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Abenteuer Wald: Neue tierische Freunde

In der ersten Kurzgeschichte der drei Freunde treffen diese einen ausgehungerten Fuchs, füttern ihn und dann kommt auch noch ein zweiter dazu. Sie werden von den Kindern aufgepäppelt und schließen im Anschluss Freundschaft. In Anlehnung an dieses Abenteuer werdet ihr euch heute gemeinsam mit dem Thema “Fuchs” genauer auseinandersetzen.

Die Begrüßung

Setzt euch zusammen in einen Stuhl- oder Sitzkreis und heißt die Kinder willkommen. Ihr beginnt die erste Gruppenstunde zu den Kurzgeschichten damit, dass ihr einmal in die Runde fragt, welche Tiere des Waldes sie so kennen. Jede*r der*die möchte, darf dazu etwas sagen. Dazu gehören Wildschweine, Igel, Eichhörnchen, Wildkaninchen, Uhu, Spechte, Rehe, sämtliche Insekten und eben auch Füchse und um die soll es in der heutigen Gruppenstunde gehen.
Verratet an dieser Stelle aber noch nicht zu viel, denn die Anfangsrunde soll nur dazu dienen, Spannung aufzubauen und die Teilnehmer*innen neugierig zu machen.

Wenn ihr mögt, könnt ihr auch noch ein kurzes Gespräch aufbauen, indem ihr fragt, wer denn schon mal einen Fuchs gesehen hat und was die Kinder über diese scheuen Tiere wissen.

Vorlesen der Kurzgeschichte

Aufbauend auf die Gesprächsrunde macht ihr es euch gemütlich. Setzt euch doch dazu auf Matten oder einem möglichst weichen Untergrund und wenn ihr mögt, könnt ihr es euch mit Decken und Kissen so richtig heimelig machen, wie in einer richtigen Geschichten-Runde.

Lest dann die Geschichte mit ruhiger und langsamer Stimme schön deutlich vor und lasst die Kinder euren Worten lauschen, während sie es sich bequem machen. Wenn ihr mögt, könnt ihr vorab auch Tee und/oder Kakao verteilen, das fördert zusätzlich das Gefühl der Gemütlichkeit.

Neue tierische Freunde

Es sind Sommerferien und die Freunde Lea, Alyssa und Patrick verbringen beinahe jeden Tag im Wald. Abseits der Spazierwege haben sie sich ein kleines Lager eigerichtet. Während der ersten Ferientage haben sie gemeinsam eine kleine Hütte aus Ästen und Laub gebaut. Sie haben sogar eine kleine Terasse mit Tisch und Stühlen aus Baumstümpfen und alten Brettern errichtet. Jeden Tag bringen die Kinder von Zuhause verschiedene Leckereien mit, um auf der Terasse gemeinsam zu essen.

Auch heute sitzen die Freunde vor ihrer Hütte und genießen ihr gemeinsames Mittagessen. Plötzlich hören sie Geräusche, die aus dem Dickicht kommen. Die Blätter rascheln und einige Äste knacken. Die Freunde erschrecken und erstarren regungslos. Alyssa gibt Lea und Patrick ein Zeichen, lautlos zu sein. Einen Augenblick später erscheint ein Fuchs vor den Kindern, der sie scheu anblickt. Sein rotes Fell ist struppig und er ist dünn und ausgehungert. Lea blickt Alyssa und Patrick fragend an und nimmt dann einige Lebensmittel in die Hand. Sie legt etwas Obst und Brot auf den Waldboden. Der Fuchs läuft vorsichtig auf die Nahrung zu und verschlingt sie dann gierig. Danach verschwindet er blitzartig im Unterholz. Die Freunde sitzen noch eine Weile regungslos da. Lea bricht schließlich das lange Schweigen. “Wow! Der Arme war aber hungrig. Habt ihr schon mal einen Fuchs aus der Nähe gesehen?” fragt sie. Alyssa und Patrick verneinen. Die Freunde unterhalten sich noch eine Weile und laufen dann gemeinsam zurück in die Stadt.

Am nächsten Tag treffen sie sich wieder, um zu ihrem Lager in den Wald zu laufen. Alyssa war mit ihrer Mutter einkaufen und hat Katzenfutter für den Fuchs besorgt. Vorher hat sie sich im Internet informiert, womit man Füchse füttern kann. “Was meint ihr, kommt unser Freund heute wieder zum Mittagessen?” fragt Patrick. Die Freunde sind aufgeregt und hoffen sehr, dem Fuchs wieder zu begegnen. Als sie am Lager ankommen, fehlt von ihm jedoch jede Spur. Die Kinder packen ihre mitgebrachten Lebensmittel aus und machen sich hungrig an ihr Mittagessen. Immer wieder blicken sie erwartungsvoll in den Wald. Nach einiger Zeit hören sie das bereits bekannte Rascheln und Knistern. Der kleine Fuchs erscheint vor den Freunden und blickt sie diesmal schon etwas selbstbewusster an. Alyssa stellt das Katzenfutter auf den Boden und das Tier beginnt zu fressen. Und plötzlich erscheint ein zweiter Fuchs und gesellt sich zu seinem Artgenossen! Auch er hat struppiges Fell und wirkt ausgehungert. Die beiden Füchse verspeisen das gesamte Futter. Als sie sich satt gefressen haben, laufen sie gemeinsam zurück in den Wald. Lea ist wieder diejenige, die das Schweigen bricht. “Ob das wohl sein Bruder oder seine Schwester ist? Wir haben jetzt zwei neue Freunde!” freut sie sich. Lea, Alyssa und Patrick sind aufgeregt und glücklich über ihre Bekanntschaft mit den beiden Tieren.

