Art: total witziges Schauspiel-Ratespiel
Ziel: eine Spielerin muss nur anhand von Gesten eine ”Erfindung“ erraten
Dauer: pro Runde 10–20 Minuten
Wir brauchen dazu: eine Jacke, zwei Stühle sowie Sitzgelegenheiten für das Publikum

So geht es: Eine Spielerin wird zur Professorin auserkoren, die zwar sehr genial, aber auch etwas verrückt und vor allem extrem vergesslich ist. Sie hat vor kurzem eine geniale Erfindung gemacht, aber leider vergessen, was genau es war. Sie hat nur noch die Bewegung ihrer Hände, um sich wieder daran zu erinnern.
Die Professorin verlässt zuerst den Raum. In ihrer Abwesenheit einigt sich die Gruppe auf eine ”Erfindung“, die die Professorin ”erfunden“ hat und die sich (hoffentlich) gut in Gesten darstellen lässt: Das Internet, die Kaffeemaschine, das Handy, der Laminator, der motorisierte Milchaufschäumer . . .

Danach sucht die Gruppe noch eine zwei Teilnehmerinnen aus, die die Reporterin sowie die Hände der Professorin spielen.

Die ”Professorin“ wird hereingerufen, setzt sich vor der Gruppe auf den Stuhl und lässt die Arme hängen. Die ”Hände der Professorin“ kniet sich hinter die Professorin und steckt ihre Arme unter den Achseln der Professorin durch. Dann zieht sie die Jacke umgekehrt über die Arme, so dass die echten Arme der Professorin nicht zu sehen sind und das zweite Paar Arme stattdessen gestikulieren kann.

Die ”Reporterin“ setzt sich schräg gegenüber der Professorin auf einen Stuhl und fängt mit dem Interview an. Auf die Fragen antworten ”die Hände der Professorin“ mit Gesten, die die Professorin zu verstehen zu versucht und dann ihren Teil dazu sagt. Nach dem Smalltalk am Anfang werden die Fragen der Reporterin immer konkreter, bis die Professorin schließlich erraten hat, um welche Erfindung es geht.

Beispiel:
Reporterin: Guten Tag, Frau Professorin. Wie geht es Ihnen heute?
Hände: (Daumen hoch.)
Professorin: Danke, danke, sehr gut.
Reporterin: Ich habe schon viel von Ihrer neuen Erfindung gehört. Was ist aus Ihrer Sicht
das Herausragende an Ihrer Erfindung?
Hände: (ziehen ein sehr großes Quadrat auf)
Professorin: Dass . . . dass sie sehr groß und eckig ist. Und dass man damit . . .
Hände: (zeigen in die Mitte)
Professorin: . . . ähm, und dass man etwas hineintun kann.
Reporterin: Ah, sehr interessant. Und was kann man dort hineintun?
Hände: (Trinkbewegung)
Professorin: Ähm, Tassen. Ja, Tassen!

Wann einsetzen: Abends in geselliger Runde. Wenn die Professor und die Ha ̈nde gut sind, werden sich alle vor Lachen kringeln.

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QUELLEOliver Klee | www.spielereader.org

Oliver Klee lebt und arbeitet in Bonn. Er gibt Workshops zu Methodenthemen wie Train-the-Trainer, Konfliktmanagement oder
Zeitmanagement, zu IT-Themen wie Softwarearchitektur oder Web-Security, und zu Entspannungsmassage und Rangeln. Auf seinen Seminaren wird grundsätzlich sehr viel gespielt, und ein Plüschelch spielt auch oft eine zentrale Rolle.

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