Vollständig ausgearbeitete Gruppenstunde

Gruppenstunden-Programm: Unter dem Meer

Unter dem Meer, Ozeane, Meer

8-14 Jahre

indoor

3*60min
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Der Planet ist zu 71% mit Wasser bedeckt. Dazu zählen hauptsächlich die 7 Weltmeere. Die Artenvielfalt in der Unterwasserwelt ist enorm, nimmt jedoch wegen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung (vor allem durch Plastik, Öl und andere schädliche Substanzen) stetig zu.
Ein guter Ansatz, um Kinder und Jugendliche für das Thema Umweltschutz unterbewusst zu sensibilisieren und das Thema “unter dem Meer” aufzugreifen.

Dieses Gruppenstunden-Projekt eignet sich vor allem für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren und soll aus insgesamt 3 Gruppenstunden, je 60 Minuten bestehen.
Der Gruppenstunden-Aufbau sollte strukturiert und mit einer Rahmen-Aktivität, welche sich wie ein roter Faden durch alle Stunden zieht, untermalt werden. Jede Stunde bietet zwei abwechslungsreiche Aktivitäten, welche am Ende mit der Rahmenaktivität beendet wird. Bei diesem Projekt soll den Kindern das Leben unter der Meeresoberfläche näher gebracht werden.

Gestaltet euren Gruppenraum thematisch passend. Dazu könnt ihr beispielsweise die Wände mit blauen Decken und Tüchern auskleiden, mit einem Lichtprojektor eine Wasserspiegelung an die Zimmerdecke erzeugen, Unterwassertiere aus Pappe oder Plüsch im Raum verteilen und eventuell auch entspannende Musik im Hintergrund während der Stunde laufen lassen.

Gruppenstunde 1: Wir lernen unsere 7 Weltmeere kennen

Die heutige Stunde soll spielerisch sämtliches Wissen über die Weltmeere unseres Planeten vermitteln. Dabei soll die Zeit heute nicht wie in der Schule mit langweiliger Theorie verbunden werden. Denn heute ist neben dem Ziel, Informationen über die Meere herauszufinden, auch die Teamfähigkeit und Kreativität der Kinder gefragt.

Wir recherchieren und setzen unser Wissen kreativ in die Tat um – das Memo-Spiel des Meeres

Um direkt in das Thema zu finden, teilt ihr eure Meute in gleichgroße Gruppen von je zwei oder drei Kindern auf. Jede Gruppe erhält dann eine gerade Anzahl der vorbereiteten Pappstücke. Achtet darauf, dass diese nicht zu klein sind, damit darauf gut erkennbar gemalt und geschrieben werden kann. Die Kärtchen könnten beispielsweise die Hälfte eurer Handfläche bedecken, damit die Kinder ausrechend Platz zur kreativen Gestaltung haben.
Teilt den kleinen Gruppen dann jeweils ein Thema zu, beispielsweise Tiere, Pflanzen, Namen und Eigenschaften der Weltmeere, Verschmutzungsarten, Fahrzeuge und Speisen die aus dem Meer gewonnen werden. Zum Thema “Namen und Eigenschaften der Weltmeere” werden 7 Paare benötigt und dabei könnte man auf der ersten Karte den Namen des Meeres schreiben und auf der anderen werden die Flaggen der meisten Länder, zu dem das Meer gehört, gemalt. Auch Temperaturanspielungen können dabei helfen.
Stellt für die Recherche ausreichend Infomaterial bereit und lasst den Teilnehmer*innen freien Lauf, das Memo-Spiel thematisch passend zu gestalten.

Das Memo-Duell

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Nun will das gebastelte Memo-Spiel natürlich auch gespielt werden. Lasst die dazu aufgeteilten Gruppen nun als Teams gegeneinander spielen. Die Spieler*innen müssen dabei abwechselnd die Paare finden, welche zu Beginn gut miteinander durchgemischt wurden. Gerne könnt ihr euch vorab die Paare anschauen, damit sich hierbei die richtigen und zugehörigen Synonyme gemerkt werden können.
Das Gewinner-Team ist jenes, welches die meisten Paare für sich gewonnen hat. Spielt bei ausreichend Zeit gerne mehrere Durchgänge und lasst die Jugendlichen auch gegen euch antreten.

