Eine Verbindung zu Kindern aufbauen

Menschen wollen miteinander kommunizieren. Das ist manchmal schon schwierig genug, doch wenn man als Erwachsener mit Kindern sprechen und eine Verbindung aufbauen will, dann ist es noch mal um einiges schwerer. Dabei gibt es Mittel und Wege, als Jugendleiter*innen eine Verbindung zu den Kindern aufzubauen und so zum gelungenen Miteinander beizutragen.

Ernst nehmen

Jugendleiter*innen sind Erwachsene und Erwachsene haben manchmal den Hang, Kinder nicht ernst genug zu nehmen. Man tut das ab, was sie sagen, was sie sich vorstellen, was sie denken und wie sie das vor allem tun. Gerne sagen Erwachsene dann, dass sie doch erst mal erwachsen werden sollten. Das ist Gift für Kommunikation und eine Verbindung würde nicht nur abreißen, sie würde erst gar nicht entstehen. Kinder wollen Beachtung und Achtung. Sie wollen, dass man ihnen zuhört, dass man ihren Worten Glauben schenkt und nicht alles gleich beiseite schiebt und als Spinnerei abtut. Wer das macht und das glaubwürdig vermitteln kann, der hat bei den Kindern schon sehr viel erreicht und wird gerne um Rat gebeten und ist gern der Gesprächspartner.

Gewaltfreie Kommunikation

Ein großer Fortschritt in der Kommunikation ist die Gewaltfreie Kommunikation (GKF). Sie fußt auf der Annahme, dass Menschen sich empathisch begegnen und das auch brauchen und dass eine solche Art der Kommunikation das Wohlbefinden fördern können, sowohl von einem Selbst, dem Gegenüber und der Beziehung, die man zueinander aufbauen möchte. Man sollte sich zuhören, man sollte aufeinander eingehen und die Bedürfnisse des anderen erkennen. Niemandem soll etwas aufgezwungen werden. Erwachsene neigen dazu, Kindern gerne ihren Willen aufzudrücken, ihnen etwas vor den sprichwörtlichen Latz zu knallen und vor vollendete Tatsachen zu stellen. Wenn die Kinder etwas fühlen und etwas dagegen haben, werden diese Gefühle als “kindisch” abgetan. GFK tut das Gegenteil. Man hört zu, nimmt die Gefühle des anderen ernst. Man arbeitet an einer Lösung eines Konfliktes und womöglich tauchen irgendwann gar keine Konflikte mehr auf, weil das Vertrauen so groß geworden ist, dass kein Groll oder Frust mehr aufkommen kann. Jugendleiter*innen können einen GFK online Kurs besuchen und lernen, wie es vonstatten gehen kann, gewaltfrei zu kommunizieren.

Dinge erklären

Wie eben schon erwähnt, machen sich nicht alle Erwachsene gerne die Mühe, Kindern etwas zu erklären. Sie würden es später verstehen, es ist jetzt das Richtige und so weiter. Vollendete Tatsachen, Entscheidungen sind getroffen, die Kinder werden nicht damit konfrontiert. Konfrontiert werden sie dann auch nicht mit einer Erklärung. Jugendleiter*innen sollen erklären. Nicht die große und weite Welt. Sondern einfach eine Entscheidung. Natürlich hat ein Erwachsener mehr Erfahrung und Einsichten als ein Kind, aber das tut nichts zur Sache, denn auch ein Erwachsener hat das alles mal gelernt. Kinder sind einsichtsfähig, können logischen Argumenten folgen und können verstehen. Und das sollte das Ziel einer Erziehung und einer Vorbildfunktion gehören. Warum ist etwas verboten? Warum darf man das nicht? Warum dürfen ältere Menschen länger aufbleiben als jüngere? Warum sollte man das nicht essen? Warum sollte man Sport machen? Warum ist Gemüse gesund? Solche Dinge zu erklären, aus verschiedenen Perspektiven zu erläutern, hilft den Kindern, zu verstehen, sich mit der Welt auseinander zu setzen und sie fühlen sich (wie im ersten Punkt beschrieben) ernst genommen. Jugendleiter*innen rechnen ihnen Verstand und Verstehen zu und dadurch entsteht eine Verbindung fast von allein.

Fazit

Kinder sind keine Erwachsenen und müssen es auch nicht sein. Jugendleiter*innen haben eine besondere Verantwortung und eine Möglichkeit, junge Menschen zu formen, Verbindungen zu ihnen aufzubauen und darauf einzuwirken, wie diese später die Welt wahrnehmen werden. Und mit einer aufgebauten Verbindung ist das noch viel einfacher und bereichernd für beide Seiten.

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Daniel
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Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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