Wilder Westen – das Wort steht für Gangster, Coyoten und ein allgemein hartes Leben, aber auch für Freiheit, Abenteuer und Helden. Geschichten aus der Zeit der Cowboys lassen bis heute die Herzen vieler Kinder höherschlagen, eine Gruppenstunde zu der Thematik ist daher eine ausgezeichnete Idee.

Diskussion mit Bildern

Zu Beginn der Gruppenstunde können die Kinder zeigen, was ihnen zu der Thematik einfällt. Zur Hilfe dienen dabei Bilder (zum Beispiel aus Lucky Luke Heften): von einem Saloon, Schlägereien, Tänzerinnen, Gangstern, amerikanischen Ureinwohnern, der Prärie, Coyoten, und natürlich von Cowboys. Nacheinander zeigt ihr der Gruppe die Bilder und die Kinder sagen, was sie auf dem Bild sehen und was ihnen zu dem Motiv einfällt. Wichtig ist, die Begeisterung mit spannenden Geschichten und Legenden (etwa von Billy the Kid) zu schüren, zugleich aber auf Vorurteile und Ungewissheiten zu der Zeit hinzudeuten. Nach diesem Teil der Gruppenstunde wissen die Kinder auch, dass sie von indigenen Völkern oder Ureinwohnern sprechen als von Indianern.

Cowboyhüte für echte Cowgirls und Cowboys

Kaum ein Bereich lässt junge Menschen so dazu brennen, in Kostüme zu schlüpfen, wie wenn es zum Thema Wilder Westen kommt. Bevor es mit der Gruppenstunde weiter geht, könnt ihr die Kinder mit einer großen Schatzkiste mit Kostümen überraschen. Ob sich darin Pistolenhalfter, karierte Halstücher oder Cowboywesten befinden, hängt von euren eigenen Mitteln und vielleicht der Ausleih-Bereitschaft in eurem Bekanntenkreis ab. Schon mit einem Stapel einfacher Cowboyhüte ist euch eine allgemeine Euphorie jedenfalls gewiss.

Wettreiten

Nun geht es hinaus zum Austoben. Eine Idee dafür könnte ein Wettrennen der besonderen Art sein: Die Kinder laufen in Zweier-Teams, bei denen einer als “Cowboy” sich immer an den Schultern seines “Pferdes” festhalten muss. Beim Startschuss laufen alle los, um einen vorgegebenen Punkt herum und wieder zurück zur Startlinie. Aufgestellte Hindernisse müssen die Reiterpaare im Slalom ausweichen. Lässt der Hintermann auch nur eine Hand von der Schulter seines Partners, so muss das Team zurück an den Start. Natürlich werden in der zweiten Runde die Rollen zwischen Reiter und Pferd getauscht.

Eine Cowboy-Geschichte lesen

Als Amerika vor 200 Jahren noch nicht ganz erschlossen war, waren nur die Mutigsten dazu bereit, die vertraute Ostküste zu verlassen und sich ins unbekannte Gebiet zu wagen. Mit jedem Schritt, den sich die Cowboys von der Zivilisation entfernten, kamen sie dem Wilden Westen wortwörtlich näher: die Gangster waren wilder im Westen, die Tiere waren wilder im Westen und auch die Siedler selbst lebten wilder im Westen. Zur Gruppenstunde zu diesem Legenden-umwobenen Thema gehören daher auch unbedingt Abenteuer-Geschichten. Lest den Kindern zum Beispiel die Geschichte von Bufallo Bill oder von Calamity Jane vor.

Grillen und Singen am Lagerfeuer

Ein zünftiger Tag im Wilden Westen endet natürlich an einem Lagerfeuer. Ringsum verteilt um die warmen Flammen lassen die kleinen Cowboys und Cowgirls die Gruppenstunde gemütlich ausklingen und halten dabei Stockbrot oder Marshmallows in die Flammen. Um für die perfekte Stimmung zu sorgen, spielt ihr dazu noch Lieder auf der Gitarre. Alternativ kann natürlich auch ein Musikplayer mit Cowboy- und Countrymusik eingesetzt werden. Jeder der Lust hat, kann dazu mitsingen.

Daniel
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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