In einer Zeit voller Vergleiche, Perfektionsdruck und Schönheitsideale fällt es vielen Jugendlichen schwer, sich selbst anzunehmen. Der Song „Schön genug“ von Haller vermittelt eine wichtige Botschaft: Du bist gut, so wie du bist.
Aufwärm-Methode: Stell dir vor
Zum Einstieg nehmt ihr euch fünf Minuten Zeit für eine kurze Übung. Bittet die Jugendlichen, sich bequem hinzusetzen und die Augen zu schließen. Führt sie langsam durch folgende Vorstellung: Stellt euch vor, ihr steht vor einem Spiegel. Achtet auf eure Augen, euer Lächeln, eure Haltung. Jetzt kommt eine Person dazu, die euch liebt und schätzt, so wie ihr seid. Diese Person sagt euch drei Sätze: Du bist schön genug. Du machst das schon richtig. Den Fehler, den du suchst, den gibt es nicht. Nach der Übung dürfen die Jugendlichen kurz in sich hineinspüren.
Einführung des Themas für die Jugendlichen
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Stellt den Song kurz vor und beschreibt seine zentrale Botschaft: Es geht darum, dass man oft viel zu hart mit sich selbst ist, Fehler sucht, wo gar keine sind und versucht, Erwartungen zu erfüllen. Sprecht offen an: Viele Jugendliche vergleichen sich ständig auf Social Media, in der Schule, in Freundschaften. Viele haben ein kritisches Bild von sich selbst, sei es bezogen auf Aussehen, Fähigkeiten oder Persönlichkeit. Der Song lädt ein, dieses kritische Bild zu hinterfragen.
Arbeit am Thema
Baustein 1: Song hören und Textarbeit
Hört gemeinsam den Song. Jede*r bekommt den Liedtext ausgedruckt. Während des Hörens markieren die Jugendlichen Stellen, die sie berühren. Danach besprecht ihr: Welche Zeilen haben euch angesprochen? Fühlt ihr euch manchmal so, wie es der Sänger beschreibt? Die Jugendlichen dürfen sich austauschen, merken, dass viele ähnliche Gefühle kennen und niemand allein mit seinen Selbstzweifeln ist.
Baustein 2: Mein innerer Spiegel
Stellt einen echten Spiegel in die Mitte des Raumes oder an eine Wand. Jede*r darf sich, wenn er*sie möchte, kurz davorstellen (auf freiwilliger Basis). Währenddessen beantworten sie für sich gedanklich folgende Fragen: Was sehe ich, wenn ich mich betrachte? Worauf bin ich stolz? Was mag ich an mir? Was fällt mir schwer anzunehmen? Nach dieser Phase bekommt jede*r eine kleine Karte, auf die sie ein Kompliment an sich selbst schreiben. Wer möchte, darf es auch anonym in eine vorbereitete Box werfen.
Spiel: Komplimente-Karussell
Die Jugendlichen stellen sich in zwei Kreisen gegenüber (ein Innen- und ein Außenkreis). Nach einem Startsignal dreht sich der Außenkreis jeweils einen Platz weiter. Jedes Paar hat 30 Sekunden Zeit, dem Gegenüber ein wertschätzendes, ernst gemeintes Kompliment zu machen. Ziel des Spiels ist es, positive Rückmeldungen bewusst wahrzunehmen, aber keinen Druck aufzubauen.
Abschlussrunde und Verabschiedung
Zum Abschluss dürfen sich alle noch einen kleinen „Mutmacher“ aus einer vorbereiteten Schale ziehen. Das können kleine bemalte Steine sein, Karten mit Affirmationen („Ich bin gut, so wie ich bin.“ / „Meine Fehler machen mich einzigartig.“ / „Ich darf stolz auf mich sein.“) oder Zitate.
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
Material: Lautsprecher, Ausdrucke des Songtexts, Stifte, Spiegel, kleine Karten oder Zettel, Moderationskarten, Klebezettel, großes Plakat, kleine Erinnerungsgegenstände wie Mut-Steine, Karten mit Affirmationen