Unsere Flaschenpost – mein Meeretagebuch

Damit die Kinder einen klar erkennbaren Schluss der Gruppenstunde erleben können, bietet sich thematisch passend eine Flaschenpost an, welche als Aufbewahrung von Tagebuch-Notizen dienen soll.
Dazu bekommt jede*r eine saubere und große Glasflasche, welche mit Glasmarkern oder Glasfarbe gestaltet werden darf. Lasst die Farbe anschließend gut trocknen. In der Zwischenzeit wird auf einem Blatt Papier entweder geschrieben oder gemalt, was die Kinder heute gemacht und gelernt haben. Am Ende wird dieser Zettel dann eingerollt und mit einem Gummiband fixiert. Die Flaschenpost wird nun in die Flasche gesteckt und kann bei Bedarf wieder herausgeholt werden.

Materialien:
– vorbereitete, gleichgroße Vierecke aus Pappe
– Stifte
– Lexika über Leben unter dem Meer
– pro Teilnehmer*in eine große Glasflasche
– Papier
– Gummibänder
– Glasmarker oder Farbe

Gruppenstunde 2: Umweltschutz – Rettet die Meere!

Nachdem ihr in der letzten Gruppenstunde nun einiges über die Meere lernen und euer Wissen erweitern konntet, soll sich heute alles vermehrt um den Umweltschutz der Meere drehen. Mit simplen Alltagsgegenständen, einer Diskussionsrunde und ein thematisch passendes Spiel bzw. einem Experiment sollen die Kinder und Jugendlichen lernen, was es bedeutet, wenn die Meere weiterhin so beschädigt und zugemüllt werden.

Was gehört in die Meere und was nicht?

Um zu veranschaulichen und besser verstehen zu können, wodurch die Meere und ihre Artenvielfalt in Gefahr sind, setzt ihr euch zunächst in einen Sitz- bzw. Stuhlkreis. In der Mitte befinden sich sämtliche Gegenstände aus eurem Alltag, ganz gemischt, darunter Gegenstände aus Papier, Plastik, Farben, Metall, Holz und was euch eben so im Alltag begegnet. Auch symbolische Gegenstände sind wichtig, z.B. ein Spielzeugauto (für Öl), ein Spielzeugschiff usw.
Lasst die Kinder durch verschiedene Leitfragen raten, wodurch unsere Meere zerstört werden. Hier sind einige Beispiele, wie ihr die Diskussion auf verschiedene Weisen anregen könnt:

– Welche Gegenstände lassen sich im Meer abbauen und welche nicht? (Abbaubar sind z.B. Papier, reine Bioabfälle usw., nicht abbaubar ist Glas und Metall, erst nach langer Zeit abbaubar ist Plastik)

– Wofür steht das Spielzeugauto? (Für Autos wird z.B. Öl aus dem Meer benötigt, dieses kann das Meer verunreinigen, wenn etwas daneben geht)

– Was haben Schiffe mit dem Sterben von Tieren zu tun? (Auf den illegalen Walfang eingehen, Schiffsschrauben tötet Tiere, Schadstoffe gelangen ggf. ins Meer)

– Wodurch verschlimmern Ölbohrungen, nicht nur durch das Öl selbst, die Lage im Meer? (Mit den Bohrungen gehen Schallwellen einher, welche für die Tiere schmerzhaft laut sind: Tödliche Hirnblutungen, Verlust der Echolotung und damit eingehendes Verhungern und mangelnde Orientierung, als z.B. das Stranden, sind die Folge)

Macht außerdem auf Alternativen zu Plastik, Öl und Co. aufmerksam, indem ihr auf die verschiedenen Produkte wie abbaubare Stoffe, Verzicht von Plastik im Alltag (Glasflaschen, keine Plastiktüten nutzen) usw. eingeht.
Misch Wasser mit Öl (z.B. Sonnenblumenöl) und veranschaulicht durch dieses Experiment, wie sich beides zusammen verhält. Wie es wohl für Tiere, durch so eine Substanz zu schwimmen und darin eingeschränkt Leben zu müssen? Folgen daraus schwerwiegende Konsequenzen für die Tiere?

