Fastenzeit in der Jugendarbeit

Spielidee: Mut-Parcours

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Mut ist etwas, das nicht jede*r beisitzt und manchmal können schon die scheinbar simpelsten Dinge im Alltag sehr viel von diesem Mut kosten und einfordern. So geht es Erwachsenen, aber auch Jugendlichen und vor allem Kindern. Befindet dieses sich beispielsweise in einer neuen Umgebung oder inmitten einer völlig fremden Situation, kann es schnell wie gelähmt wirken und deswegen ist es wichtig, das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu stärken.
Dazu passend könnt ihr einen Mut-Parcours aufbauen und gemeinsam mit den Teilnehmer*innen eurer Gruppe durchlaufen, um sie für künftige Situationen die Mut erfordern vorzubereiten.

In diesem Spiele-Parcours wird es kleine Mutproben geben, die eben den Mut der Kinder testet, allerdings keine Angst verursachen soll. Natürlich spielen Überwindung und auch etwas Nervenkitzel eine Rolle, aber alles in allem soll das Großspiel Spaß machen und den Mut steigern. Wichtig ist, dass ihr dabei auf die Sicherheit der Spieler*innen achtet, also das sich niemand verletzen kann und die Grenzen, welche die Kinder sich selbst setzen, nicht überschritten werden müssen. Akzeptiert es also unbedingt, wenn ein Kind sich nicht weiter in eine Situation stürzen möchte, in der es sich nicht wohlfühlt.
Alles in allem soll dieses Programm mindestens 45 Minuten einnehmen. Je nachdem, wie oft ihr die Übungen und Spiele wiederholt und an die Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmenden anpasst, kann die Spielzeit jedoch auch gesteigert werden.

Zielgruppe für diesen Mut-Parcours sind Kinder zwischen 8 und 14 Jahren. Dabei eignet sich diese Idee sowohl für Gruppenstunden und Ferienlager als auch für spannende Kindergeburtstage. Passt die Übungen und Spiele ggf. an das Alter und die Interessen der Teilnehmer*innen an und berücksichtigt auch ein potenzielles Thema, z.B. das des Kindergeburtstags.

Hinweise zur Vorbereitung: Spielt ihr das Spiel auf einem Kindergeburtstag, passt dieses wie bereits beschrieben dem Thema dessen an. Bereitet den Parcours außerdem soweit es geht vor, sodass alles griffbereit ist und ihr diesen ohne große Unterbrechung spielen könnt.
Der Parcours soll aus mehreren kleinen Stationen bestehen, sodass die Kinder in mehrere herausfordernde, aber auch spaßige Situationen geworfen werden, die sie bestärken sollen. Bereitet außerdem Urkunden und ggf. auch kleine Preise vor, um die Kinder im Anschluss zu bestärken.

Materialien:
– Urkunden
– wenn gewünscht kleine Preise
– alte Zeitung
– Gegenstände
– Augenbinden
– Kiste mit einem Loch, durch das eine Kinderhand passt
– verschiedene Dinge zum erfühlen

Der Parcours

Ihr spielt nun eine kleine Geschichte nach, die als Mut-Parcours aufgebaut ist. Auf eurer Reise kommt ihr an verschiedenen Stationen vorbei, die mal mehr und mal weniger Nervenkitzel verursachen. Sie lernen dabei einander zu helfen und über ihren Schatten zu springen.
Gerne könnt ihr die Stationen an verschiedenen Stellen aufbauen und auf der Reise weitere Hindernisse aufbauen, wie beispielsweise gemeinsam als Gruppe einen dunklen Raum mit Tiergeräuschen zu durchqueren oder über ein Seil zwischen zwei Bänken zu balancieren.

Station 1: Die Eisscholle

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Legt euch auf den Boden und schließt die Augen. Beschreibt, dass ihr einen starken Wind verspürt und euer Körper langsam vom Boden abhebt. Plötzlich bewegt ihr euch in Richtung Norden und werdet schneller und immer schneller. Plötzlich ist es Eiskalt und ihr befindet euch mitten auf dem Meer, auf einer Eisscholle (bestehend aus mehreren Seiten alter Zeitung). Auf diese stellt ihr euch nun, um dann festzustellen, dass die Sonne rauskommt. Fragt die Kinder, was nun passieren wird und wenn sie dann darauf kommen, dass das Eis schmilzt, fangt ihr langsam an, eine Seite nach der anderen wegzunehmen, sodass die Scholle kleiner wird und sich die Teilnehmenden gegenseitig helfen müssen, auf der Scholle zu bleiben. Spielt das Spiel so lange, bis die Hälfte der Kinder im Wasser ist.

Station 2: Blind durch den Parcours

Ihr schwimmt nun durch den Ozean und kommt auf einer Insel an, die ihr nur über einen Parcours verlassen könnt, um wieder nach Hause zu gelangen.
Baut aus verschiedenen Gegenständen einen richtigen Parcours auf und bildet Zweierteams. Einem Kind werden die Augen verbunden und der*die andere muss den*die Blinde*n dann sicher mit Kommandos und ggf. Körperkontakt durch den Parcours bringen.
Am Ende angekommen werden die Rollen getauscht und es geht wieder zurück.

Station 3: Die Gruselkiste

Ein verlassenes und gruseliges Schloss in einem anderen Land liegt nun vor euch und dieses müsst ihr überwinden, um wieder zurückzugelangen.
Ihr habt dafür eine Gruselkiste mit allen möglichen Materialien vorbereitet und die Kinder müssen gemeinsam erraten, was alle darin ist (z.B. Schaum = Hexenspucke, Watte = Spinnenweben, Wackelpudding = Trollpopel usw.). Haben sie alles erraten können, geht es weiter zur nächsten Station.

Station 4: Wir machen uns Mut!

Ihr seid nun endlich wieder in Deutschland, in eurem Gruppenraum angekommen.
Zum Ende des Parcours gibt es noch ein ruhiges Mut-mach-Spiel, bei dem ihr euch gegenseitig loben werdet.
Setzt euch dazu in einen Kreis und beginnt damit der Reihe nach ein bestimmtes Kind zu loben. Nach jedem Lob wird geklatscht und dann ist der*die Nächste*r dran und wird von allen einmal gelobt und erhält stetig Applaus.
Damit rundet ihr den Parcours positiv ab und geht zur Urkundenübergabe über.

Die Urkundenübergabe und Reflexion

Übergebt den Kindern nun die Urkunden und ggf. kleine Preise und besprecht, wie sie sich gefühlt haben und wie es ihnen bei diesem Parcours ergangen ist. Konnten sie vielleicht auch etwas an Mut gewinnen und so etwas für die Zukunft lernen? 

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Daniel
Daniel
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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Daniel
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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