Impuls/Andacht für Kinder: Pfingsten

Ein Blick zurück nach Vorn

Die Pfingstgeschichte ist sowohl ein Blick nach Vorn als auch ein Blick zurück. Die neutestamentliche Welt ist eine sehr plurale Welt mit vielen verschiedenen Vorstellungen von Göttern und auch Christentum. Nicht jeder glaubte z.B., dass Jesus Christus wahrhaft Mensch und wahrhaft Gott ist oder war. Das sind dogmatische Streitigkeiten, die sich im Laufe der Jahrhunderte geklärt und sich neue Glaubensrichtungen entwickelt haben. Und dennoch gibt es den einen Anfang, in der Erzählung von Pfingsten, dem Geburtstag der Kirche.

Erzählen von Erinnerungen

Im Sitzkreis kann über die Erfahrungen vom eigenen Geburtstag gesprochen werden. In die gestaltete Mitte kann eine Torte, ein Kuchen gemalt, oder auch real aufgestellt werden. Jeder schreibt seine Erinnerungen an Feste, eigene Geburtstage oder Geburtstage von Anderen auf und legt sie in die Mitte zum Kuchen. Vielleicht ist der Kuchen auch eine Anregung dafür, sich mit dieser Aufgabe auseinander zu setzen. Pfingsten bedeutet die Ausschüttung des Heiligen Geistes und die Vorbereitung der Mission, mit der dann die Missionare durch die Welt ziehen, bis nach Rom und Spanien zu dieser Zeit. Für die damalige Welt war das die gesamte Welt. Die Jugendlichen können sich fragen, wie weit sich das Christentum heute entwickelt hat. Wo gibt es Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu heute? Kann man die Bibel vielleicht weiter schreiben? Die Apostelgeschichte hat nämlich ein mehr oder weniger offenes Ende, sodass alle Gläubigen das Wort Gottes predigen können.

„Apg 2, 4 – Und sie wurden alle erfüllt von heiligem Geist und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen eingab.“ – Das bietet gerade die Voraussetzungen dazu, in vielen Sprachen heute und damals darüber zu sprechen. Die Metapher des Kuchens ist eine Form davon.

Die Erinnerung auf Papier

Die Erinnerung auf dem Papier ist sowohl ein Blick zurück als auch ein Blick nach Vorn. Wo stehen wir? Was haben wir gemacht? Womit mussten wir uns auseinandersetzen? Pfingsten ist immer auch im Kontext zu betrachten. Auch jeder Neuanfang hat eine Vergangenheit und eine Zukunft, ist aber dennoch Teil der Gegenwart. Die Bibel kann durch die Erinnerungen auf Papier und durch die „Kuchenmetapher“ sowohl vergegenwärtigt als auch neu und modern interpretiert werden, mit Bildern, die die Jugendlichen wahrscheinlich besser verstehen als einen abstrakten „Heiligen Geist“. Klar ist auch, dass ein gemeinsames Essen eine Gemeinschaft und Vertrauen untereinander stiftet, durch Wohlgeschmack und Glücksgefühle durch Zucker z.B. Dieser ist also per se nicht schlecht, sollte aber maßvoll eingesetzt werden, z.B. dass nur jeder Teilnehmer ein Stück Kuchen bekommt oder der Kuchen mit den Erinnerungen einfach aufgemalt wird. An Pfingsten werden auch viele neue Institutionen im kirchlichen Bereich gegründet, z.B. die Nordkirche im Jahr 2012, als Verbindung von Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Pommern, sodass Pfingsten auch im übertragenen Sinn eine Wiedervergegenwärtigung der Bibel und ihrer Erzählungen ist.

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Daniel
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Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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