Art: Selbsterfahrung durch Herumlaufen und Übergabe von Gegenständen
Ziel: die Grundprinzipien der Kommunikation verdeutlichen
Dauer: 20–30 Minuten
Wir brauchen dazu: ≥ 8 Teilis, 1–2 Jonglierbälle und viele andere Gegenstände, die sich werfen oder übergeben lassen (ich hatte neulich einen Igelball, ein großes Messer, Spielknete, einen Plüsch-Elch, ein Gedicht hinter Glas mit Bilderrahmen, ein Trinkglas und eine Frisbee)

So geht es: Das Spiel unterteilt sich in fünf Runden. Am Anfang/Ende jeder Runde trifft sich die Gruppe zum Stehkreis, um die letzte Runde auszuwerten und die Anleitung für die nächste Runde zu bekommen. Die Tutorin kann auch mitspielen.
Die fünf Runden:
1. Jede suchen sich eine gute Stelle im Raum und stellt sich dort hin. Dort verhalt sie sich ruhig und nimmt ihre Umgebung wahr. Sie kann die Augen dabei offen oder geschlossen halten.
2. Alle laufen kreuz und quer herum und schauen sich den Raum bzw. die Umwelt an.
3. Die gleichen Instruktionen mit dem Unterschied, dass die Tutorin ankündigt, in dieser Runde etwas ändern zu wollen. 1–2 Minuten nach dem Start gibt sie einer Teilnehmerin einen Jonglierball in die Hand und schaut, was passiert.
4. Genauso, nur dass die Tutorin jetzt auch die anderen Gegenstände verteilt.
5. Alle bleiben im Kreis stehen und geben dort die Gegenstände weiter.

Bei der Auswertung nach jeder Runde kann die Tutorin etwa folgende Fragen stellen:

  • Was habe ich mich, die anderen und die Umwelt wahrgenommen? Wie ging es mir dabei?
  • Auf welche Kriterien habe ich geachtet?
  • Was passiert, wenn sich zwei Spielerinnen begegnen?
  • Was wird gebraucht, damit die Übergabe eines Gegenstandes funktioniert?
  • Warum und wie ist die U ̈bergabe bei den verschiedenen Gegensta ̈nden verschieden?

Bei der Auswertung kann (oder sollte?) herauskommen, dass die Gegenstände Metaphern für Nachrichten in der Kommunikation darstellen. Blickkontakt ist bei der Übergabe wichtig. Verschiedene Gegenstände sind verschieden beliebt, werden verschieden weitergegeben und regen unterschiedlich zur Kreativität an.

Besondere Hinweise: Dieses Spiel ist eventuell problematisch bei Gruppen, die auf alles allergisch reagieren, was nach Selbsterfahrung aussieht.

Soweit ich weiß, stammt dieses Spiel von Ansgar Kemmann vom v. f. h.

Wann einsetzen: am Anfang von Rhetorik- oder Kommunikationsseminaren oder bei der OE-Vorbereitungsfahrt
Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

QUELLEOliver Klee | www.spielereader.org
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Oliver Klee lebt und arbeitet in Bonn. Er gibt Workshops zu Methodenthemen wie Train-the-Trainer, Konfliktmanagement oder Zeitmanagement, zu IT-Themen wie Softwarearchitektur oder Web-Security, und zu Entspannungsmassage und Rangeln. Auf seinen Seminaren wird grundsätzlich sehr viel gespielt, und ein Plüschelch spielt auch oft eine zentrale Rolle.

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