Bald beginnt ein neues Jahr und damit bei vielen Verbänden auch der neue Jahresplan für Gruppenstunden. Bei uns gilt jeder Gruppenplan etwa ein Viertel Jahr. Danach gibt es einen Neuen. Aber wie entsteht so ein Gruppenplan überhaupt?

Als erstes muss man zwischen einem reinen Terminplan und einen Aktionsplan unterscheiden. Bei einem reinen Terminplan erhalten die Kinder nur die Termine und die Uhrzeiten mitgeteilt. Was dann in der Gruppenstunde geschieht, das erfahren die Kinder erst, wenn die Stunde beginnt. Bei einem Aktionsplan wissen die Kinder, was in den kommenden Gruppenstunden passiert. Aus meiner Sich hat beides Vor- und Nachteile:

bei einem reinen Terminplan bleibt für die Kids die Spannung erhalten, was nur in der nächsten Gruppenstunde passiert. Auch kann ein spontanes Scheitern eines Programmpunktes besser vor den Kindern versteckt werden. Nachteil: für die Kids sieht erst einmal jede Stunde gleich aus. Es gibt keine besonderen Anreize zu einer speziellen Gruppenstunde zu kommen.

Vorteil eines Aktionsplans ist es, dass die Kids wissen, was auf sie zukommt, und sich evtl. die Gruppenstundentermine mit den besonders tollen Aktionen unbedingt freihalten. Darin steckt aber auch schon der Nachteil: ist ein Programmpunkt einmal nicht so interessant, fehlt den Kids evtl. die Motivation zu kommen. Wer kennt nicht das Herummeckern von Jungs, wenn mal gebastelt wird. Nachteil eines Aktionsplans: die Kids sind möglicherweise enttäuscht, wenn ein Programmpunkt kurz abgesagt werden muss. Außerdem können Gruppenstunden-Aktionen nicht mehr so leicht getauscht werden.

Wir haben für das Frühjahr 2009 nun eine Art Mittelweg gewählt: Jede Gruppenstunde steht unter einem Motto, das aber nicht all zu viel verrät. Mit etwas Geschick, könnten die Kids aber auf die richtige Aktion kommen. Ein Beispiel: die erste Gruppenstunde im neuen Jahr steht unter dem Motto „Ganz großes Kino“. Was das ist? Nun evtl. schauen wir einen Film, oder wir spielen ein Spiel mit viel Action, wie man sie sonst nur im Kino sieht, oder oder oder. Was genau passiert wissen nur wir Gruppenleiter. Mit einem solche Motto kann man in unseren Augen die Kinder schon etwas zum nachdenken bringen (beim austeilen des Gruppenplans ging gleich das Gemurmel los, was welches Motto bedeuten könnte), und wir haben etwas mehr Spielraum bei der Planung unserer Gruppenstunden.

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