Vollständig ausgearbeitete Gruppenstunde

Gruppenstunden-Modul zum Behaupte-Dich-gegen-Mobbing-Tag (22. Februar)

Anti-Mobbing

8-14 Jahre

indoor

60-90min
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Der “Behaupte-Dich-gegen-Mobbing-Tag” am 22. Februar schärft das Bewusstsein für Mobbing und gibt Kindern und Jugendlichen Strategien an die Hand, wie sie sich in schwierigen Situationen behaupten. In dieser Gruppenstunde geht es darum, das Thema Mobbing aufzugreifen, darüber zu sprechen und gemeinsam Handlungsoptionen zu erarbeiten, wie man Mobbing erkennen und sich dagegen wehren kann.

Aufwärmspiel: “Spinnennetz der Freundschaft”

Zu Beginn der Stunde spielt ihr das “Spinnennetz der Freundschaft”. Setzt euch mit der Gruppe in einen Kreis und gebt einer Person das Wollknäuel. Diese Person hält das Ende des Fadens fest, nennt eine*n Freund*in oder ein positives Erlebnis und wirft das Wollknäuel zu einer anderen Person im Kreis. Diese macht dasselbe, bis alle Kinder und Jugendlichen miteinander verbunden sind und ein Netz entsteht. Dieses Spiel verdeutlicht symbolisch die Verbundenheit innerhalb der Gruppe und zeigt, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind. Es schafft eine positive Atmosphäre, die die Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Mobbing bildet.

Einführung des Themas für die Kinder/Jugendlichen

Nach dem Aufwärm-Spiel leitet ihr in das Thema ein, indem ihr das Netz der Freundschaft noch einmal aufgreift. Fragt die Gruppe, was passieren würde, wenn jemand anfängt, die Fäden durchzuschneiden – das Netz würde auseinanderfallen, genau wie das Miteinander, wenn Mobbing in einer Gruppe auftritt. Erklärt, dass Mobbing in vielen Formen auftreten kann: verbal, körperlich oder auch durch Ausgrenzung. Es ist wichtig, dass alle verstehen, dass Mobbing nicht nur die Person verletzt, die direkt betroffen ist, sondern auch die gesamte Gruppe.

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Arbeit am Thema: Rollenspiele, Diskussion und Kreativaufgabe

1. Rollenspiel: “Was tun bei Mobbing?”

Rollenspiele sind eine effektive Methode, um Kinder und Jugendliche zu ermutigen, sich mit dem Thema Mobbing auseinanderzusetzen und Handlungsstrategien zu entwickeln. Teilt die Gruppe in Kleingruppen auf und gebt ihnen Kärtchen mit verschiedenen Szenarien, die Mobbing darstellen. Beispiele für solche Szenarien könnten sein:

– Jemand wird in der Schule wegen seines Aussehens ausgelacht.
– Eine Person wird aus einer Gruppe ausgeschlossen, weil sie anders ist.
– Ein Kind wird im Sportunterricht absichtlich unfair behandelt.

Lasst die Gruppen die Szenen vorbereiten und dann vor der ganzen Gruppe vorspielen. Nach jedem Rollenspiel besprecht ihr gemeinsam ausführlich, wie sich die betroffene Person gefühlt haben könnte und was die anderen tun könnten, um zu helfen oder das Mobbing zu stoppen. Diese Reflexion ist wichtig, um den Kindern und Jugendlichen bewusst zu machen, dass sie nicht tatenlos zusehen müssen, sondern aktiv eingreifen können.

2. Diskussion: “Was ist Freundschaft?”

Nach den Rollenspielen setzt ihr euch zusammen, um über das Thema Freundschaft zu sprechen. Stellt Fragen wie: “Was macht eine gute Freundschaft aus?” und “Wie können wir einander unterstützen?” Diese Diskussion hilft den Kindern und Jugendlichen zu erkennen, wie wichtig positive Beziehungen sind und wie sie dazu beitragen, eine Gruppe stark und widerstandsfähig gegen Mobbing zu machen. Geht auch darauf ein, dass es normal ist, manchmal Konflikte zu haben, aber es wichtig ist, wie man mit diesen umgeht.

3. Kreativaufgabe: “Unser Anti-Mobbing-Poster”

Zum Abschluss der thematischen Arbeit gestaltet die Gruppe gemeinsam ein “Anti-Mobbing-Poster”. Auf diesem Plakat halten sie ihre neuen Ideen und Botschaften gegen Mobbing fest. Lasst die Kinder und Jugendlichen ihre Eindrücke aus den Rollenspielen und der Diskussion in Form von Zeichnungen, Slogans oder kurzen Texten auf Papier bringen und dann auf dem Plakat arrangieren. Das Poster kann später im Gruppenraum aufgehängt werden, um das Bewusstsein für das Thema auch über die Gruppenstunde hinaus wachzuhalten.

Spiel: “Mutmacher-Karten”

Ein weiteres Spiel, das gut zum Thema passt, ist das Erstellen von “Mutmacher-Karten”. Jede*r Teilnehmer*in erhält eine Blanko-Karte und schreibt darauf eine ermutigende Botschaft oder einen positiven Spruch, der anderen Mut machen soll. Diese Karten werden dann gemischt und an die Gruppe verteilt, sodass jede*r eine Karte von jemand anderem erhält. Die Botschaften können ganz unterschiedlich sein – von “Du bist stark!” bis hin zu “Vergiss nie, dass du wichtig bist!”. Diese Karten stärken das Gemeinschaftsgefühl und geben den Kindern und Jugendlichen etwas Positives mit auf den Weg.

Abschlussrunde

Versammelt alle in einen Kreis. Führt zum Abschluss der Gruppenstunde eine Reflexionsrunde durch. Fragt die Kinder und Jugendlichen, was sie heute gelernt haben und was ihnen besonders wichtig war. Eine gute Chance, das Gelernte zu vertiefen, ist die gemeinsame Entwicklung von Gruppenregeln, die Mobbing in eurer Gruppe und darüber hinaus verhindern. Schreibt die Vorschläge auf ein Flipchart oder Whiteboard, sodass alle sie sehen. Diese Regeln lauten zum Beispiel: “Wir respektieren einander”, “Wir hören zu, wenn jemand Probleme hat” oder “Wir greifen ein, wenn jemand schlecht behandelt wird”. Diese Regeln können in den folgenden Gruppenstunden immer wieder aufgegriffen und überprüft werden.

Material

– Wollknäuel oder festes Band für das “Spinnennetz der Freundschaft”
– Kärtchen mit Rollenspiel-Szenarien
– Papier, Stifte, Plakatkarton und Bastelmaterialien für das Anti-Mobbing-Poster
– Blanko-Karten und Stifte für die “Mutmacher-Karten”
– Flipchart oder Whiteboard und Marker für die Gruppenregeln 

Daniel
Daniel
Hey, ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und war über zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier seit mehr als 15 Jahren über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Du findest hier fertige Gruppenstunden, Spiele, Freizeit-Ideen und mehr von mir. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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