Während der restlichen Ferien treffen sie sich täglich zum Mittagessen an ihrem Lager. Jeden Tag erscheinen die beiden Füchse, und jeden Tag füttern die Kinder ihre Freunde mit Leckereien. Meist kaufen sie ihnen Katzenfutter, gelegentlich teilen sie etwas von ihrem Essen und ab und zu bringen sie ihnen sogar Regenwürmer aus Alyssas Garten mit. Als die Ferien zu Ende gehen, sind die beiden Füchse bereits gesund, stark und kräftig. Sie erscheinen nur noch gelegentlich am Lager der Kinder. “Unsere Füchse sind nun stark genug, um selbst für sich zu sorgen.” sagt Alyssa zu Lea und Patrick. 

An ihrem letzten freien Tag sind die Kinder noch einmal an ihrem Lager. Die Füchse haben sie schon seit einer Woche nicht mehr gesehen. Die Freunde sind zwar ein wenig traurig darüber, freuen sich aber, dass es den Tieren besser geht. Als sie sich am späten Nachmittag auf den Heimweg machen wollen, kommen die beiden prächtigen Füchse durch das Gebüsch auf sie zugelaufen. Sie bleiben einige Meter vor den Kindern stehen und blicken ihnen dankbar in die Augen. Dann verschwinden sie im Dickicht.

Nachdem ihr dann mit dem Vorlesen fertig seid, lasst ihr die Geschichte ein paar Sekunden sacken. Schaut euch die Gesichter der Kinder an, gibt es eventuell Fragen oder etwas, über das sie nun nach dem Hören der Kurzgeschichte nachdenken?

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Sprecht beispielsweise das Thema an, dass es immer mehr Wildtiere gibt, die es schwer haben, in der Natur ausreichend Nahrung zu finden. Gibt es vielleicht etwas, dass ihr aktiv tun könntet, um den Tieren im Wald zu helfen? Worauf müsst ihr dabei achten?
Informiert euch vor der Gruppenstunde doch beim ortsansässigen Förster, wie ihr den Tieren in eurem Wald helfen könnt und gebt diese Informationen nach eurer Gesprächsrunde mit den Kindern an die Teilnehmer*innen weiter.

Spiel zur Aktivierung

Ihr habt nun viel gesessen und euch unterhalten und habt dabei euren Geist aktiviert. Nun soll auch euer Körper in Fahrt kommt und dazu spielt ihr ein Spiel zur Geschichte.

Ihr bestimmt mindestens zwei Füchse, sie sollen als Fänger*innen dienen. Alle anderen Kinder werden zu Hennen und stecken sich ein Tuch bzw. Schal hinten in den Hosenbund. Die Füchse müssen nun die Hennen fangen, indem sie diesen die Tücher aus der Hose ziehen. Ist eine Henne gefangen, begibt sie sich an den Spielfeldrand und ist raus.
Sobald alle Kinder gefangen wurden, werden die Rollen der Füchse getauscht und eine neue Runde beginnt.

Hauptaktion: Wir basteln uns einen Fuchs

Kinder lieben es, kreativ etwas herzustellen, besonders wenn es niedlich ist. Deswegen bastelt ihr euch nun eure eigenen Füchse und das mit möglichst wenigen Materialien.
Eine Video-Anleitung zu eurem DIY-Fuchs findet ihr auf YouTube:

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Seid ihr mit den Füchsen fertig, könnt ihr noch ein Plakat gemeinsam als Gruppe anfertigen, auf dem ihr verschiedene Infos zusammentragt. Nutzt dazu Lexika, Smartphones oder euer eigenes Wissen und fertigt eine Art Steckbrief über Füchse an.

Abschlussziel & Verabschiedung

Am Ende werden die Füchse unter das aufgehängte Plakat aufgestellt, um ein Foto von dem Ergebnis der heutigen Gruppenstunde zu machen. Dieses darf dann ausgedruckt und gemeinsam mit den Füchsen an die Teilnehmer*innen verteilt werden.

Verabschiedet die Kinder im Anschluss bis zur nächsten Gruppenstunde, wo sie ein neues Abenteuer der drei Freunde kennenlernen werden.

Materialien:
– eventuell Decken, Kissen, Tassen, Tee und/oder Kakao
– Tücher/Schals
– Küchenrollen
– Scheren
– orangene Farbe
– Pinsel
– weißes Papier
– Stifte
– ggf. orangener Stoff und Kulleraugen
– Plakat
– Kamera

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Daniel
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Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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