„Trau dich“ Gameshow für Ferienlager & Gruppenstunde

Vielen Kindern und Jugendlichen ist die Gameshow „Trau Dich“ als aufregender Gladiator*innen-Wettkampf bekannt, bei verschiedene Teams von Mädchen und Jungen gegeneinander antreten und sich in Kraft, Beweglichkeit und Mut messen. Leiter*innen von Jugendgruppen kennen diese Spiele in ähnlicher – wenn auch weniger sportlicher Form – als Geländespiele bei denen an verschiedenen Stationen Aufgaben von Gruppen gelöst werden müssen. Die sehr sportliche Variante lässt sich dabei in Freizeitgruppen möglicherweise nur sehr schwierig durchsetzen, da die Verletzungsgefahr bei einer geringen Zahl an Begleitpersonen, die möglicherweise nicht über eine Sportlehrer*Innen-Ausbildung verfügen, relativ groß sein kann. Darüber hinaus ist auch fraglich, ob man sich in Jugendgruppen wirklich eine Trennung in Mädchen – und Jungengruppen wünscht, dies hängt aber auch immer sehr stark mit dem Alter der Kinder zusammen.

Kooperation in der Gruppe fördern

Eine Konstellation, die das Miteinander in einer Wettbewerbssituation fördert, ist ein idealer Übungsraum für eine Kooperation, die die Stärken jedes/r* Einzelnen hervorhebt. Wenn man die entsprechenden Spiele an die Gameshow „Trau Dich“ anpassen möchte, dürfte es sich weniger um ein Geländespiel der klassischen Art handeln und eher um eine Wettbewerbssituation bei der die Konkurrenzgruppen direkt beobachtet werden können, was die Spannung deutlich steigert. Es sollten darüber hinaus entweder Jugendleiter*innen oder eine Gruppe der Jugendlichen, die sich berufen fühlt die Moderation übernehmen, da so der Gameshow-Charakter eher zum Tragen Da ein solcher Wettbewerb auf kleinem Raum eher nicht in „nur“ sportlicher Form durchgeführt werden kann, sollten die Jugendleiter*innen sich im Idealfall Spiele überlegen, die aus den Bereichen „Sportlichkeit“, „Geschicklichkeit“, „Logischem Denken“ und „Kreativität“ stammen.

Mögliche Spielstationen

Bereich „Geschicklichkeit“

Dabei existieren natürlich eine Reihe von Spielen, die seit Jahr und Tag in Jugendgruppen beliebt sind. Im Bereich der Geschicklichkeit, der Koordination oder des Gleichgewichts ist dabei zum Beispiel an ein Spiel zu denken, bei dem die Jugendlichen es schaffen müssen, auf einer immer kleiner gefalteten Zeitung zu Balancieren. Mut und Geschicklichkeit erfordert das möglichst schnelle Verzehren eines Apfels, der in einer Schüssel mit Wasser platziert ist. Eine öffentliche Runde Mikado wäre auch eine Option für eine Spielstation. Hier könnte jede Gruppe eine Person mit besonders ruhigen Händen und guten Nerven nach vorne schicken. In Sachen Impulskontrolle ist an eine Art öffentliches „Kommando Bimberle“ zu denken, bei der die teilnehmende Gruppe gewinnt, die möglichst viele fehlerfreie Runden besteht.

Bereich: „Intelligenz/Vorstellungsvermögen“

Es können darüber hinaus Stationen kreiert werden, bei denen es eher um Intelligenz oder räumliche Fähigkeiten geht. Beispielsweise können die Spieler*Innen aufgefordert werden, die leeren Flaschen in einer Kiste so anzuordnen, dass noch eine weitere Flasche hineinpasst, oder Wasser aus einem Gefäß in andere umzufüllen ohne dass Waser verloren geht. Denkbar sind auch Auszüge aus typischen Intelligenztests, wobei dieses Spiel dann eher schwieriger mit Gameshowcharakter durchgeführt werden kann. Als Quizelement könnten die Gruppen aufgefordert werden, jeweils spontan Quizfragen zu stellen, die eine Person aus der gegnerischen Gruppe beantworten muss.

Bereich: „Gladitor*innen-Kampf“

Insbesondere wenn ein Freigelände oder gar ein Sportplatz zur Verfügung steht, ist natürlich eine etwas sportlichere Form des Wettkampfes denkbar. Hierbei ist zum Beispiel Elfmeterschießen eine gute Option, bei der die Verletzungsgefahr nicht so groß ist und bei der die jeweiligen Torwärter*innen Mut und Einsatz zeigen kann Alternativ kann die Anforderung sein, mit dem nicht dominanten Fuß zu schießen, oder mit einem Fallrückzieher ins Tor zu treffen. Auch das Balancieren auf einer umgedrehten Bank oder das gute alte Tauziehen sind in diesem Zusammenhang sehr gut einzusetzen. Allerdings sind Sackhüpfen oder Eierlauf manchen Jugendlichen wahrscheinlich bereits zu peinlich. Eine einfache Form des Wettbewerbes ist auch der Versuch, jemanden wegzuschieben, der dabei versuchen muss, das Gleichgewicht zu halten.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich für eine Trau-Dich-Variante in Freizeitgruppen am ehesten eine Form des Wettbewerbes eignet, der verschiedene Fähigkeiten abruft, da nicht damit zu rechnen ist, dass alle Jugendlichen alleine durch Sportlichkeit überzeugen können. Ein Fokus auf Diversität scheint hier angebracht.

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Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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