Das Projekt “Ein Gefühl der Zugehörigkeit” möchte Jugendliche dabei unterstützen, ein tieferes Verständnis für die Konzepte von Inklusion und Exklusion zu entwickeln. Dabei sollen sie reflektieren, wie es sich anfühlt, Teil einer Gruppe zu sein oder davon ausgeschlossen zu werden. Diese Erfahrungen gehen weit über die Jugendgruppe hinaus und betreffen die gesamtgesellschaftliche Situation.
Zu Beginn steht eine Einführung in die Thematik. Die Teilnehmenden erörtern, was Inklusion und Exklusion bedeuten und wer alles davon betroffen sein kann – sei es aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht, Behinderung oder anderen Merkmalen. Gemeinsam diskutieren sie, wie es sich anfühlt, wenn man dazugehört oder ausgeschlossen wird. Diese Diskussion soll die Jugendlichen für die Perspektive von Minderheiten oder ausgegrenzten Gruppen sensibilisieren.
In einem kreativen Teil der Aktivität malen die Teilnehmenden zwei Bilder: Eines zeigt einen Moment, in dem sie sich zugehörig und einbezogen gefühlt haben, das andere einen Moment des Ausschlusses oder der Ignoranz. Diese Bilder werden anschließend in der Gruppe vorgestellt und besprochen. Dabei erkennen die Jugendlichen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in ihren Erfahrungen. Die Diskussion der Bilder soll die Teilnehmenden dazu anregen, die Perspektive anderer einzunehmen und sich in die Gefühlswelt von Inklusions- oder Exklusionserlebnissen hineinzuversetzen.
Um das Thema noch konkreter zu machen, erhalten die Jugendlichen zudem die Aufgabe, in Kleingruppen ein kurzes Rollenspiel zu entwickeln. Darin sollen sie eine Situation darstellen, in der jemand ein Gefühl der Zugehörigkeit oder des Ausschlusses erlebt. Die Rollenspiele werden anschließend im Plenum präsentiert und gemeinsam reflektiert. Hier können die Teilnehmenden Ideen und Lösungsansätze austauschen, wie man ein inklusives Umfeld schaffen kann.
Zum Abschluss des Projekts schauen die Jugendlichen gemeinsam in die Zukunft. Sie entwickeln Ideen, wie sie in ihrer Jugendgruppe und im Alltag dafür sorgen können, dass sich alle willkommen und zugehörig fühlen. Dabei geht es darum, Inklusion und die Wertschätzung von Vielfalt aktiv zu fördern.
Durch dieses Projekt sollen die Teilnehmenden für die Themen Zugehörigkeit, Inklusion und Diversität sensibilisiert werden. Sie sollen lernen, die Perspektive anderer einzunehmen und Wege finden, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jede*r akzeptiert und wertgeschätzt fühlt.

