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Naturwissenschaften digital: So funktioniert forschendes Lernen

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Kinder und Jugendliche wachsen heute mit Smartphone, Internet und Apps auf. Doch mit den raschen technischen Erneuerungen kommt die Bildung nicht hinterher. Die aktuelle OECD Studie aber zeigt, dass die Regierung hierzulande die Digitalisierung noch stärker, inklusiver und produktiver gestalten könnte. Dabei birgt die Digitalisierung eine große Chance – auch für Erzieher und Betreuer in der Freizeit und im außerschulischen Bereich.

Kernkompetenz Informatik

Häufig wird von den sogenannten MINT-Disziplinen gesprochen: Damit sind vor allem Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gemeint. Dabei gewinnt das I in MINT immer stärker an Bedeutung. Informatik bzw. digitales Wissen, sollte für Schülerinnen und Schüler zu den Kernkompetenzen gehören. Kernkompetenzen, die auch nachmittags nach der Schule gefördert und gefordert werden können. Zum einen indem Betreuer Kindern und Jugendlichen dabei helfen, sie fit für die digitale Welt zu machen. Dazu gehört es, ihnen diverse Devices, also Geräte vorzustellen, den technischen aber auch kritischen Umgang mit diesen zu erklären und selbst durch Fortbildung auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Zum anderen kann auch im Bereich der Hausaufgabenbetreuung mit digitalen Hilfen gemeinsam mit den Schützlingen gearbeitet werden. Es gibt hier vielseitige Möglichkeiten und Online-Anbieter: Hier wird Wissen praktisch angewendet, naturwissenschaftliche Zusammenhänge via Erklärungsvideo nahegebracht und das Erlernte in Übungsaufgaben gefestigt und anhand von Beispielen erklärt. Dabei gibt es momentan viele digitale Hilfen und Innovationen auf dem Markt, die in einer Lernumgebung eingesetzt werden können. In den Naturwissenschaften gibt es viele Möglichkeiten, um digital forschendes Lernen zu unterstützen. Um komplexe Sachverhalte verständlicher darzustellen, gibt es Darstellungsformen, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Digitale Lernmöglichkeiten

Dazu gehören Simpleshows, Stopmotion-Videos und Explainistry. Simpleshows sind Erklärvideos. Der Vorteil von solchen Videos ist, dass sie immer wieder, jederzeit und überall abrufbar sind. Ein Video bleibt auch nach der x-ten Wiederholung im Gegensatz zu einem mündlichen Vortrag erhalten. Bei Stopmotion-Videos wird keine Sequenz gefilmt, sondern eine Abfolge von einzelnen Bildern. Dadurch entsteht Bewegung. Je nach dem, wie schnell die Bilder aufeinander folgen, umso flüssiger sind die Bewegungen. Diese Filme werden anschließend vertont – meist mit einem Sprecher aus dem Off. Durch Stopmotion-Videos kann eine sehr kindgerechte Darstellung erzeugt werden, deshalb verwenden auch viele Kindernachrichten dieses Medium. Explainistry wird verwendet um naturwissenschaftliche Experimente mit Videos zu dokumentieren.

Augemented Reality

Ein großes Thema auf Pädagogik-Messen, wie der Didacta ist Augmented Reality – die erweiterte Realität. Diese Technik funktioniert mit Hilfe von Geräten wie Smartphones oder Tablets. Hier kann die Realität durch Überlagerung erweitert werden. Dabei wird etwas physisch vorhandenes, z. B. ein Bild, ein Gegenstand oder ein Ort, durch digitale Informationen ergänzt. Augmented Reality hat eine Reihe von Vorteilen: Wow-Effekt und besonders gesteigerte Aufmerksamkeit sowie Lernmotivation, Möglichkeit des selbstbestimmten Lernens und bessere Verständlichkeit und „Erlebbarkeit“ von Lerninhalten. Allerdings bedeutet der Einsatz von Augemented Reality auch mehr Zeitaufwand, den notwendigen, qualifizierten Umgang mit neuer Technik und häufig technische Probleme.

Fazit

Abschließend kann man sagen, dass die Chancen von digitalen Lernmöglichkeiten sehr groß sind. Kinder und Jugendliche lassen sich schnell für neue Medien begeistern und besser zum Lernen motivieren, wenn sich Lerninhalte mit ihrer Lebenswelt verknüpfen lassen. Wichtig dabei ist, um mit wissbegierigen Jugendlichen und Kindern mitzuhalten, auf dem neusten Stand zu bleiben. Neuste Trends, wie zum Beispiel BYOD sollte man kennen. BYOD? Bring your own device, zu Deutsch: Bring dein eigenes Gerät mit. Da fast alle Jugendlichen mittlerweile ein eigenes Smartphone oder Tablet besitzen, geht der Trend dahin, diese Geräte nicht mehr zu verbieten, sondern für Lernzwecke zu nutzen.

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