Manchmal braucht es nur einen Moment der Ruhe, um den eigenen Mut wieder zu spüren. Diese Körperreise lädt dich und die Kinder dazu ein, zur Ruhe zu kommen, Kraft zu sammeln und zu entdecken, dass Mut schon längst in uns steckt – ganz leise, aber stark. Sie eignet sich gut als kleine Entspannungsübung nach einem aktiven Spiel, zum Abschluss einer Gruppenstunde oder einfach als gemeinsame Auszeit.
Mach es dir jetzt ganz bequem. Du kannst dich hinlegen oder dich gemütlich hinsetzen. Spüre, wie dein Körper den Boden oder den Stuhl berührt. Atme tief ein … und langsam wieder aus. Noch einmal – tief einatmen … und ganz ruhig wieder aus. Lass mit jedem Atemzug alles ein bisschen ruhiger werden. Deine Schultern dürfen sich entspannen, dein Bauch ist weich, deine Hände liegen locker da. Stell dir vor, wie du mit jedem Atemzug etwas mehr zur Ruhe kommst.
Jetzt beginnt deine Reise.
Du stellst dir vor, dass du auf einer kleinen Wiese stehst. Die Sonne scheint warm auf dein Gesicht, und der Wind streicht sanft über deine Haut. Du hörst das Summen von Insekten, das Rascheln der Gräser, vielleicht das Zwitschern eines Vogels. Du fühlst dich sicher und geborgen. In der Mitte der Wiese siehst du einen schmalen Weg, der in einen hellen, freundlichen Wald führt. Du beschließt, ihm zu folgen.
Mit jedem Schritt spürst du den Boden unter deinen Füßen. Fest und warm. Du merkst, wie stark deine Beine sind, wie sie dich tragen. Du atmest tief ein – frische Waldluft, die gut tut. Du gehst weiter, hörst das Knacken kleiner Zweige, siehst, wie Lichtstrahlen zwischen den Blättern tanzen.
Während du gehst, nimmst du deinen Körper bewusst wahr.
Spüre deine Füße – wie sie den Boden berühren.
Spüre deine Beine – ruhig und stark.
Spüre deinen Bauch – wie er sich beim Atmen hebt und senkt.
Spüre deine Schultern – sie dürfen locker werden.
Spüre deine Hände – wie sie ruhig neben dir liegen oder leicht schwingen.
Spüre deinen Kopf – wie er leicht wird, während du weiter atmest.
Vor dir siehst du nun eine kleine Lichtung. In der Mitte steht ein großer, alter Baum. Seine Krone leuchtet in der Sonne. Du gehst näher und siehst, dass etwas Goldenes zwischen den Wurzeln glitzert. Du bückst dich – und findest einen kleinen, warmen Stein. Er liegt angenehm in deiner Hand und strahlt ein sanftes, goldenes Licht aus.
Dieses Licht breitet sich langsam in dir aus – zuerst in deiner Hand, dann in deinem Arm, dann überall in deinem Körper. Es ist das Licht deines Mutes.
Du spürst, wie es dich wärmt, wie es dich stärker macht.
Vielleicht erinnerst du dich an einen Moment, in dem du mutig warst – als du etwas Neues ausprobiert hast oder jemandem geholfen hast.
Dieses Gefühl ist jetzt ganz nah. Es ist ruhig, warm und kraftvoll.
Das Licht bleibt in dir, auch wenn du den Stein gleich wieder ablegst.
Langsam atmest du noch einmal tief ein. Du spürst wieder den Boden unter dir, die Luft um dich herum. Du verabschiedest dich von der Lichtung, vom Baum, vom goldenen Licht – und weißt, dass du es jederzeit wieder in dir finden kannst.
Mit einem letzten tiefen Atemzug kommst du langsam zurück.
Bewege deine Finger und Zehen, strecke dich ein wenig – und öffne dann in deinem Tempo die Augen. Willkommen zurück.
Nachklang – Gesprächsimpulse:
- Wann warst du zuletzt mutig – vielleicht sogar ohne es zu merken?
- Wie hat sich das goldene Licht in deinem Körper angefühlt?
- Gibt es etwas, wofür du deinen Mut bald brauchen könntest?

