Ein kanadischer, in der Schweiz geborener, Filmmacher und Autor namens Bernard Weber machte es sich zur Aufgabe, das natürliche Erbe der Welt zu schützen und zum Respekt der Artenvielfalt unserer Welt beizutragen und damit den Planeten zu fördern. Der Abenteurer gründete deswegen die “New7Wonders Fondation”, und so wurden im Jahr 2009 aus über 400 Naturwunder 28 Finalisten herausgesucht, von denen die Menschen online die 7 herausragendsten Wunder bestimmen durften.
Nach der Umfrage wurde dann am 11.11.2011 das Ergebnis präsentiert:
– Amazonas Regenwald in Südamerika
– Halong Bay in Vietnam
– Iguazu Wasserfälle in Brasilien und Argentinien
– Jejudo Insel in Südkorea
– Komodo Insel in Indonesien
– Puerto Princesa in den Philippinen
– Tafelberg in Südafrika
Diese Naturwunder sollen als Grundlage für ein Gruppenstunden-Konzept für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren dienen. Dabei behandelt ihr in 3 Gruppenstunden die 7 Naturwunder und wollt so auf die Schönheit und Einzigartigkeit unserer Natur hinweisen. Dabei geht ihr natürlich besonders kreativ und spielerisch voran.
Pro Naturwunder gibt es dazu einen Programmpunkt über die drei Gruppenstunden verteilt, wobei ihr 2 Bastelaktionen anbietet und 5 Spiele spielt, die eben mit besagtem Thema zu tun haben.
Setzt euch dabei stets mit dem Wunder der Natur auseinander und vermittelt dabei pädagogisch wertvoll, aber dennoch kindgerecht ihren Wert. Denn dieses Geschenk ist alles andere als selbstverständlich und dies gilt es mit allen Mitteln zu schützen.
Gruppenstunde 1: Die Einführung und die ersten Naturwunder
In der heutigen Gruppenstunde schneidet ihr das Thema “Wunder” und insbesondere “Naturwunder” an, um so einen bündigen Einstieg in die Thematik zu ermöglichen. Anschließend behandelt ihr dann auch schon die ersten beiden Wunder mithilfe von zwei Spielen.
Die Einführung der 7 Naturwunder
Setzt euch in einem Stuhl- bzw. Sitzkreis zusammen. Zu Beginn der Stunde heißt ihr alle willkommen und startet diese mit einer entspannten Gesprächsrunde. Um das Gespräch anzukurbeln, könnt ihr dazu folgende Fragen in die Runde werfen:
– Was ist ein Wunder?
– Was ist ein Naturwunder?
– Hat schon mal jemand etwas von den 7 Naturwundern unseres Planeten gehört?
Führt die Kinder so zur eigentlichen Thematik und erzählt nun, mit welchem Thema ihr euch die nächsten drei Gruppenstunden beschäftigen wollt.
Amazonas Regenwald in Südamerika
Zu Beginn eines jeden Programmpunkts zu einem Naturwunder könnt ihr den Kindern gerne kurz und bündig etwas erzählen und ihnen Bilder zeigen, damit sie entsprechend zu diesem Weltwunder auch interessante Fakten kennenlernen. Alle Infos, die ihr dazu braucht, findet ihr auf folgender Internetseite.
Habt ihr den Teilnehmer*innen dann die Informationen vermitteln und ggf. auch Bilder gezeigt, kann es auch schon mit der ersten Aktion losgehen. Für dieses Spiel benötigt ihr lediglich einen abgedunkelten Raum, eine Taschenlampe (oder einen anderen Lichtkegel) und Zettel, auf denen verschiedene tropische Tiere stehen, Beispiele: Vogel, fliegender Vogel, Schnecke, Krokodil, Affe, Panther, Löwe, Spinne, Schmetterling.
Nun werden die Spieler*innen in zwei Teams aufgeteilt und abwechselnd muss nun immer jemand nach vorne kommen, einen Zettel mit einem Tier ziehen und dieses versuchen mit der Hand vor dem Lichtkegel wiederzugeben, sodass ein Schattenbild entsteht. Beide Gruppen dürfen nun raten, um welches Tier es sich handelt und das Kind, welches es als Erstes errät, erspielt sich einen Punkt für sein Team.
Alternative: Ihr lasst die Kinder selbst überlegen, welche Tiere sie vormachen möchten und hier kämpfen die Teilnehmer*innen nicht in Teams, sondern jede*r für sich. Dabei bekommt das Kind, dass vorne steht und die Figur vormacht, einen Punkt, wenn die Figur erraten wird.
