Raus und machen! Mikroabenteuer als Ausredenkiller

Ein Gastbeitrag von Christo Foerster,
Autor des Buchs „Mikroabenteuer: Raus und machen!“

Als ich mich entschloss, aus meinen persönlichen Erfahrungen und Gedanken zur Draußen-Motivation das Buch „Mikroabenteuer” zu machen, wusste ich, dass ich damit nicht das Rad neu erfinde. Aber ich wusste, dass ich viele Menschen dort abholen kann, wo sie festzustecken scheinen: Im Klammergriff des Alltags. Mit einer unbefriedigten Sehnsucht nach Freiheit, Entdecken, Natur. „Raus und machen!” ist genau deshalb die Botschaft, die ich in dem Buch und auf meinen anderen Kanälen weitergebe – und für die ich mögliche Lösungen skizziere. Nicht warten, sondern Anlässe schaffen und anfangen, ohne großen Plan, hier und heute.

Im ersten Kapitel des Buches erzähle ich von einer Entscheidung, die ich eines Tages aus dem Bauch heraus getroffen habe: über Nacht mit dem Fahrrad von Hamburg nach Berlin zu fahren. Diese 324-Kilometer-Tour ohne Schlaf war ein Schlüsselerlebnis für mich.

Seitdem suche ich immer wieder das Abenteuer vor der Haustür. „Jedes Abenteuer ist nur eine Entscheidung von dir entfernt”, hat die Österreicherin Lisz Hirn einmal geschrieben. Ich kann das bestätigen.

Raus und machen! Mikroabenteuer als AusredenkillerSicher hat Abenteuer – ob klein oder groß – immer auch etwas mit Herausforderungen zu tun. Nur sollten diese nicht eindimensional sein und sich ständig am Schneller-höher-weiter orientieren. Achtsame 24 Stunden an einem Ort im Wald zu verbringen ist unter Umständen eine größere Herausforderung als eine Hauruck-Aktion mit dem Rennrad. Genau deshalb halte ich es gerade in der Arbeit mit anderen für so wichtig, die Perspektive desjenigen einzunehmen, um den es geht. Was braucht er oder sie? Welche Muster aus dem Alltag sind es wert, durchbrochen zu werden? Abenteuer ist immer individuell. Es gibt dafür keine Gebrauchsanweisung.

Ich habe in dem Buch „Mikroabenteuer” viele Ideen für das Rausgehen und Machen aufgeschrieben. Einige habe ich unten aufgelistet … Eine gute Zeit und viele unvergessliche, magische Momente da draußen!

// Wandere eine komplette S-Bahnlinie der größten Stadt in deiner Nähe ab, von der Start- bis zur Endhaltestelle. Du kannst dir auch vornehmen, innerhalb eines Kalenderjahres alle S-Bahnlinien »deiner« Stadt komplett abzuwandern. 

// Fahre mit dem Rad ans Meer und schlafe eine Nacht am Strand. Ob das als Mikroabenteuer machbar ist, hängt etwas von deinem Wohnort ab. Ist es zum Meer wirklich zu weit, suche dir ein anderes außergewöhnliches Ziel (zum Beispiel das nächstgelegene Nachbarland). 

Raus und machen! Mikroabenteuer als Ausredenkiller// Folge einem Bach oder Fluss von seiner Quelle bis zur Mündung. Wenn du Lust hast, begleite dann den nächstgroßen Fluss auch noch ein Stück. 

// Gehe vor die Tür, wandere los und biege einen Tag lang an jeder dritten Kreuzung im Wechsel rechts und dann wieder links ab. Von dort, wo du am Ende des Tages angekommen bist, fährst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. 

// Steine balancieren: Du wirst begeistert sein, wie meditativ es ist, einen Tag lang an einem Flussbett oder am Ufer eines Sees Steine so aufzustellen, dass andere glauben, du hättest Kleber benutzt. Am Meer geht es natürlich auch. Die beste Inspiration dazu ist zweifelsohne Michael Grab. Checke unbedingt www.gravityglue.com und seine YouTube-Videos. Ob du das Ganze spirituell oder wissenschaftlich angehst, ist erst einmal völlig egal. Nicht denken, machen! 

// Transportiere einen Gegenstand von A nach B – und zwar einen unhandlichen. Das muss keinen Sinn machen, nur Spaß und dich herausfordern. Am besten funktioniert das zu zweit. Wie wäre es mit einem Stuhl? 

// Besteige die höchste Erhebung des Bundeslandes, in dem du wohnst. Sofern du nicht in Bayern lebst (die Zugspitze!), ist das jeweils locker an einem Tag machbar. Das heißt aber nicht, liebe Bayern, dass sich nicht auch die Zugspitze als Mikroabenteuer besteigen lässt. Hier ist die komplette Liste:

Die „16 Summits” in Deutschland 

Baden-Württemberg: Feldberg, 1493,00 m
Bayern: Zugspitze, 2962,06 m
Berlin: Erhebung der Arkenberge, 120,70 m
Brandenburg: Kutschenberg, 201,00 m
Bremen: Erhebung im Friedehorstpark, 32,50 m
Hamburg: Hasselbrack, 116,20 m
Hessen: Wasserkuppe, 950,00 m
Mecklenburg-Vorpommern: Helpter Berge, 179,20 m
Niedersachsen: Wurmberg, 971,20 m
Nordrhein-Westfalen: Langenberg, 843,20 m
Rheinland-Pfalz: Erbeskopf, 816,32 m
Saarland: Dollberg, 695,40 m
Sachsen: Fichtelberg, 1214,80 m
Sachsen-Anhalt: Brocken, 1141,20 m
Schleswig-Holstein: Bungsberg, 167,40 m
Thüringen: Großer Beerberg, 982,90 m 

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