Vorlesegeschichte für den Advent: Max, der Klassenclown

Max freut sich. Heute ist der sechste Dezember und seine Klasse veranstaltet eine Weihnachtsfeier. Er hat sich extra die Nikolausmütze von seinem Papa ausgeliehen und schaut nun zu, wie seine Klassenkameraden miteinander lachen und rumalbern. Sie sind so ausgelassen, dass Max sich erstaunt fragt, was mit ihnen los ist. Sogar sein Freund Theo springt gerade von einem Tisch und kullert lachend über den Boden. Selbst die schüchterne Luisa zieht der ahnungslosen Camilla ständig am Zopf und kichert, wenn Camilla sich verwirrt umschaut. Aber in dem Tohuwabohu kann man nicht erkennen, wer gerade wo sitzt, steht, redet oder lacht. Es ist ein wildes Durcheinander.
Da kommt Herr Friedrich, ihr Klassenlehrer, zu Max.
“Du scheinst heute der Einzige zu sein, der noch nicht irgendwelche wilden Ideen ausheckt. Das ist für dich ziemlich ungewöhnlich. Du bist doch sonst der Spaßmacher.” Der Lehrer schüttelt den Kopf. “Was ist nur mit der Bande los? Wie soll ich alle nur so weit beruhigen, dass sie mir wenigstens einige Minuten zuhören und wir die Weihnachtsgeschichte besprechen können?”
Max überlegt. Da hat Herr Friedrich Recht. Aber er hat eine Idee.
Mit einem lauten “HOHOHO!” springt er auf einen Tisch, genau wie Theo vorhin. Herr Friedrich fällt vor Schreck sein Limonadenglas aus der Hand.
“Alle mal herhören!” Max hat eine laute Stimme. Die Klassenkameradin sind seine lustigen Ideen gewohnt und schauen sofort begeistert zu ihm auf. 
“Der Nikolaus – das bin heute ich – hat was zu sagen.” Er stemmt die Hände in die Hüften. “Wer es schafft, fünfzehn Minuten lang die Weihnachtsgeschichte anzuhören, bekommt später das erste Stück Kuchen.” Die Kinder stöhnen gelangweilt auf. Aber Max hebt die Hand und es wird sofort wieder still. “Und wer sich am besten in der Weihnachtsgeschichte auskennt, kann sicher ganz leicht ein paar Fragen von Herrn Friedrich beantworten. Und hat dann morgen Hausaufgaben-frei.” Nun johlt die Klasse und Max klatscht in die Hände. “Die Zeit läuft ab JETZT!”
Herr Friedrich schaut erleichtert drein. Er zieht Max vom Tisch runter und flüstert ihm ins Ohr:
“Ich hätte nicht gedacht, dass deine verrückten Ideen mal für etwas gut sind.” 
Max grinst. Herr Friedrich auch.
“Eigentlich wollte ich morgen gar keine Hausaufgaben aufgeben. Aber jetzt muss ich mir wohl doch welche überlegen. Der Sieger muss schließlich seinen Preis erhalten!”

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