Halong Bay in Vietnam
Auch hier präsentiert ihr den Wissbegierigen wieder die Fakten zu diesem Naturwunder und zeigt ihnen die atemberaubenden Bilder. Fragt die Kinder, was ihnen auffällt und was wohl das Besondere an Halong Bay ist. Sobald der Begriff “viele Boote” auftaucht, knüpft ihr hieran an und leitet das nächste Spiel ein.
Ihr habt auf dem Boden viele Matten oder Decken verteilt, die Boote darstellen sollen. Rund um diese herum sollen die Kinder sich das Gewässer von Halong Bay vorstellen. Begebt euch also auf die Boote und bestimmt anschließend eine*n Fänger*in. Diese*r muss nun versuchen, die anderen Kinder zu fangen und dabei dürfen sich alle nur auf den Boten fortbewegen. Wer gefangen wird, verwandelt sich in einen Stein (wie auf den Fotos auch zu sehen ist) und muss still in der aktuellen Position stehen bleiben. Die Kinder können sich jedoch gegenseitig befreien, indem sie die versteinerte Person berühren und “Halong Bay” rufen.
Wechselt die Rolle des*der Fänger*in gerne durch.
Materialien:
– Taschenlampe (oder anderen Lichtkegel)
– Zettel mit tropischen Tieren drauf
– viele Matten oder Decken
Gruppenstunde 2: Weitere Naturwunder
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In der heutigen Gruppenstunde dreht sich wieder alles um die Naturwunder unseres Planeten und ihr knüpft direkt an die letzte Stunde an. Wenn ihr mögt, könnt ihr zuvor die Fakten der letzten Gruppenstunde noch einmal zusammentragen, um sie bei den Teilnehmer*innen erneut in Erinnerung zu rufen.
Iguazu Wasserfälle in Brasilien und Argentinien
Auch heute erzählt ihr den Kindern wieder interessante Fakten zu den Naturwundern der Erde. Zeigt ihnen Bilder und fragt sie, ob sie schon mal einen Wasserfall selbst gesehen haben. Danach erzählt ihr, was ihr heute zu Beginn der Stunde vorhabt: Ihr wollt gemeinsam aus alten Plastikflaschen einen Wasserfall nachbauen.
Alles, was ihr dazu wissen und beachten müsst, findet ihr im folgenden Video ausführlich erklärt:
https://www.youtube.com/watch?v=DDunZ8nXl-4&ab_channel=Tollabea
Je nach Art der Plastikflaschen kann das Schneiden ziemlich schwierig werden, weshalb ihr eventuell Einstichstellen vorbereiten müsst. Gerne könnt ihr die Plastikflaschen auch entsprechend vorher kennzeichnen, indem ihr den Teil der Falsche markiert, der herausgeschnitten werden soll.
Anschließend dürft ihr den Wasserfall natürlich auch noch austesten. Mit Lebensmittelfarbe im Wasser lässt sich das Wasser übrigens noch einfacher verfolgen.
Jejudo Insel in Südkorea
Präsentiert den Teilnehmer*innen wieder spannende Informationen zu diesem Naturwunder und besonders hier sind Bilder sehr wichtig. Denn ihr baut euch nun eure eigene Jejudo-Insel und teilt dafür immer vier Kinder in ein Team ein. Das geht beispielsweise gut mit Küchenrollen und etwas Pappe. Wichtig ist, dass eine Art Arena entsteht, denn in dieser soll es gleich ein Murmelspiel geben, indem ihr die Kinder in den Gruppen gegeneinander antreten lasst. Hier liegt der Fokus also primär auf das Spielen und soll nicht als Bastelaktion dienen. Deshalb könnt ihr auch schon vorab die Arenen vorbereiten, wenn das besser mit eurem Zeit-Management auskommt.
Variante 1: Jedes Kind in der Gruppe bekommt eine eigene Farbe. Ihr malt nun mit einem Stift in die Mitte einen Kreis und die Kinder müssen versuchen, ihre Murmeln in den Kreis rollen zu lassen, indem sie die Murmel vom Rand aus starten lassen. Wer als Erstes alle seine*ihre Murmeln in den markierten Bereich bringt, gewinnt.
Variante 2: Jedes Kind des Teams lässt seine Murmeln einmal vom Rand aus loskugeln. Mit separaten Murmeln müssen die Kinder nun versuchen, eine andere Murmel zu berühren und diese darf dann als Punkt für sich zur Seite gelegt werden. Wer am Ende die meisten Murmeln hat, gewinnt.
Komodo Insel in Indonesien
Zeigt den Kindern Bilder dieser Insel und besprecht die Besonderheit dieser: die vielen Komodowarane, welche auf dieser Insel leben. Und weil es dort ebenso viele Echsen dieser Art gibt, brauchen sie auch viel Futter, was im nächsten Spiel deutlich gemacht werden soll.
