[aartikel]B0032U9FM4:left[/aartikel] Denen von euch, die den Jugendleiter-Blog schon länger lesen, wird der Name Keltis ein Begriff sein, denn nach der Prämierung zum Spiel des Jahres 2008 haben wir über unseren ersten Spieletest kurz berichtet. Seit einiger Zeit gibt es nun einen Nachfolger auf dem deutschen Brettspielemarkt: Keltis – Das Orakel. Dieses wurde uns nun vom KOSMOS-Verlag zur Verfügung gestellt und wir haben es so vielen Testspielen unterzogen, wie noch kein anderes davor. Warum? Weil es einfach so viel Spaß gemacht hat.

Ziel ist es, möglichst viele seiner drei Figuren möglichst weit nach vorne auf dem spiralförmigen Orakelweg zu bringen. Je weiter man es schafft, umso mehr Punkte gibt es am Ende des Spiels. Doch nicht nur am Ende des Spiels werden Punkte ergattert, sondern auch schon während des Spiels. So gibt es unterwegs Felder, auf denen direkt Punkte gesammelt werden können und es gibt Aktionsfelder, die es ermöglichen schneller voran, oder aber auf verpasste Felder zurückzuspringen. Unterwegs bietet es sich nämlich noch an, Wunschsteine zu sammeln, die am Ende Extrapunkte ergeben. Je mehr, umso besser! Aber bloß nicht nur einen sammeln, denn das gibt Minuspunkte!

Damit das Spiel auch bei mehreren Spielen nicht langweilig wird, werden die Aktionsplättchen vor jedem Spiel neu gemischt und auf die Felder des Orakelweges neu verteilt. Damit können sich völlig andere Spielsituationen ergeben, wenn man zum Beispiel versucht, durch das geschickte Platzieren seiner Figuren auf den drei auf dem Orakelweg verteilten Koboldkärtchen eine sogenannte Koboldwertung auszulösen. Wird das geschafft, kann es nämlich bis zu satten 20 Siegpunkten geben. Diese werden im übrigen am Spielfeldrand auf einer speziellen Punkteleiste aufsummiert.

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Nun zum Ablauf: wer zuletzt in Irland war, darf beginnen. Jeder Spieler erhält auch Karten auf der Hand. Alle Karten tragen eine Zahl von 0-10 und sind in einer der fünf Spielfarben gestaltet. Bei jedem Zug darf eine Karte abgelegt werden. Ziel ist es, Kartenketten in jeder Farbe zu legen, die entweder nach Zahlenwert auf- oder absteigend sind. Je nachdem, von welcher Farbe man eine Karte ablegt, darf man auf ein der Farbe entsprechendes Feld auf dem Orakelfeld vorspringen. Anschließend werden die oben erwähnten Aktionen der Plättchen auf den Feldern ausgeführt. Abschließend wird bei jedem Zug wieder eine Karte gezogen, damit man immer acht Karten auf der Hand hat. Sonderaktionen zum Abwerfen von Karten, die nicht mehr bei den eigenen Ablagestapeln verwendet werden, gibt es – sollen an dieser Stelle aber nicht weiter erläutert werden.

Neu in Keltis – Das Orakel ist die Orakelpriesterin. Anstatt nach dem Ablegen einer Karte eine eigene Spielfigur zu bewegen, kann auch die Priesterin weiter nach vorne versetzt werden. Und zwar immer maximal so viele Felder, wie auf der abgelegten Spielkarte angegeben sind. Bleibt die Priesterin nun auf einem Feld mit einer eigenen Spielfigur stehen, bekommt man automatisch fünf Punkte.

Im Inneren der Spirale des Orakelweges gibt es das Orakel selbst. Wenn dort 5 Spielfiguren oder drei von einem Spieler angelangt sind, ist das Spiel beendet und der Sieger wird ermittelt.

Mein Fazit: Keltis – Das Orakel wird durch das immer wieder unterschiedlich gestaltete Spielfeld abwechslungsreich. Durch Orakelpriesterin, Koboldwertung und Wunschsteine kann jeder Spieler über andere Strategien versuchen Punkte zu sammeln. Erkennt man als Gegenspieler diese Strategien kann man versuchen, sie geschickt auszuschalten und sich selbst zu nutze zu machen. Für mich ein absolut tolles Spiel, das ich so schnell nicht zu tief im Schrank verschwinden lassen werde.

Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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