Vollständig ausgearbeitete Gruppenstunde

Gruppenstunden-Modul: SH*T / F**K

humorvoller Umgang mit Missgeschicken und Schimpfwörtern

12-16 Jahre

indoor

60-90min
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Missgeschicke und peinliche Momente kennt jede*r – und oft ist es der erste Impuls, mit einem deftigen „Sh*t“ oder „F**k“ darauf zu reagieren. In dieser Gruppenstunde geht es um das kreative Fluchen, den humorvollen Umgang mit kleinen Katastrophen und die Kunst, Schimpfwörter so einzusetzen, dass niemand verletzt wird. 

Mit Gelächter starten: Katastrophen-Pantomime

Um die Stunde aufzulockern, startet ihr mit einem Spiel, bei dem die Teilnehmenden ihre pantomimischen Fähigkeiten einsetzen. Jede*r zieht einen Zettel aus einem vorbereiteten Stapel, auf dem eine kleine Missgeschick-Situation steht, etwa: „Du verschüttest dein Getränk über deine Hose“ oder „Der Bus fährt dir direkt vor der Nase weg“. Die Person stellt die Szene pantomimisch dar und die Gruppe versucht zu erraten, was passiert ist. Dabei lockert ihr die Runde mit der Frage auf, was die Jugendlichen in diesen Situationen rufen oder denken würden. 

Einführung ins Thema: Fluchen – mehr als nur Worte

Im nächsten Schritt führt ihr die Jugendlichen ins Thema ein, indem ihr die Hintergründe von Schimpfwörtern und ihrem Gebrauch erklärt. Fragt die Gruppe, warum Menschen fluchen. Häufig kommen Antworten wie „um Dampf abzulassen“, „aus Frust“ oder „weil es lustig sein kann“. Bereichert das Gespräch mit spannenden Fakten:

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– Fluchen ist keine moderne Erfindung. Schon im Mittelalter gab es kreative Schimpfwörter.
– Studien zeigen, dass Fluchen bei Schmerzempfinden helfen kann – ein „Sh*t“ oder „F**k“ wirkt manchmal wie ein Ventil.
– Es gibt sogar eine „Kunst des Fluchens“, bei der besonders kreative oder lustige Beschimpfungen entstehen.

Kreativ werden: Wettbewerb um die lustigste Beschimpfung

Die Jugendlichen sollen sich in kleinen Gruppen zusammentun und die lustigsten, skurrilsten und kreativsten Schimpfwörter oder Beschimpfungen entwickeln. Wichtig dabei: Niemand darf beleidigt werden und die Worte sollen eher absurd oder witzig als verletzend sein. Strukturiert den Wettbewerb mit Kategorien:

– Beschimpfungen, die wie Komplimente klingen (etwa „Du bist ein überambitionierter Pfannkuchen!“).
– Fantasievolle Schimpfwörter (etwa „Honigkleckser“ oder „Kabelsalat-Kapitän“).
– Flüche, die aus Redewendungen entstehen („Dir brennen gleich alle Sicherungen durch!“).

Die Gruppen tragen ihre Ergebnisse nacheinander vor und die lustigsten Beschimpfungen werden per Applaus oder Punktetafel bewertet. Ein kleines Mikrofon oder eine improvisierte Bühne macht die Vorträge noch unterhaltsamer.

Humorvolles Spiel: Fluch-Duell

Nach der kreativen Phase baut ihr ein Großspiel ein, das das Thema humorvoll aufgreift. Stellt euch ein „Fluch-Duell“ vor, bei dem sich zwei Teilnehmende wie in einem Western-Duell gegenüberstehen. Statt Pistolen nutzen sie aber Schimpfwörter, um einander „zu entwaffnen“. Jede*r Teilnehmende hat ein Arsenal an vorab gesammelten lustigen Schimpfwörtern („Du lahme*r Gummiband-Bändiger*in!“). Ziel ist es, die kreativsten Beleidigungen zu nutzen, ohne sich zu wiederholen. Wer länger durchhält oder die lustigeren Schimpfwörter bringt, gewinnt das Duell.

Reflexion und Abschlussrunde

Zum Abschluss der Stunde setzt ihr euch im Kreis zusammen und reflektiert gemeinsam. Fragt die Jugendlichen, was sie aus der Stunde mitgenommen haben. Vielleicht teilen einige, dass sie überrascht waren, wie viel Spaß das Entwickeln von kreativen Schimpfwörtern machen kann, ohne jemanden zu verletzen. Sprecht darüber, wie man Fluchen gezielt einsetzt, um Frust abzulassen, ohne andere zu beleidigen. Zum Beispiel: Sich eine lustige, persönliche Floskel zuzulegen, die in stressigen Momenten hilft. Zum Abschluss macht ihr noch eine kleine Abstimmung: Welche Beschimpfung war die kreativste und welches Fluch-Duell hat am meisten beeindruckt? Mit einem kleinen Applaus für alle endet die Stunde.

https://www.jugendleiter-blog.de/2023/05/19/33-fragen-stress-emotionale-belastung/

Material: 
– Papier und Stifte
– Zettel mit Redewendungen
– Punktetafel
– kleines Mikrofon (optional)

Daniel
Daniel
Hey, ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und war über zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier seit mehr als 15 Jahren über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Du findest hier fertige Gruppenstunden, Spiele, Freizeit-Ideen und mehr von mir. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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