Ihr habt in euren Räumlichkeiten (und gerne auch draußen, falls diese Möglichkeit bei euch besteht) Insekten aus Pappe versteckt. Die Kinder müssen nun so viele Insekten wie möglich finden und fangen, sie verwandeln sich also selbst in Komodowarane. Wer dann am Ende die meiste Beute hat, gewinnt die Runde. Falls ihr dann noch Zeit habt, dürft ihr zwei Kinder losschicken, um die Insekten erneut zu verstecken und anschließend müssen die anderen diese wieder finden und einfangen.
Übrigens: Komodowarane fressen neben Insekten auch andere Echsen, Nagetiere, Wildschweine, Hirsche und sogar ganze Wasserbüffel, denn diese Echsen gelten als die größten ihrer Art.
Materialien:
– Plastikflaschen
– Scheren
– Klebeband
– eine Leiter
– Wasser
– Murmeln in verschiedenen Farben
– ein Jejudo-Insel-Konstrukt
– Insekten aus Pappe
Gruppenstunde 3: Die letzten Naturwunder und eine Reflexion
Nun ist schon der letzte Tag eurer Reihe zu den 7 Naturwundern und es fehlen noch zwei dieser Wunder. Wiederholt dafür aber zu Beginn gerne wieder die Infos der letzten Wunder, welche ihr in den letzten beiden Stunden behandelt habt. Darauf folgen dann die Aktivitäten zu den letzten beiden Wundern mit einer anschließenden Reflexionsrunde.
Puerto Princesa in den Philippinen
Schaut euch die Informationen und Bilder von Puerto Princesa an. Wichtig dabei ist die Erwähnung, dass hier viele Delfine zu Hause sind, damit ihr einen Anschluss an das nächste und letzte Spiel schaffen könnt.
Für dieses Spiel teilt ihr zwei Fänger*innen (Haie) und eine*n Gefängniswärter*in (Oktopus) ein. Alle anderen dürfen sich frei umherbewegen und sind die Delfine. Fängt nun ein Hai einen Delfin, muss er sich in ein Gefängnis begeben, einen etwas größeren, abgetrennten Bereich vom Rest des Spielfelds, der von einem Oktopus bewacht wird. Durch Abklatschen mit einem freien Delfin kann der gefangene Delfin wieder in die Freiheit flüchten. Doch Achtung: Fängt der Oktopus den freien Delfin, ist auch dieser gefangen und sie müssen auf neue Rettung warten.
Tauscht die Rollen der Haie und des Oktopus hin und wieder aus, sodass jede*r mal eine andere Rolle ausprobieren darf.
Tafelberg in Südafrika
Schaut euch nun die Fakten und Bilder zum letzten Naturwunder an und besprecht, was ihr sehen könnt. Anschließend wollt ihr passend zum Namen selbst Tafeln für jede*n Teilnehmer*in bauen und ggf. auch noch Tafelkreide selbst herstellen.
Für die Tafel könnt ihr im folgenden Video eine Anleitung finden:
https://www.youtube.com/watch?v=wKeYRrm7fgY&ab_channel=HappyShabby
Diese Tafel muss jedoch etwas trocknen und da solltet ihr euch überlegen, ob ihr die Möglichkeiten dazu habt oder ob ihr stattdessen nur die Tafelkreide herstellen wollt. Eine Anleitung für die Tafelkreide findet ihr hier:
https://www.youtube.com/watch?v=b_CG64P3Ju0&ab_channel=KINNERTiEDDIY
Die Reflexionsrunde
Zum Ende dieses Gruppenstunden-Projekts wollt ihr von den Kindern gerne ein Feedback haben und ihnen die Möglichkeit geben, konstruktive Kritik, sowohl positiv als auch negativ, zu äußern.
Setzt euch dafür in einen Stuhl- oder Sitzkreis und legt nun nach und nach Plakate mit beispielsweise folgenden Titeln in die Mitte:
– interessante Informationen
– abwechslungsreiches Programm
– spaßige Spiele
– coole Bastelaktionen
– gute Gruppendynamik
Je mehr die Kinder mit diesem Punkt zufrieden waren, dürfen sie einen Aufkleber in die Nähe des Begriffs kleben. Je weiter ein Aufkleber weg ist, desto unzufriedener sind sie dementsprechend mit diesem Punkt.
So erhaltet ihr ein allgemeines Stimmungsbild eures Projekts.
Materialien:
– siehe Videos
– Plakate
– Stifte
– kleine Aufkleber

