Autorität als Jugendleiter*in

Die Ferienfreizeit steht an: Viele schöne Momente und Herausforderungen warten auf Teilnehmer*innen und Jugendleiter*innen. Konflikte, Regelverstöße und Teilnehmer*innen, die alles in Frage stellen, können die Freude trüben. Mit dem richtigen Auftreten können diese Fallen zwar nicht vermieden, aber das Ärgernis verhindert werden. Das Geheimnis ist natürliche Autorität. Doch was ist damit gemeint?

Jede*r kennt diese eine Person: Der Lehrer in der Schule oder die Trainerin im Sportverein – Ein Mensch, mit dem man gemeinsam viel Spaß hat und wo immer alles „rund“ zu laufen scheint. Nicht im Traum denkt man daran, die Regeln dieser Person in Frage zu stellen. Doch wie kann man bereits als Jugendleiter*in (mehr) Autorität erlangen?

Klarheit

Wissen die Teilnehmenden, was sie dürfen, was von ihnen erwartet wird und was hinter den Regeln steht? Eine klare, einfache Kommunikation kann von vornherein helfen, den Rahmen abzustecken. Jugendleiter*innen können hier selbstbewusst auftreten und die Regeln verkünden. Manchmal kann es hilfreich sein, zu Beginn klar zu stellen, welche Konsequenzen folgen, sollte es zu einem Regelverstoß kommen. Klarheit bedeutet auch, verständlich zu machen, warum es bestimmte Regeln und Erwartungen gibt:

  • „Wir wollen alle gemeinsam Spaß haben, daher ist es wichtig, dass….“
  • „Ich erwarte von euch, dass ihr um 17 Uhr am Treffpunkt seid, damit wir alle gemeinsam nach Hause fahren können!“
  • „Wenn das nicht klappt, können wir euch zukünftig nicht alleine durch den Freizeitpark gehen lassen, alles erfolgt dann unter Aufsicht!“

Neben klaren Ansagen können Jugendleiter*innen aber auch klar sagen, dass sie den Teilnehmenden vertrauen:

  • „Ich, weiß, dass ihr das schafft!“
  • „Es war toll, dass ich mich auf euch verlassen konnte!“

Klare Ansagen verschaffen dann Autorität, wenn die Körperhaltung zu der Aussage passt. Eine Aufrechte Haltung, Blickkontakt zu den Teilnehmer*innen und ein selbstbewusstes Auftreten mit deutlicher Stimme versprechen Durchsetzungsvermögen.

Authentizität & Fairness

Ist man authentisch, schafft man es, mit allen Teilnehmer*innenn schnell in Beziehung zu kommen:

  • „Ich fand diese Regel früher auch doof, heute weiß ich aber, dass….“
  • „Weil ich nicht verstanden habe, warum diese Regel wichtig ist, habe ich auch oft gelogen. Mir ist wichtig, dass ihr mich versteht und ich euch vertrauen kann!“

Wer authentisch ist, erreicht nicht nur Vorbildcharakter, sondern zieht andere „magisch“ an.
Fairness bedeutet, dass man nicht nur alle „gleich“ behandelt, sondern auch auf Situationen vorhersehbar und ähnlich reagiert. Konsequenzen aus Regelverstößen sollten immer angemessen und fair sein.






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Daniel
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Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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