Was 2024 in der Jugendarbeit wichtig wird

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Ein neues Jahr steht vor der Tür – und mit all den Krisen und Herausforderungen der letzten Monate (und leider auch Jahre) scheint es nicht unbedingt ein einfaches Jahr zu werden. Kriege schüren Unsicherheit, die Inflation lässt uns alle genauer hinschauen, wofür wir unser Geld ausgeben und Populismus und Fremdenfeindlichkeit sind leider Teil unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Gleichzeitig entwickelt sich vieles weiter… Künstliche Intelligenz war 2023 ein Hype-Thema und ist immer mehr im Alltag angekommen, der Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel wird weiterhin breit diskutiert und viele schwanken zwischen gemeinschaftlichem Engagement und Eskapismus.

In diesem Spannungsfeld sehe ich auch die Themen und Herausforderungen für die Jugendarbeit 2024 – weiterhin ist es an uns Jugendleiter*innen, junge Menschen zu begleiten, ihnen Raum zur Entfaltung und Erfahrung zu geben und dabei Anlaufstelle, Gesprächspartner*in und Anker zu sein. Keine leichte Aufgabe, sind doch auch wir oft von Unsicherheit und Veränderung getrieben.

Für mich steht Jugendarbeit im Jahr 2024 unter zwei großen Schlagworten: Gemeinschaft und Gerechtigkeit. Wir sollten unsere Möglichkeiten nutzen, um Gemeinschaft im Kleinen wie im Großen zu fördern – durch Aktionen, die unsere Kleingruppen zusammenwachsen lassen, die Raum für Kreativität und Entdeckungen geben; aber auch im Großen, wenn es um gesellschaftlichen Zusammenhalt, Akzeptanz von Vielfalt und Generationengerechtigkeit geht. Dazu gehört der Umweltschutz genauso wie das Engagement für Geflüchtete, für Frieden und soziale Entwicklung.

Entsprechend will und werde ich meine Themenwelten zu Demokratie und Gesellschaft, Frieden, Nachhaltigkeit und Co. weiter ausbauen und Bestehendes überarbeiten. Ich möchte Anregungen geben, wie die Wertschätzung für Natur und Umwelt, für Frieden und Demokratie von Kindesbeinen an gefördert werden kann. Und das alles ohne erhobenen Zeigefinger oder schulische Atmosphäre. Dabei stehen Spaß und Kreativität ebenso im Mittelpunkt wie Freiräume und Eigenverantwortung.

Mit diesen Leitgedanken möchte ich auch 2024 an zentralen Bausteinen für eure Kinder- und Jugendgruppen arbeiten, mit Inhalten für Gruppenstunden und Ferienfreizeiten, mit Methoden und Spielen, mit Tipps und Tricks.

Welche Themen werden deiner Meinung nach 2024 in der Jugendarbeit relevant sein?

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Kommentare

  1. Wichtig bei den Themen, Krieg, Migration,… ist mir, vorzuleben und Gespräche anzuregen, wie bleibt man in der Neutralität. Ohne zu bewerten, sondern jeden Standpunkt zu verstehen.
    Ebenso wichtig ist, den Überblick über Nachrichten zu behalten. Welche Nachrichten sind authentisch, welche machen nur Angst.
    Dann natürlich noch, wo bleibe ich, als Kind /Jugendlicher, wie kann ich Selbstfürsorge leisten und Spaß haben, wenn Leid und Krieg herrscht.
    In meiner eigenen Arbeit bemerke ich immer öfter hellfühlige hellsehende Kinder, die da nicht gerne drüber sprechen, aus Angst für verrückt gehalten zu werden. Deshalb spielen wir manchmal Sinnesspiele, bei denen erstaunliche heraus kommt.
    Liebe Grüße und vielen Dank für Dein Engagement Sigrid

    • Hallo Sigrid,
      Danke für deine Rückmeldung und deine Gedanken. Grundsätzlich teile ich deine Einschätzung, ich würde aber noch herausarbeiten wollen, dass Neuitralität da endet, wo Menschenrechte verletzt, Hass geschürt oder Gesellschaft gespalten wird. Für mich geht Jugendarbeit nur mit einem offenen und toleranten Weltbild, dass die Vielfalt der Gesellschaft akzeptiert und stützt. Denn: Alle sollen in der Jugendarbeit Raum für Entfaltung und Erfahrung sammeln können unabhängig von Herkunft, geschlechtlicher oder sexuelle Identität oder Glaube und Weltanschauung.

      Viele Grüße
      Daniel

    • Liebe Sigrid,

      dein Begriff von Neutralität in Bezug auf bewertungsfreies Verstehen um damit verschiedene Standpunkte einnehmen zu können und somit lösungsorientiert handeln zu können stimme ich zu. Hier darfst du Daniel gerne etwas hilfreiches gestalten :-) Das meinerseits wahrgenommene Schwarz/Weiss denken, was viel im Umlauf ist, kann auf diese Weise aufgelöst werden. Konfikte haben immer zwei Seiten und nie ist einer alleine Schuld (es gibt immer eine Vorgeschichte). Es darf meine Erachtens mehr Diskussionskultur einfleßen in unsere Gesellschaft. Hier wünsche ich mir auch etwas Gestaltung von dir Daniel. Lieben Dank dafür und alles Gute für 24 euch beiden :-) Laura

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Autor*in

Daniel
Daniel
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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