Mädchen sollen schon früh in ihrer Identität en und ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden, um zuversichtlich durchs Leben zu gehen. Spielerisch können wichtige Mädchenthemen besprochen und gleichzeitig Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein erprobt werden. Die meisten Spiele benötigen nur wenig Material und Aufwand und sind zudem wenig zeitintensiv, sodass man sie auch in kleinen Pausen einlassen kann.

1. Kennenlernspiel „Zip Zap“

Manche Mädchengruppen kennen sich bereits, andere wiederum nicht. Aus diesem Grund lohnt es sich immer zu Beginn auflockernde Kennenlernspiele zu spielen. Bevor das Spiel losgeht, sollten sich alle Mädchen beim Namen kennen. Alle Teilnehmerinnen setzen sich in einen Stuhlkreis, ein Mädchen steht in der Mitte und zeigt auf jemandem im Kreis und sagt „Zip“. Die Angesprochene muss den Namen ihrer linken Nachbarin nennen – bei „Zap“ den Namen zu ihrer Rechten. Diejenige, die zu lang zögert oder einen Fehler macht, muss als nächste in die Mitte. Im Notfall darf das Mädchen in der Mitte auch mal „ZipZap“ sagen. Hier müssen alle Teilnehmerinnen inklusive des Mädchens in der Mitte die Plätze tauschen – wer übrig bleibt, muss als nächstes in die Mitte.

2. Freeze

Bei diesem Spiel lernen die Mädchen, sich und die anderen Teilnehmerinnen auf andere Art und Weise wahrzunehmen und gleichzeitig auch über ihren Schatten zu springen. Bei „Freeze“ handelt es sich um eine Aufwärmmethode des Improtheaters. Alle Spielerinnen sitzen im Kreis, während zwei Mädchen eine frei erfundene Szene schauspielerisch darstellen. Sobald eine Spielerin im Kreis eine Idee hat, die Szene zu verändern, ruft sie „Freeze“. Ab diesem Monat darf sich keine mehr bewegen und alle müssen ihre Position beibehalten. Die Rufende löst eine Spielerin durch Klopfen ab, übernimmt deren exakte Position – dazu gehören Mimik, Gestik sowie Körperhaltung – und beginnt dann die eigene Idee spielerisch umzusetzen, worauf sich die andere Teilnehmerin nach kurzer Beobachtung einlässt.

3. Kurze Auszeiten

Gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen ist schön, doch ab und an benötigen die Mädchen auch mal Zeit für sich. Diese kurze Pause sollten sie selbst gestalten dürfen: Ob ein paar Seiten im Buch lesen, kurz ausruhen, malen oder ein paar Minuten am PC verbringen. Um nicht sinnlos im Netz herumzusurfen, können sie beispielsweise auf Seiten wie Browsergames nach Mädchenspielen suchen, bei denen sie spielerisch lernen, Verantwortung zu übernehmen, sei es in Form einer Farm, auf der sie Tiere züchten, Gemüse und Obst ernten müssen und so ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen oder das Führen eines fiktiven Restaurants.

4. Schminken und Stylen

Die meisten Mädchen haben mindestens einen Star als Vorbild auserkoren. Viele möchten genauso sein wie ihre Lieblingssängerin: berühmt und schön. Doch den meisten Mädchen ist oft nicht bewusst, wie viel Aufwand dahinter steckt, damit ihre Stars so aussehen, wie sie aussehen, und dass das meiste davon nicht echt ist. Beim gegenseitigen Schminken an einem Wellness-Tag soll den Mädchen bewusst werden, dass es viel Zeit in Anspruch nimmt, sich so herzurichten – und dass sie vor allem auch ohne Schminke wunderschön sind.

5. Experiment Handicap

Bei diesem Experiment sollen die Mädchen erfahren, wie es ist, mit einem Handicap zu leben und dabei lernen, dass man Menschen mit Behinderungen nicht diskriminiert. So können die Mädchen versuchen, sich mit verbundenen Augen im Raum zurechtzufinden. Mit Kopfhörern auf den Ohren, auf denen nur ein lautes Rauschen zu hören ist, erfahren sie, wie sich ein Leben mit Schwer- oder Gehörlosigkeit anfühlt. Um motorische Behinderungen zu simulieren, können an Armen und Beinen Gewichte befestigt werden, die die Beweglichkeit einschränken. Natürlich gibt es noch immer einen riesigen Unterschied zu einer echten Behinderung, doch die Übungen erhöht die Sensibilität und Empathie der Mädchen.

Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden.

Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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