren ist. Im Zentrum stehen hierbei Fragen wie

  • Welche Flächen lassen sich als potentielle Ausstellungsflächen nutzen?
  • Wie ist eine breite Zielgruppe über Guerillakunst und Street Art anzusprechen?
  • Wie erzeugt eine derartige Ausstellung maximales Interesse bei der Zielgruppe?

Auf diese Weise findet das Ferienlager- Motto einen gelungenen Abschluss.

Ferienlager-Motto: Kunst
Danielhttps://www.jugendleiter-blog.de
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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