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In der Gruppenstunde Mut machen und Selbstvertrauen stärken!

Kinder und Jugendliche brauchen Mut und Selbstvertrauen, um Herausforderungen zu bestehen und über sich hinauszuwachsen. Mithilfe spielerischer “Mutproben” können die Kinder lernen, an sich zu glauben. Hier findet ihr ein paar Beispiele, wie ihr eine Gruppenstunde zu diesem Thema gestalten könnt.

Der Vertrauensfall

Diese Aufgabe zählt wohl zu den Klassikern unter den Gruppenübungen. Ein Kind stellt sich mit den Rücken zur Gruppe auf eine Erhöhung und kreuzt die Hände über der Brust. Die restlichen Teilnehmer der Gruppenstunde stellen sich, mit dem Gesicht zueinander, eine Gasse bildend auf und strecken die Arme nach vorne. Das Kind auf der Erhöhung lässt sich nun nach hinten fallen und wird von den anderen Gruppenmitgliedern aufgefangen. Um Verletzungen zu vermeiden, ist es wichtig, auf Körperspannung zu achten. Zur Sicherheit kann auch noch eine Sportmatte untergelegt werden.

Die Gruselkiste

Alles was ihr dazu benötigt, ist eine Kiste, ein Tuch zum Abdecken und verschiedene Gegenstände, die sich interessant oder ungewöhnlich anfühlen. Ihr legt einen Gegenstand in die Kiste und deckt diese mit dem Tuch zu. Ein Kind fast nun blind in die Kiste und muss den Gegenstand ertasten. Um diese Gruppenstunde noch gruseliger zu machen, könnt ihr euch zu jedem Gegenstand noch eine unheimliche Geschichte einfallen lassen.

Mutproben

Ihr notiert dazu verschiedene Mutproben auf kleinen Zetteln, zum Beispiel “Nachts auf einen Friedhof gehen” oder “Alleine durch den Wald laufen”. Die Zettel kommen in einen Korb, aus dem die Kinder in der Gruppenstunde reihum eine Aufgabe ziehen. Sie müssen nun sagen, ob sie den Mut hätten, diese Aufgabe zu erfüllen. Die Antwort sollte auch begründet werden. Der Zweck der Übung ist, zu zeigen, dass jeder andere Ängste hat und Mut für jeden etwas anderes bedeuten kann. Auch Wege, um bestimmte Ängste zu bekämpfen, können gemeinsam erarbeitet werden.

Nach dem Weg fragen

Oft ist es für Kinder und Jugendliche schon eine große Überwindung, zu reden. Ganz besonderen Mut benötigt man, um Fremde anzusprechen. In einer Gruppenstunde könntet ihr mit den Kindern nach draußen gehen, um fremde Menschen nach dem Weg oder der Uhrzeit zu fragen. Für besonders Ängstliche unter den Anwesenden kann es schon genug Furchtlosigkeit erfordern, einem Passanten einfach nur zuzulächeln.

Mutige Diskussionsrunde

In einer Gruppendiskussion soll besprochen werden, was Mut bedeutet, wann einem dieser schon einmal gefehlt hat und welche Menschen in der Gesellschaft als mutig gelten. Die Kinder können von Momenten erzählen, in denen sie schon einmal mutig waren. Auch Ängste, die sie noch überwinden möchten und persönliche Helden sind mögliche Themen. Am besten schreiben die Kinder ihre Ängste auf Zettel, die ihr dann anonym vorlesen könnt. Dies ist ein guter Einstieg in die Diskussion, ohne schon zu Beginn zu viel Überwindung von den Diskussionsteilnehmern zu fordern.

In Gruppenstunden, bei denen es um Mut geht, ist es als Gruppenleiter zwar wichtig, die Kinder zu ermutigen und sie zu motivieren, doch darf dabei nie Zwang entstehen. Auch Gruppendruck muss vermieden werden. Damit aus dem Spiel kein Trauma wird, sollte die Teilnahme immer freiwillig sein und die persönlichen Grenzen unbedingt respektiert werden.

Daniel
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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