Gefangen und beeinträchtigt durch Müll – ein passendes Bewegungsspiel

Die Kinder müssen sich jeweils zu zweit zusammentun. Sie werden mit einem Seil zusammengebunden und symbolisieren die eingeschränkten Tiere, welche sich in Angelschnüren und Plastik verheddern und verletzen (hierauf noch mal explizit eingehen) und somit schnell sterben können. Ein Paar bleibt übrig und spiegelt die Menschen wieder. Diese müssen nun die Paare einfangen. Wer gefangen wurde, setzt sich hin.
Wiederholt das Spiel solange, bis möglichst jedes Pärchen einmal Mensch sein durfte.
Wie habt ihr euch durch die Beeinträchtigung gefühlt? Wart ihr im Nachteil und wenn ja, warum?

Unsere Flaschenpost – mein Meerestagebuch

Wie auch schon beim letzten Mal beendet ihr die heutige Gruppenstunde mit einem kleinen Tagebucheintrag. Dazu verteilt ihr wieder Zettel und Stifte und die Teilnehmer*innen dürfen wieder einen Tagebucheintrag anfertigen und in ihre Flaschenpost stecken.

Materialien:
– typische Alltagsgegenstände, darunter auf jeden Fall Plastik (Joghurtbecher, Einkaufstüten und Co.)
– Wasser, Öl und ein Glas
– Seile (z.B. Springseile)
– Stifte
– Papier
– Gummibänder
– Flaschenpost der letzten Stunde

Gruppenstunde 3: Die unentdeckte Welt der Meere

In der heutigen und letzten Stunde soll es noch einmal mystisch, aber auch kreativ zugehen. Natürlich darf bei einer solchen Projektreihe neben interessanten Infos, Artenvielfalt und die Rettung der Meere durch umweltbewusstes Leben natürlich auch etwas Magie bzw. etwas Märchenhaftes nicht fehlen.
Denn Fakt ist, es sind gerade mal ca. 5% der Meere entdeckt, also wer weiß, was sich in den unerforschten Gebieten befindet. Etwas Fantasie, Magie und der Glaube an etwas Wunderbarem schlummert in jedem von uns.

So stelle ich mich als Meerjungfrau*Meermann vor

Meerjungfrauen und Meermänner gehören wohl zu den umstrittensten Meereswesen. Es gibt keine Beweise für ihre Existenz, dennoch berichten Seemänner*Seefrauen immer wieder von der Sichtung dieser Kreaturen. Letztlich bleibt es wohl jedem selbst überlassen, ob an ihre Existenz geglaubt wird.
Heute sollen sich die Teilnehmer*innen jedoch einmal selbst als diese Figuren gestalten. Dazu legen sich die Kinder auf ein Stück Tapete und ein anderes Kind malt drum herum. Danach bekommen die Kinder die Gelegenheit, diesen Umriss mit Stiften, Stoffen, Pappe und anderen Materialien zu gestalten. Sie sollen also sich selbst als Meerjungfrau*Meermann gestalten und anschließend präsentieren.

Meeresgeräusche erraten

Bei diesem Ratespiel spielt ihr Geräusche aus dem Meer (Wale, Fische, Otter, Schildkröten, Rauschen, Schiffe, Bohrinseln, undefinierbare Klänge) ab und die Zuhörer*innen müssen erraten, um welche Art von Geräusch es sich handelt. Ist vielleicht auch der Klang einer*eines Meerjungfrau*Meermanns zu hören?
Ihr könnt auch das vermeidliche Lied dieser mystischen Meereskreaturen abspielen und die Kinder fragen, wie sie sich bei dem Klang der Melodie und diesem Geräusch fühlen.

Unsere Flaschenpost – mein Meerestagebuch

Ein letztes Mal dürfen die Kinder sich nun zusammensetzen und an ihrem Tagebucheintrag für die Flaschenpost arbeiten. Lasst dazu eben wieder das Papier gestalten, dieses anschließend einrollen, mit einem Gummiband fixieren und dann in die Glasflasche stecken.
Wie gefällt ihnen ihr Tagebuch über die letzten Stunden in Form einer Flaschenpost?

Materialien:
– Tapete
– Pappe, Stoffe usw.
– Kleber
– Scheren
– Stifte
– Meeresgeräusche
– Papier
– Gummibänder
– Flaschenpost der letzten Stunde

Daniel
Daniel
Hey, ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und war über zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier seit mehr als 15 Jahren über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Du findest hier fertige Gruppenstunden, Spiele, Freizeit-Ideen und mehr von mir. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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